Mittwoch, 8. Dezember 2021
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Ibiza-Connection: Die Sicherheitstruppe und das BVT

Dieser Artikel erschien bereits am 31.05.2019 auf EU-Infothek. Julian Hessenthaler ließ diesen Bericht ohne nähere Begründung beim Kammergericht in Berlin mittels „Einstweiliger Verfügung“ untersagen. Diese wurde vor Kurzem vom Kammergericht Berlin wieder aufgehoben. 
Spannender Prozess Ende Juni in Krems / Bildmontage: EU-Infothek / Bild © Bauer Karl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Ausschnitt) / Bild © Bubo, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Ausschnitt)

EU-Infothek recherchierte in den letzten Tagen, auch in Zusammenarbeit mit namhaften Medien, rund um die Uhr.

Heute veröffentlichen wir nur einen Teil der neuen Erkenntnisse: Aus verlässlicher Quelle wissen wir, dass Detektiv Julian Hessenthaler in Ibiza mit seiner Kreditkarte und mit Echtnamen bezahlt hat. Für die Behörden ist diese Spur sicherlich ohne große Schwierigkeiten nachzuvollziehen.

Zwischen namhaften Vertretern des BVT und der Sicherheitstruppe gab es unterschiedliche, aber lebhafte Kontakte.

Einerseits sprechen Beteiligte von einer engen, freundschaftlichen Beziehung, es gab sogar zumindest ein Fest, wo ein hochrangiger Mitarbeiter des BVT und die wichtigsten Personen der Sicherheitsfirma gemeinsam feierten. Zu fortgeschrittener Stunde kam es zu einem kleinen verbalen Eklat.

Andererseits wird von besonders strenger Behandlung durch das BVT im Zuge der Ermittlungen des bekannten oberösterreichischen Betriebsspionage-Falles hingewiesen. Wie auch immer, eine besondere Bedeutung hat der EU-Infothek und nun auch anderen Medien vorliegende Schlussbericht des BVT. In diesem Schlussbericht ist das Datum des Eingangs bei der Staatsanwaltschaft Krems zu beachten: Der Schlussbericht ist kurz nach dem Videodreh in Ibiza bei der STA Krems eingelangt.

Allgemein bekannt ist, dass – offensichtlich auch aufgrund dieses Schlussberichtes – das umfangreiche Verfahren gegen alle Beteiligten eingestellt wurde, der defacto Machthaber und wirtschaftlicher Haupteigentümer der Firma Konsic in München, wurde trotz seiner umfangreichen Selbstanzeige vom 19.02.2016 als unglaubwürdig eingestuft.

Für Sicherheits- und Geheimdienste sind „Deals zwischen verdächtigen Personen und den Behörden“ nicht ungewöhnliches. Diese machen auch Sinn, denn nur durch plaudernde Täter gibt es oft sehr große und wichtige Fortschritte.

Im vorliegenden Fall könnte ein Informationstausch und Einsatz als V-Leute der Behörde nicht ausgeschlossen werden.

Vielleicht war das Eintrittsticket in einen derartigen Deal das Ibiza-Video.

Gesicherte Informationen liegen zu solch einem Deal logischerweise nicht vor, es könnte sich natürlich auch um einen sachlich bedingten Schlussbericht und um gezielte Desinformation handeln.

Die Fakten: Der zur Einstellung des Verfahrens führend Schlussbericht ging bei der STA Krems zeitnah nach Video-Dreh in Ibiza ein.

Alle Beteiligten konnten sich der Einstellung des Verfahrens erfreuen, nur Wandl, der den Fall durch seine Selbstanzeige ins Rollen gebracht hat, blieb „übrig“: Ende Juni findet vor dem Kreisgericht Krems ein Strafprozess gegen Wandl wegen Verleumdung statt. Einer der wichtigsten Zeugen ist Julian Hessenthaler – und mehrere andere, sehr gut informierte Personen. Dieser Prozess könnte wirklich spannend werden.

EU-Infothek liegen neue Informationen und sehr konkrete Hinweise über Aussehen und Aufenthaltsort des sogenannten Lockvogels vor. Aktuell werden diese überprüft.

Derweil denkt Detektiv Hessenthaler nach, wie er seinen Goldschatz diskret und rasch zu Geld machen kann.

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