Freitag, 27. November 2020
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MEDIA-Preis der EU geht an den dänischen Regisseur Thomas Vinterberg

Der dänische Filmregisseur Thomas Vinterberg ist der diesjährige Gewinner des Filmpreises der Europäischen Union („Prix MEDIA“). Der Preis wird für das beste neue Filmprojekt verliehen, das über Erfolgspotenzial verfügt und für eine Förderung im Rahmen des EU-Programms MEDIA in Frage kommt.

[[image1]]EU-Kommissarin Androulla Vassiliou wird Vinterberg den Preis am 19. Mai – dem 44. Geburtstag des Regisseurs – im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes überreichen. Vinterberg sowie Co-Drehbuchautor Tobias Lindholm und Produzentin Sisse Graum (Zentropa) erhalten den Preis gemeinsam für ihr neues Filmprojekt Kollektivet (Die Kommune), dessen Thema das Leben in einer dänischen Kommune in den 1970er-Jahren ist. Die Produktion soll 2014 beginnen.

„Im Entstehungsprozess eines Films ist die Entwicklung eine ausgesprochen wichtige und sehr kreative Etappe. Es ist großartig, dass mit dem MEDIA-Programm der Europäischen Union ein Instrument zur Verfügung steht, das Filmemacher in dieser besonders heiklen Phase unterstützt“, sagte Vinterberg.
„Dies ist eine wohlverdiente Auszeichnung für einen der talentiertesten Regisseure Europas. Vinterbergs Filme bieten niemals Standardkost: Sie regen immer zum Nachdenken an, sind wundervoll erzählt und beeindrucken durch schauspielerische Leistungen. Vinterberg hat keine Angst, Risiken einzugehen, und nach dem weltweiten Erfolg seines Meisterwerks Die Jagd aus dem Jahr 2012 warten wir schon gespannt auf den Nachfolger. Außerdem bin ich hocherfreut, dass das im letzten Jahr mit dem MEDIA-Preis ausgezeichnete Filmprojekt – Le Passé (die Vergangenheit) von Asghar Farhadi – in diesem Jahr für den offiziellen Wettbewerb in Cannes ausgewählt wurde“, ergänzte Kommissarin Vassiliou.

MEDIA-Preis der EU

Der MEDIA-Preis („Prix MEDIA“) der Europäischen Union wird für das beste neue Filmprojekt verliehen, das über Erfolgspotenzial verfügt und 2013 für eine Entwicklungsförderung im Rahmen des Programms MEDIA vorgeschlagen wurde. Bei dem Werk kann es sich um einen Spiel-, Animations- oder Dokumentarfilm handeln, es muss jedoch zur Vorführung in Kinos bestimmt sein. Folgende Entwicklungskosten sind im Rahmen des Programms MEDIA förderfähig: Vorbereitung des Drehbuchs, Suche nach den Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern sowie Personalsuche, Vorbereitung eines Finanzierungsplans, erste Marketingaktivitäten und Produktion eines Pilotfilms. Die Auswahl der Preisträger übernimmt eine Jury aus unabhängigen Experten sowie Vertretern der Europäischen Kommission und der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA), die das Programm MEDIA verwaltet.

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