Sonntag, 21. April 2019
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Einführung der neuen Euro-Banknotenserie „Europa“

Der Countdown zur Ausgabe der neuen 5-EUR-Banknote der so genannten Europa-Serie, der zweiten Generation der Euro-Banknoten, am 2. Mai 2013 läuft. Im Vorfeld trafen internationale Expertinnen und Experten auf Einladung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) und der Europäischen Zentralbank (EZB) in Wien auf einer hochrangig besetzten Konferenz zusammen, um sich über die neue Euro-Banknotenserie und die damit verbundenen Vorbereitungen, Herausforderungen und Chancen auszutauschen.

[[image1]]“Auf dieser Konferenz werden wir die Bedeutung, die Bargeld in der Gesellschaft hat, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten“, meinte EZB-Direktor Benoît Coeuré zum Auftakt, „und die Entwicklung der Euro-Banknoten seit ihrer Einführung vor elf Jahren Revue passieren lassen. Die Bürgerinnen und Bürger des Euro-Währungsgebiets haben Vertrauen in den Euro; wir dürfen dieses Vertrauen aber nicht als selbstverständlich ansehen. Deshalb führen wir die Europa-Serie ein: um die Fälschungssicherheit zu erhöhen, neue technologische Erkenntnisse zu nutzen und das große Vertrauen der Bevölkerung in die Gemeinschaftswährung zu bewahren.“ Einer aktuellen EZB-Umfrage zufolge wissen im Vorfeld der Banknotenausgabe 51 % der Bevölkerung des Euroraums über die Europa-Serie Bescheid.

Massenproduktion, die wissenschaftliche Präzision voraussetzt

Wenn die europäische Bevölkerung am 2. Mai die erste neue Euro-Banknote in Händen halten wird, so wird dies den krönenden Höhepunkt eines Prozesses darstellen, der vor knapp neun Jahren – also bald nachdem die erste Generation der Euro-Banknoten in Umlauf gebracht worden war – seinen Anfang nahm. Während der Entwicklungsphase wurden eine große Anzahl möglicher Sicherheitsmerkmale analysiert, umfangreiche Tests zu Lebensdauer und Fälschungssicherheit durchgeführt und euroraumweit neue industrielle Herstellungsprozesse entwickelt. Die Herstellung von Banknoten ist „Massenproduktion, die wissenschaftliche Präzision voraussetzt“, bringt es Victoria Cleland, Leiterin der Banknotenabteilung der Bank of England auf den Punkt; sie präsentierte auf der Konferenz einen Erfahrungsbericht der britischen Notenbank über die Einführung einer neuen 50-Pfund-Banknote.

Die neue Europa-Serie des Euro zeigt im Wasserzeichen und im Hologramm ein Portrait der Europa, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie. Das Portrait stammt von einer im Louvre gezeigten, vor 2000 Jahren in Süditalien gefunden Vase. Dank innovativer Technologien wurden bei der Europa-Serie im Vergleich zur ersten, 2002 eingeführten Euro-Banknotenserie neue Sicherheitsmerkmale implementiert, wie z. B. die Smaragd-Zahl – eine glänzende 5, die beim Kippen ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau verändert.

Einzelheiten zur Europa-Serie finden sich unter www.neuesgesichtdeseuro.eu und www.ecb.europa.eu/euro.

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