Montag, 3. August 2020
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EU-Projekt „GREENFOODS“ für Nahrungsmittel- und Getränkehersteller

Der Startschuss für ein neues EU-finanziertes Projekt für die europäische Lebensmittel- und Getränkebranche gefallen: Unternehmen der Branche, die ihre Energieeffizienz steigern und Kohlendioxidemissionen verringern wollen, können sich ab sofort für die Projektteilnahme anmelden. Ziel des Projektes, das insgesamt zweieinhalb Jahre laufen wird, ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Nahrungsmittel- und Getränkehersteller zu stärken, die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen und nachhaltige Produktion in Europa zu erhalten.

[[image1]]Das Projekt „GREENFOODS“ wendet sich vorwiegend an Molkereien, Bäckereien, Fleischereien, Unternehmen der Fischverarbeitung, Produzenten von Babynahrung, Getreideprodukten und Futtermitteln, sowie Brauereien und Fruchtsafthersteller.

200 Energieanalysen bei Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern

Den Betrieben wird ein Bündel an Maßnahmen geboten: Gleich zu Beginn werden in den teilnehmenden Ländern insgesamt 200 Energieanalysen bei Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern durchgeführt, die den Energiefluss in den Betrieben unter die Lupe nehmen. Für 20 dieser Betriebe, die noch einen Schritt weiter gehen wollen, werden detaillierte Umsetzungskonzepte erstellt. Fünf Betriebe werden dann bei der konkreten Umsetzung betreut. Die Projektpartner erwarten, dass durch das Projekt insgesamt rund 600 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden können. Basierend auf den Ergebnissen wird ein „GREENFOODS Branchenkonzept“ entwickelt, auch Fragen zu Finanzierungs- und Förderungsmodellen werden beleuchtet.

Das Thema Energieeffizienz steht für die österreichische Lebensmittel- und Getränkewirtschaft im Fokus. Die Getränkewirtschaft insbesondere leistet seit Jahren im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda ihren freiwilligen Beitrag zur aktiven Klimapolitik.

Projektpartner in Österreich sind neben der WKÖ das Institut für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC, Projektkoordination), Bongfish, die Österreichische Energieagentur und die TU Graz. Daneben arbeiten Organisationen aus Deutschland, Großbritannien, Polen und Spanien mit.
 

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