Mittwoch, 10. August 2022
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Steinbrück, Höneß, Dobusch: Heuchler haben Hochsaison

In Wahlzeiten fordern Politiker Hochmoralisches von Anderen – was sie selber nicht erfüllen.

Gemeinsam mit dem SPIEGEL hatte der SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier die deutsche Bundesregierung im NSA-Skandal vor sich hergetrieben. Tenor: Die schwarz-gelbe Koalition verrät Daten über deutsche Bürger an US-Geheimdienste. Nun stellte der BND aber klar: Das betreffende Abkommen war unter Rot-Grün beschlossen worden. Dafür verantwortlich: Der damalige Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier.

In Wahlzeiten fordern Politiker Hochmoralisches von Anderen – was sie selber nicht erfüllen.

Gemeinsam mit dem SPIEGEL hatte der SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier die deutsche Bundesregierung im NSA-Skandal vor sich hergetrieben. Tenor: Die schwarz-gelbe Koalition verrät Daten über deutsche Bürger an US-Geheimdienste. Nun stellte der BND aber klar: Das betreffende Abkommen war unter Rot-Grün beschlossen worden. Dafür verantwortlich: Der damalige Kanzleramtsminister Frank-Walter Steinmeier.

Steinbrück: Millionengagen von der Industrie

Auch SPD-Kanzleramtskandidat Steinbrück war schon als Ministerpräsident von NRW mit markigen Sprüchen aufgefallen: „Wir brauchen mehr rot pur!“ – um danach mit den höchsten Gastredner-Gagen in der Geschichte des deutschen Bundestages (von über 600.000 Euro) erst so richtig hervorzustechen.

Hoeneß: „Krankenschwester wertvoller als Spekulant“

Einst war sich der „Bayern München“-Chef ganz sicher: „Krankenschwestern tragen mehr zur Volkswirtschaft bei als Spekulanten“. Seine hochmoralischen Erkenntnisse beglückten Deutschland – keine Spekulation mit Schweinebäuchen oder Derivaten mehr, keine Steuerschlupflöcher für Reiche.

Heute muss sich der Parademoralist in einem Finanzstrafverfahren für jahrelange Spekulationen auf internationalen Finanzmärkten (inkl. Schweizer Nummernkonto) verantworten. In der Hitze des Gefechtes hatte er vergessen, die Spekulationsprofite dem deutschen Fiskus mitzuteilen – nun droht Haft.

Dobusch: Warnung vor Casino-Kapitalismus

Zu den unermüdlichen Warnern vor Turbo- und Casino-Kapitalismus zählte Linz‘ Langzeit-Bürgermeister Dobusch. Bis zum Platzen der größten Finanzbombe in der Zweiten Republik zumindest. Im sogenannten BAWAG-Skandal hatten Dobuschs Genossen mit hochspekulativen Finanzderivaten gezockt. Schaden: Sagenhafte 500 Millionen Euro.

Die Wurzel allen Übels ist Europas postmarxistische Panik vor Profit. Weil man der antiken Meinung ist, ein Gewinn ginge immer zulasten anderer Menschen, ist Ehrgeiz in Europa schon von vornherein suspekt. Dass aber gerade jene Genossen, die am stärksten vor den Stiftungen der Reichen warnten, dann selbst in solchen ihr Vermögen parken, ist tatsächlich ein Verlust von Anstand und Moral.

Aber einer, der nicht auf den Dauer-Bösewicht „Kapitalismus“ zurückzuführen ist, sondern auf ein Europa, in dem vor allem linke Medien linke Eliten kontrollieren (sollten).

 

 

 

 

 

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