Freitag, 15. November 2019
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Ibiza-Gate nach 150 Tagen: Fakten, Ungereimtheiten und Gerüchte

Das Ibiza-Video / Bildmontage: EU-Infothek / Quelle: Spiegel, SZ / Süddeutsche Zeitung

Fünf Monate nach der bewusst selektiven Ausstrahlung von Teilen des sogenannten Ibiza-Videos gibt es wichtige, klärungswürdige Themen.

Jener Wiener Rechtsanwalt persischer Abstammung, welcher als einer der Urheber der Ibiza-Untat gilt, darf noch immer Rechtsanwalt sein und seine Kanzlei ist für ihm geneigte, neue Kunden geöffnet. Wer meint, das sei gar nicht möglich, das sei unvorstellbar, hat aus emotionaler Sicht zwar recht, im österreichischen Kammerstaat ist das Vorgehen des Rechtsanwaltes offensichtlich kein Grund zu größerer Sorge.

Eine Hausdurchsuchung bei dem Rechtsanwalt, in seinem Büro und seiner Wiener Wohnung, wurde drei Monate nach Bekanntwerden seiner Taten durchgeführt.

Ob dabei auch das vom Anwalt gerne besuchte südburgenländische Domizil in die Hausdurchsuchung miteinbezogen wurde, ist nicht bekannt.

Die Frage, welcher Tatverdächtige mit hoher Intelligenz 90 Tage lang Beweismittel, welche von den Behörden nicht gesehen oder beschlagnahmt werden sollen, herumliegen lässt, kann der staunende Leser selbst beantworten.

Der Partner des Rechtsanwaltes, jener „Detektiv ohne Konzession“, hat offensichtlich einen für ihn perfekten Vertrag mit jenen Personen oder Vereinskreisen in Berlin abgeschlossen, welche das Ibiza-Video um 600.000,- Euro durch Goldmünzen, in der Schweiz bezahlt, angekauft haben.

Seine Anwaltskanzlei klagt so ziemlich alle Medien, welche den Namen des Detektivs oder dessen Bild zeigen.

Der Wahrheitsgehalt dieser Klagen wird von den Gerichten nicht überprüft, die Berliner Gerichte geben rasch und ohne Anhörung des Beklagten den Stempel, ohne jedwede Form von Begutachtung von Klageschriften.

Erst in einer möglichen Hauptverhandlung – viele Monate später – hat der Beklagte die Möglichkeit, den Wahrheitsbeweis anzutreten. Dieser Weg ist bereits von vielen deutschen Medien eingeschlagen worden.

Beachtenswert ist die Frage der Kosten dieser Klagen, welche – überschlagsartig gerechnet – bereits in der ersten Phase einen großen Teil jener Summe verschlungen haben, welche der Detektiv und seine Genossen und Helfer kassiert haben.

Nachdem es sich bei dem Detektiv nicht um einen Menschen handelt, der vereinnahmtes Geld gerne wieder zurückgibt, darf daraus geschlossen werden, dass die Urheber des Videos auch eine juristische, kostenlose Rundum-und-sorglos-Betreuung der betroffenen Täter übernommen haben.

Wenn diese These richtig ist, würde sie beweisen, wie wichtig es den Finanziers der Veröffentlichung des Ibiza-Videos ist, dass ihr Partner nicht in jenem kriminellen Licht dargestellt wird, welches den Fakten entspricht, sondern alles unternommen wird, um den Heiligenschein einer ideologisch fundierten „Aufklärungsarbeit“ zu wahren.

Verfolgen wir die Spur des Goldes.

Belastbaren Informationen zufolge wurde das Gold in der Schweiz ausgefolgt, in kleinen Tranchen auch in der Schweiz in Bargeld gewechselt. Auch serbische Goldhändler wurden gefragt, was der Umtausch in Bargeld kosten würde bzw. was der heimliche Transfer von der Schweiz in ein anderes Land an Kosten verursachen würde.

ÖVP Mails

EU-INFOTHEK berichtete ausführlich (Links zu Berichten) – zusammengefasst ergibt sich, dass nicht EU-INFOTHEK ursprünglich und als erstes das Vorhandensein der Mails publik gemacht hat, sondern die ÖVP selbst im Rahmen einer Pressekonferenz die Existenz der Mails der Öffentlichkeit bekannt gegeben hat.

Links zu Berichten:

Ibiza-Gate: Angebliche zwei ÖVP Mails von Blümel an Kurz sind Fakes, 27.09.2019

Affäre ÖVP Mails: Spur zu kriminellen 2-Millonen-Euro Deal, 06.09.2019

Ibiza-Gate / ÖVP Mails: Schnelle Justiz macht zwei Hausdurchsuchungen, 12.08.2019

Ibiza-Gate: Geheimnisvolle Nebenschauplätze, 21.06.2019

Es ist dokumentiert, dass EU-INFOTHEK lediglich Anfragen an die ÖVP richtete, um festzustellen, ob die Mails gefälscht seien oder nicht, die weitere Story ist bekannt.

Zwischenzeitlich ist auch bekannt, dass der Informant, welcher auch EU-INFOTHEK zuerst die zwei (gefälschten) Mails übermittelt hat und von weiteren 1.500 ÖVP Mails schrieb und sprach, bereits seit 21. Mai 2019 der Staatsanwaltschaft und somit dem BKA bekannt ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist anzunehmen, dass der Informant, angeblich ein pathologischer Spieler, aus purer Geltungssucht sich selbst bei der Staatsanwaltschaft ins Spiel gebracht und erst einen Monat später bei EU-INFOTHEK und anderen Medien, auch bei einem Politikberater, mit ähnlichen Mails „gemeldet“ hat.

Vor etwa einer Woche wurde dieser junge Mann verhaftet, angeblich wegen Verdachtes des gewerblichen Betruges – und weil man auch – so Medienberichte – Kinderpornographie auf einem seiner PCs gefunden hat.

Interessant ist die bewiesene Tatsache, dass die Behörden etwa 72 Stunden nach Erstausstrahlung des Ibiza-Videos diesen schriftlichen, anonymen Hinweis auf eine Person in Oberösterreich erhielten, welche angeblich das gesamte Ibiza-Video vorliegen gehabt hätte.

Die Hausdurchsuchung fand drei Monate (!) später statt.

Das tatsächliche Ergebnis dieser Hausdurchsuchung liegt der Öffentlichkeit nicht vor, es handelt sich um eine Verschlussakt. Tatsache ist aber auch, dass das BKA gegen diesen Mann seit längerer Zeit ermittelte.

Der „Detektiv“ und seine Helfer

EU-INFOTHEK ist nicht bekannt, welche Maßnahmen gegen einen der Hauptverdächtigen des Ibiza Kriminalfalls durch die österreichischen oder deutschen Behörden eingeleitet wurden.

Von einer Hausdurchsuchung, einer Einvernahme, einem Haftbefehlt oder einer Vorladung zur Einvernahme des „Detektivs“ ist weit und breit nichts bekannt.

Nach EU-INFOTHEK vorliegenden Informationen haben seine österreichischen Vertrauenspersonen seit fünf Monaten fast täglich mehrmals telefonischen Kontakt mit ihm und erfüllen auch seine Aufträge.

Tarnen und Täuschen, Verschleierung von Spuren, Erstellung von getürkten eidesstattlichen Erklärungen sind aktuell die Hauptaufgaben, welche seine Helfer erfüllen sollen.

Nachdem es sich um einen Verschlussakt handelt, bleibt nach außen nur der Eindruck, dass die Behörden es mit einer echten Aufklärung der tatsächlichen Täter und deren Einvernahmen oder Geständnissen nicht sonderlich eilig haben.

Der Ibiza Lockvogel ist mit größter Wahrscheinlichkeit die Cousine des Detektivs, wohnhaft in Moskau.

EU-INFOTHEK vorliegende, glaubwürdige Aussagen von ehemaligen Vertrauenspersonen des „Detektivs“, die erst jetzt vorliegen, lassen darauf schließen, dass der sogenannte Lockvogel sich längere Zeit in einem jener Appartements aufhielt, welche dem „Detektiv“ in Wien zugänglich sind.

Dieser „Detektiv“ ist zwar in Österreich derzeit polizeilich nicht gemeldet, verfügt aber über Zugang zu einem feudalen Unterschlupf. Dieses Appartement beherbergte auch über Monate hindurch, im Jahr 2017, die Cousine des „Detektivs“.

Ibiza-Gate ist eng mit der serbischen Community in Wien verbunden

Die persönliche Verflechtung zwischen den einschlägigen mit Ibiza-Gate zu tun habenden Personen ist gravierend. Sehr viele kennen sich seit vielen Jahren, was erst durch aktuelle Recherche von EU-INFOTHEK bekannt wurde. Auch FPÖ Funktionäre sind in diesem Freundeskreis zu finden. Die Maklerin, welche Mag. Johann Gudenus zu dem Wiener Anwalt vermittelt hat, vertritt sogar die FPÖ in der Wiener Wirtschaftskammer, Sektion Freizeit. Mehr darüber zu gegebener Zeit.

Gerüchte über Geheimdienstaktivitäten in Zusammenhang mit dem Ibiza-Video

Von Anfang an gab es Gerüchte, dass verschiedene Geheimdienste das Video selbst erstellt oder in Auftrag gegeben hätten. Erst heute erscheint wieder ein entsprechender Artikel im Kurier.

Das wunderbare an dieser Theorie: Sie kann nicht widerlegt werden. Bei jeder Katze, die vom Balkon fällt, kann, theoretisch, ein Geheimdienst im Spiel gewesen sein.

Das Schöne an dieser Theorie für manche Beteiligte am Ibiza Geschehen: Die Wichtigkeit der Person steigt mit der Bedeutung des eingesetzten Geheimdienstes.

Ebenso schön: Die Geheimdienstversion schließt aus, dass niedere politische Akteure aus Österreich das Ibiza-Video geplant und verbreitet haben. Die Geheimdiensttheorie ist also eine ideale Reinwaschung aller politischen Funktionäre.

Die Fakten

Das Ibiza Video wurde von Spezialisten für derartige Videofallen produziert – nach EU-INFOTHEK vorliegenden Informationen ist es mit Sicherheit nicht das einzige, welches diese Tätergruppe seit Jahren umgesetzt hat.

Ein Geheimdienst würde zu keinem Zeitpunkt riskieren, das fertige Produkt, nämlich das Video, um 5 Mio. Euro oder einen anderen Betrag zu verkaufen.

Das Risiko, Spuren zu hinterlassen und dabei Fehler zu begehen, wäre viel zu groß. Auch die damit gleichzeitig vorgetragene Theorie, der Verkauf sei lediglich eine Ablenkung durch den Geheimdienst gewesen, ist nicht plausibel. Jede Form eines Verkaufs birgt das Risiko der Entdeckung der wahren Urheber. Ein Geheimdienst könnte ein derartiges Video-Projekt eher zur „stillen Erpressung“ verwenden oder zur völlig anonymen Veröffentlichung einsetzen.

Fünf Monate nach Erstveröffentlichung des Ibiza-Videos ist der Staatsanwaltsschaftsakt noch immer Verschlusssache. Zahlreiche Leser von EU-INFOTHEK fragen immer wieder, wie lang dieser Verschlussakt der Öffentlichkeit verborgen bleiben soll. Viele vermuten das Kalkül von im Hintergrund wirkenden Politmachthabern, die Aufklärung so lange hinauszögern, bis es zu einer Regierungsbildung mit den Grünen oder NEOS gekommen ist.

Zahlreiche Bürger vermuten auch, dass das Video, welches der Süddeutschen Zeitung vorliegt, ganz bewusst nicht beschlagnahmt wird, um belastende Szenen nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen zu müssen.

Solange diese Geheimhaltung aufrecht bleibt, müssen sich Politik und die zuständigen Behörden diese Vorwürfe gefallen lassen.

EU-INFOTHEK hat in den vergangenen Wochen intensiv recherchiert, darüber aber nicht berichtet. Eine sehr umfangreiche Strafanzeige mit schweren weiteren Deliktvorwürfen und Hinweise auf bisher nicht bekannte, glaubwürdige Zeugen ist das Resultat dieser Recherchen. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wird EU-INFOTHEK erst dann über diese neuen wichtigen Erkenntnisse berichten, wenn Fortschritte bei den Ermittlungen auch für die Bevölkerung sichtbar geworden sind.

Weiters weist EU-INFOTHEK auch darauf hin, dass die SOKO Ibiza – soweit man dies von außen beurteilen kann – sehr intensive, hochprofessionelle Arbeit leistet, allerdings von den Anweisungen und Beschlüssen der zuständigen Staatsanwaltschaften und Gerichte abhängig ist. Nur dann, wenn die große, neue Sachverhaltsdarstellung in angemessener Zeit keine erkennbaren Ergebnisse bringt, wird EU-INFOTHEK diese in vollem Wortlaut zu einem späteren Zeitpunkt online stellen.

Leserbrief

S.g. Hr. Prof. Schmidt,

ich habe diese EU-Infothek-Berichte mit den angeblich gefälschten emails der ÖVP durchgelesen, und mir ist dabei aufgefallen, dass offensichtlich..

  • die ÖVP schon von Anfang an vom Ibiza-Video wusste, weil es ihnen angeboten wurde. Es war auch seitens der Ibiza-Leute von Anfang an beabsichtigt, auch Kurz bzw. die ÖVP rein zu ziehen und maximal zu schaden
  • die email-Korrespondenz zwischen Blümel und Kurz tatsächlich danach so stattfand
  • die Daten auf dem Server der ÖVP-Zentrale tatsächlich in grossem Stil abgesaugt wurden, wobei die nämlichen Ibiza-Leute und bzw. auch Geheimdienste die Hand im Spiel hatten, und dass dieses Absaugen schon 2017 statt fand, und nicht erst vor kurzem, wie offiziell gesagt wurde
  • die ÖVP danach offensichtlich kontaktiert und erpresst wurde, wahrscheinlich sogar politisch(!)
  • man seitens der ÖVP sofort an das BKA um Hilfe herantrat, wobei man auf die Idee kam, „gefährliches“ email-Material, sollte es auftauchen, als „gefälscht“ zu deklarieren, und auch Gutachter und KnowHow dafür zu besorgen
  • die Erpresser davon Wind bekamen und den Coup mit diesem dubiosen Welser Sicherheits-Spezialisten zu landen, von dem man wusste dass er grosse Probleme hat, Geld braucht, krank ist, sich nicht wehren kann, und daher „ungefährlich“ ist. Der hat das Ganze nicht aus Jux und Tollerei selber erfunden und gefälscht, wie man glauben machen möchte… Der Zweck der Übung war, die ÖVP bzw. ex-BK Kurz zu einer Stellungnahme zu mehreren email-Kopien zu zwingen (von denen die Öffentlichkeit bis dahin nix wusste), wobei die Erpresser genau wissen, dass sie Kurz in der Hand haben: denn sagt er a) „die mails sind echt“ gibt er automatisch zu davon 2 Jahre lang gewusst zu haben, sagt er b) “ es handelt sich um Fälschungen“, so weiss er aber genau, dass man das Original-Material tatsächlich hat, und jederzeit damit kommen kann, (was auch geschehen wird sollte er sich „erfrechen“ wieder mit der FPÖ zu koalieren….) und somit weiterhin erpressbar bleibt…

Merken: Das sind aussergewöhnlich clevere und gefährliche Profis, mit denen man es da zu tun hat. Dagegen war ein Udo Proksch seinerzeit ein Waisenknabe.

So schauts aus in Österreich. Es hat sich 40 Jahre nichts geändert, im Gegenteil, es ist noch geworden…

Erich B.

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5 Kommentare

  1. Avatar

    Der Bürger fragt sich in diesen Stunden: Woher kommt dieser plötzliche Übereifer der Jus-Apparatschiks aus rot/schwarzem Milieu? Ich meine: Im Falle der kriminellen Hintermänner, welche rechtswidrig das Ibiza-Video angefertigt haben, gibt’s bis heute keine oder mit enormer Zeitverzögerung Einvernahmen und Hausdurchsuchungen. Da werden die Brandleger geschützt, aber als Ersatzhandlung durchsucht man die Brandopfer. Die Opfer werden verhöhnt, die klassische Täter- Opfer Umkehr. Da schläft die blinde Justitia offenbar tief und fest, da ist Recht und Gerechtigkeit abgeschafft, eine Schande für Österreich. Also um was geht es in Wahrheit: Die in sich zerstrittene und selbst im Korruptionssumpf versinkende Justiz macht unter den Augen einer unfähigen Regierung den nahestehenden Parteien die Räuberleiter und die Drecksarbeit im Wahlkampf. Wie schon vor der EU-Wahl wurde nun mit an den Haaren herbeigezogenen Spesen- Gerüchten vor der Nationalratswahl diskreditiert, vorverurteilt und verleumdet, nur ohne Video. Und am Ende wird man still und heimlich dem Handy eines ehemaligen Vizekanzlers und seiner Frau habhaft und sucht nach Zufallsfunden. In der Hoffnung, diesen Strache endlich zu vernichten. Einem am Boden liegenden Politiker noch nachzutreten, das empfindet der mündige Bürger als „charakterlos, ekelerregend!!“. Diese Vorgänge machen betroffen über alle Parteigrenzen hinweg, jetzt müsste es einen unüberhörbaren Aufschrei des BP. geben. Hier wird der Rechtsstaat mit Füßen getreten. Wahrlich: Ein Staat ohne Recht ist eine Diktatur!

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    …man fragt sich wirklich staunend, „was ist los in diesem Land“? Da wird vor 2 Jahren von einer kriminellen Organisation ein Video produziert, das Videomaterial wird dann entsprechend bearbeitet und der Öffentlichkeit bestimmte Sequenzen davon zu einem genehmen Zeitpunkt zugänglich gemacht. Da das Video offensichtlich manipuliert wurde, die Aussagen vermutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss getätigt wurden, ist es auch politisch und moralisch völlig irrelevant. Strafrechtlich gesehen hat es ohnehin keine Bedeutung. Trotzdem ist das Leben der beiden Hauptdarsteller zerstört. Die Medien stürzen sich ausschließlich auf Strache/Gudenus und die FPÖ. Die kriminelle Organisation dahinter – durch dieses Vorgehen wurden 2 Wahlen massiv beeinflusst, für die gewünschten Sequenzen wurden 600.000,- Euro bezahlt – wird zum Teil noch in den Himmel gelobt weil sie Österreich vor schlimmer Korruption bewahrt hat. Dem Anwalt und Komplizen wird genügend Zeit eingeräumt um alle Spuren zu beseitigen. Gerade dass man die gesamte kriminelle Organisation dahinter nicht für den Friedensnobelpreis nominiert. Die großen Medien im Land berichten stundenlang von jedem Furz der FPÖ, das Verbrechen dahinter scheint ihnen völlig egal zu sein. Stecken da etwa alle mit drin??? Man kann wirklich nur mehr staunen…

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      Danke der Eu-infothek für die hervorragende Arbeit, die die „größeren“ Medien nicht machen können/wollen. Eine Schande für den Journalismus und die Justiz in Österreich.

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    Es wäre auch nicht uninteressant ob und ggf. von wem die Einnahme von € 600.000,- versteuert wurde? Oder ist es so, daß Anwälte und Detektive hierzulande nicht steuerpflichtig sind. Im härtesten Falle sollte man – sofern die Finanz nichts von diesem „Einkommen“ weiß – diese davon unterrichten. Immerhin muss jeder Maronibrater Steuern zahlen, und diese Herren/Dame nicht?!

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    Wenn ich mich recht erinnere, hat IM Peschorn von Ibiza als einem der größten Kriminalfälle gesprochen, was im Grund die „Verschlußsache“ verständlich macht. Da heißt es nun mal: Abwarten.

    Unverständlich bleibt freilich, warum die (allerdings eher schwarze) Justiz sich derart viel Zeit ließ für die Durchsuchung bei dem Levantiner Anwalt. Für den sollte sich ja nicht nur die Justiz, sondern auch das Finanzamt interessieren, denn ob der andere Filme verkauft und dann versteuert hat, wäre zu hinterfragen.

    Ich habe ja die Theorie, daß mindestens zwei Ibiza Videos existieren: Eines, das besagter Antwalt zu verscherbeln versuchte, und das er wohl mit Hilfe des Detektiebs (wo kommt eigentlich dessen deutscher Nachname her? Angeheiratet? Kann eu-infothek da mehr informieren? ), der für die technische Seite zuständig war, sich verschafft hat. Ob der Detektieb wirklich Münzen bekommen hat? Ich bezweifle es (schließlich scheint er davor angesichts seines Penthouses materiell nicht in Nöten gewesen zu sein – und wenn er einer Balkangruppe angehört, wird die ihn wohl auch nicht verkommen lassen).

    Das andere Video scheint mir das zu sein, das SZ und Spiegel bekommen haben. Da glaube ich sogar, daß die nichts bezahlt haben, weil die Hintermänner die Veröffentlichung haben wollten/mußten – spätestens zum Termin der EU-Wahl. An sich profitiert(e) ja nur eine politische Bewegung in Österreich vom Video…

    Man kann nur hoffen, daß dieser Kriminalfall (Peschorn, s.o.) baldigst geklärt wird. Es geht ja auch um die politische Kultur und Moral in Österreich.

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