
Einführung
Da die Inhalte der vorigen Teile – Teil 1), Teil 2) und Teil 3)[1] – bewusst eine Fülle einschlägiger Informationen über die konkrete Ausgestaltung des Partnerschaftsabkommens EU-Mercosur enthalten haben, verfügen die Leser nunmehr über eine nahezu konkurrenzlose Übersicht über das Zustandekommen und die inhaltliche Ausgestaltung dieses Abkommens.
Damit sind diese nunmehr in der Lage, sich selbst eine Meinung über die Sinnhaftigkeit des Abschlusses dieser umfassenden vertraglichen Übereinkunft zu bilden und sind nicht allein auf die überwiegend negativen Kommentare angewiesen, die das Partnerschaftsabkommen EU-Mercosur in Österreich beinahe ausschließlich begleiten.
EU-Partnerschaftsabkommen – Mythen und ihre Widerlegung
In der österreichischen Öffentlichkeit werden eine Reihe von Argumenten diskutiert, die vor allem von Vertretern der Landwirtschaft gegen den Abschluss des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommen intensiv vorgetragen werden. Resümiert man diese Fülle, dann bleiben vor allem folgende vier Mythen in Erinnerung[2]:
a) Billiges Rindfleisch wird den heimischen Markt überfluten;
b) Qualitativ minderwertiges Hormonfleisch wird auf den österreichischen Markt gelangen;
c) Die Rinderzucht wird im Mercosur massiv ausgeweitet und
d) Der Regenwald wird endgültig abgeholzt.
Dazu ist Folgendes zu bemerken:
Ad a) Konkret wurden für Rindfleisch zwei Quoten – eine für frisches Rindfleisch (55%) und eine für gefrorenes Rindfleisch (45%) – in einer Gesamthöhe von 99.000 Tonnen für alle vier Mercosur-Staaten, mit einem Zoll von 7,5%, vereinbart. Sobald diese Quoten ausgeschöpft sind, unterliegt jeder weitere Import dem höheren Drittlandzoll der EU. Diese Quoten entsprechen nur etwas mehr als 1% der in Europa pro Jahr verzehrten 8 Mio. Tonnen Rindfleisch. Bricht man die Menge an zusätzlichem Rindfleisch pro EU-Bürger auf Österreich herunter, dann sprechen wir von lediglich 221g pro Kopf (!) – also im Jahr allenfalls ein einziges normales Steak! Von einer „Überflutung“ des heimischen Marktes durch billiges Rindfleisch aus dem Mercosur kann daher keine Rede sein (sic).
Ad b) Gem. Art. 6.6 des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommens sind die sanitären und phytosanitären EU-Standards für Fleisch und andere Lebensmittel auch auf Importe aus den Mercosur-Staaten anzuwenden.[3] Dementsprechend müssen alle Lebensmittel, die in die EU importiert werden, den strengen Lebensmittelsicherheitsstandards der EU entsprechen, was bedeutet, dass vor allem kein Hormonrindfleisch in den Binnenmarkt gelangen darf. Verpflichtende Kontrollen durch Grenztierärzte – samt Veterinärdokumente über die Zulassung zur Einfuhr – haben das abzusichern. Daneben betrifft die besondere Überwachung aber auch Einfuhren von Geflügel, Reis, Honig, Eiern, Knoblauch, Ethanol, Zitrusfrüchten und Zucker. Alle sechs Monate ist ein Bericht über die Auswirkungen der Importe vorzulegen.
Sollte es diesbezüglich aber zu Übertretungen kommen, müsste eben entsprechend „nachgeschärft“ werden. Diesbezüglich kam es vor Kurzem bereits zu einer einschlägigen Reaktion der EU. Ein aus Experten der EU-Mitgliedstaaten bestehender EU-Ausschuss stimmte am 11. Mai 2026 einstimmig für ein Importverbot für brasilianisches Fleisch, und zwar ab dem 3. September 2026. Der Grund dafür sei der Einsatz von antimikrobiellen Substanzen bzw. Antibiotika und Hormone (Östradiol) zur Wachstumsförderung der Tiere.[4]
Es handelt sich dabei aber nicht um ein pauschales „Verbot brasilianischer Steaks“, sondern nur um die Eliminierung Brasiliens von einer Zulassungsliste für Exporte tierischer Produkte in die EU, solange die EU-Anforderungen bezüglich antimikrobieller Substanzen und Antibiotika nicht nachgewiesen werden. Die Sprecherin der Kommission, Eva Hrncirova, bestätigte diesen Beschluss und erwähnte dabei, dass sich dieser beispielsweise auf Rindfleisch, Pferdefleisch, Geflügel, Eier, Aquakulturprodukte, Honig und Tierhäute bezieht.[5]
Als weltweit größter Exporteur von tierischen Proteinen und wichtigster Lieferant von Agrarprodukten für die EU[6] erklärte sich die brasilianische Regierung über diese Entscheidung überrascht und versprach, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um diese rückgängig zu machen.[7]
Ad c) Die Ausweitung der Rinderzucht in den vier Mercosur-Staaten würde sich nicht automatisch auf den Import von Rindfleisch in die EU auswirken, da ja diesbezüglich, wie vorstehend erwähnt, eine Quotenregelung besteht. So ist im Mercosur-Abkommen ein Zollsatz von 7,5% für eine Gesamtmenge an Rindfleisch von 99.000 t vorgesehen. Dies wären nur 1,5% der gesamten EU-Rindfleischproduktion und ungefähr ein Drittel der Einfuhren (347.000 t) im Jahr 2024.[8]
Ad d) Neben der vertraglichen Verankerung des Pariser Klimaschutzübereinkommens (2015) ist im „Nachhaltigkeitskapitel“ des EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommen[9] auch noch die Verpflichtung zu nachhaltiger Waldbewirtschaftung und der Kampf gegen Entwaldung iSd EU-Entwaldungs-Verordnung (EUDR)[10] vorgesehen.
Wie diesbezüglich aus einem am 27. Mai 2026 veröffentlichten Bericht des Überwachungsnetzwerkes „Map Biomas“ hervorgeht, ist die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet 2025 auf den niedrigsten Stand seit 2019 gesunken. Die heimische Vegetation ging um 985.000 Hektar zurück, dies entsprach 20,6 Prozent weniger als 2024. Damit liegt die Abholzungsfläche erstmals unter einer Mio. Hektar.[11]
Aufgrund mangelnder Detailkenntnisse der österreichischen Öffentlichkeit und massiver Befürchtungen durch die österreichischen Agrarverbände sind diese Erkenntnisse aber nicht entsprechend zur Kenntnis genommen worden.
Ebenso wenig wurde die Öffentlichkeit über die enormen wirtschaftlichen Vorteile des EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommens für die österreichische Wirtschaft im Allgemeinen aufgeklärt.[12] Dementsprechend überwiegt in Österreich die ablehnende Haltung gegenüber dem Abschluss des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommens in einer überaus starken Form, wie nachstehend detailliert dargestellt werden soll.
Skepsis in Österreich
Um die ablehnende Haltung in Österreich nach ihren jeweiligen Vertretern aufzudifferenzieren, sollen nachstehend die wichtigsten Gegner des Mercosur-Abkommens erwähnt und deren Bedenken kurz dargestellt werden.
(a) Am 25. Juni 2025 richteten Vertreter der Organisationen GLOBAL 2000, Greenpeace Österreich, Attac Österreich, Fridays for Future und Allianz für Klimagerechtigkeit[13] ein Schreiben an BK Stocker und die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung, in dem sie darauf hinwiesen, dass das EU-Mercosur–Abkommen den Handel mit Pestiziden, Verbrennern und Billigfleisch fördert und damit die Artenvielfalt, das Klima, die Landwirte und die Gesundheit der Menschen gefährdet;
(b) Greenpeace Österreich verweist dabei vor allem auf Glyphosat: während Österreich den Einsatz dieses Unkrautvernichtungsmittels bereits 2019 verboten hat, steht dieses im Mercosur in intensiver Verwendung. So ist in Argentinien mit sechs Kilogramm Glyphosat pro Einwohner die Exposition von Glyphosat am höchsten, gefolgt von Brasilien mit drei Kilogramm.[14] Eine Studie der Universität São Paulo belegt, dass 30% der 2017 in Brasilien zugelassenen Pestizidwirkstoffe in der EU verboten oder nicht zugelassen sind;[15]
(c) Auch „Das Wissenschaftsnetz DISKURS“[16] weist auf eine Reihe kritischer Elemente in der Handelspolitik des Abkommens hin und empfiehlt der österreichischen Regierung von der Ablehnung des Abkommens, „die ihr vom Parlament auferlegt wurde, nicht abzuweichen“;[17]
(d) Der ÖGB befürchtet negative Folgen für den europäischen Arbeitsmarkt. In der gesamten EU könnten durch das Abkommen bis zu 120.000, in Österreich bis zu 1.200 Arbeitsplätze verloren gehen;[18]
(e) Laut Bauernbund und Österreichischer Landwirtschaftskammer wären bei Tierwohl und Umweltschutz europäische Standards gefährdet und große Mengen an Billig-Fleisch würden den europäischen Markt überschwemmen und heimische Betriebe unter massiven Preisdruck setzen;[19]
(f) Die AK Wien sieht eine Gefährdung der Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in den Mercosur-Staaten, wie zB in Brasilien, wo die Gesundheit der Arbeiter*innen durch den massiven Einsatz von schädlichen Pestiziden gefährdet ist. Zudem herrschen dort „zum Teil sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse“;[20]
(g) Attac Österreich wiederum weist darauf hin, dass das Verhandlungsmandat für das Abkommen aus dem Jahr 1999 stammt, einer Zeit, in der Klimakrise, Artensterben, soziale Ungleichheit und planetare Grenzen politisch kaum beachtet wurden. Der Vertrag verfestigt daher ein überholtes, neoliberales Handelsmodell, das Umweltzerstörung, Ausbeutung indigener Gemeinschaften und Ungleichheit verschärft.[21] In einer eigenen Zusammenstellung listet Attac Österreich „7 Gründe gegen das Mercosur-Abkommen“ auf und verweist auf eine Umfrage, gemäß derer rund 90% der Österreicher*innen besorgt über die negativen Auswirkungen des EU-Mercosur-Abkommens sind – „und das zurecht“.[22]
(h) Bauernbund-Präsident Georg Strasser weist auf den bereits erwähnten negativen Beschluss des Nationalrates vom 18. September 2019 hin[23] und betont vor allem, dass „unsere bäuerlichen Betriebe nicht unter ungleichem Wettbewerb leiden dürfen“. Es ist darüber hinaus „inakzeptabel, dass die Europäische Kommission das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern abschließen will, obwohl es deutlichen Widerstand mehrerer EU-Mitgliedstaaten gibt“ [24].
(i) Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) spricht sich gegen das Mercosur-Abkommen aus und weist ebenfalls auf den negativen Beschluss des Nationalrates vom 18. September 2019 hin[25].
Weitere skeptische bzw. negative Stellungnahmen
Ganz allgemein wird der Abschluss des EU-Mercosur–Abkommens aus einer Reihe von Gründen hinterfragt bzw. ganz abgelehnt. Dabei werden eine Reihe unterschiedlicher Gründe angegeben, die für ihre Relevanz und Nachvollziehbarkeit kurz dargestellt werden sollen:
(a) Seit drei Jahrzehnten sprechen sich Europas Landwirte und Umweltschützer gegen ein Abkommen mit dem Mercosur aus und erklären vor allem, dass die verhandelten Schutzklauseln nicht reichen, um ihre Klientel vor dem dadurch verursachten unfairen Wettbewerb zu schützen;
(b) Die europäische Agrarlobby COPA-COGECA, die nach eigenen Angaben über 22 Mio. europäischer Landwirte repräsentiert, bekräftigte am 6. Dezember 2024 ihre Ablehnung und fürchtet, dass die EU-Mitgliedstaaten nun mit billigem und unter EU-Standards verarbeitetem Fleisch aus dem Mercosur überschwemmt werden.[26]
(c) Am 9. November 2020 veröffentlichten 192 Ökonomen aus 25 Ländern – darunter 15 österreichische Ökonomen – einen offenen Brief zu den wirtschaftspolitischen Auswirkungen des EU-Mercosur–Abkommens, mit dem sie zu einer kritischen Bewertung des Abkommens beitragen wollen. Sie setzen sich damit bewusst in Gegensatz zur nachhaltigen Folgenabschätzung („Sustainable Impact Assessment“-SIA) für den Handelsteil des EU-Mercosur–Assoziationsabkommens, wie diese von Forschern der London School of Economics (LSE) durchgeführt und im Juli 2020 veröffentlicht wurde;[27]
(d) Greenpeace wiederum befürchtet, dass in ökologischer Hinsicht viele Mercosur-Produkte zu Umweltzerstörung, Klimakrise und Artensterben beitragen würden. Daneben würden große natürliche Waldflächen für Rinderzucht und Futtermittelanbau gerodet werden;[28]
(e) Das Europäische Parlament machte am 7. Oktober 2020 durch eine eigene Entschließung deutlich, dass es das EU-MERCOSUR–Freihandelsabkommen in seiner jetzigen Fassung (noch) nicht für annahmefähig hält.[29]
(f) Interessanter Weise erhoben auch brasilianische Staatsanwälte Klage für ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, der im August 2018 auch stattgegeben wurde. Bereits im September desselben Jahres wurde die Entscheidung von einem Berufungsgericht allerdings wieder aufgehoben. Am 25. Mai 2026 reichten brasilianische Staatsanwälte erneut Klage gegen die Gesundheitsbehörde Anvisa und die Regierung in Rio de Janeiro ein, um ein vollständiges Verbot der Anwendung von Glyphosat zu erzwingen.[30]
Neben diesen individuellen Kritiken, die von politisch exponierten physischen und juristischen Personen geäußert wurden, wurden aber auch parlamentarische Gremien mit dieser grundlegenden Problematik befasst und zu einer entsprechenden Stellungnahme veranlasst.
Österreichischer Nationalrat
Neben den, bereits in Teil 3) angeführten Anträgen von Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf Überprüfung des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommens durch den Gerichtshof der EU, kam es auch im österreichischen Nationalrat zu entsprechenden Anträgen von Abgeordneten politischer Parteien.
Am 22. Jänner 2020 brachten der Abg. zum NR Herbert Kickl, Kolleginnen und Kollegen den Antrag 214/A(E) betreffend ein Nein zum Mercosur-Abkommen im Nationalrat ein, der vom Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft aber abgelehnt wurde. Der parallel dazu von der Abg. Olga Voglauer, Freundinnen und Freunde am 13. Mai 2025 eingebrachte selbständige Entschließungsantrag betreffend „Nein zu Mercosur!“[31] wurde hingegen mit Stimmenmehrheit angenommen.[32]
Die Regierungsfraktionen von ÖVP, SPÖ und NEOS lehnten am 20. Oktober 2025 im Nationalrat einen Antrag der Grünen auf rechtliche Überprüfung des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommens beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) ab.[33] Dabei hätte der EuGH vor allem prüfen sollen, ob das „Splitting“ des Partnerschaftsabkommens EU-rechtlich zulässig war oder nicht.[34]
Positive Stellungnahmen
(a) Die Europäische Kommission weist in einem Factsheet[35] detailliert auf die enormen Vorteile des EU-Mercosur–Abkommens hin. Im Jahr 2021 veröffentlichte die Kommission eine Nachhaltigkeitsprüfung zu den potenziellen wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und menschenrechtlichen Auswirkungen des Handelsteils des Abkommens. Dem Bericht zufolge wird sich das Abkommen positiv auf die Volkswirtschaften sowohl der EU als auch der Mercosur-Länder auswirken, die Löhne erhöhen und zur Verringerung der Ungleichheit beitragen. Gleichzeit wären die Auswirkungen auf sensible Agrar- und Lebensmittelsektoren in der EU begrenzt.[36]
(b) Dementsprechend erklärte die Kommissions-Präsidentin von der Leyen, anlässlich der Unterzeichnung des EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommens am 17. Jänner 2026, dass es sich dabei um „eine ganz klare Win-Win-Situation“ handelt;[37]
(c) Für Europa ist es womöglich die letzte Chance, in Lateinamerika noch einmal richtig Fuß zu fassen. Während sich die EU ein Vierteljahrhundert Zeit gelassen hat, hat zB China Fakten geschaffen und Europa bereits 2018 als wichtigsten Handelspartner der Mercosur-Staaten überholt. Der chinesische Anteil am Außenhandel der Mercosur-Staaten nahm von 2% (2001) auf 23,5% (2024) zu, während Europas Anteil im selben Zeitraum von 31% auf 13,3% sank.[38]
(d) Im Handel mit den Mercosur-Staaten verzeichnen österreichische Unternehmen einen klaren Überschuss: 2023 standen Exporten in Höhe von 1.272 Mio. Euro Importe im Wert von 560 Mio. Euro gegenüber;[39]
(e) Präsident Georg Knill von der Industriellenvereinigung (IV) sieht im gegenständlichen Abkommen einen „historischen Schritt für die heimische exportorientierte Industrie“. Dementsprechend fordert der Verantwortliche für Internationale Beziehungen, Igor Sekardi, vehement eine Zustimmung ein, indem er feststellt: „Alles andere als eine Zustimmung Österreichs sei ein „Schnitt ins eigene Fleisch“[40].
(f) Auch WIFO-Chef Gabriel Felbermayr verwies auf die ökonomischen Vorteile des Abkommens und führte dazu aus: „Es ist wichtig, dass sich Österreich hier nicht querlegt und dem Mercosur-Abkommen zustimmt“.[41]
(g) Der GS der WKO, Karlheinz Kopf, wiederum erklärte, dass das Abkommen beiden Seiten „weitreichende Vorteile“ bringe.[42]
(h) Der EU-ÖVP-Mandatar Reinhold Lopatka weist darauf hin, „dass wir schon jetzt mehr in die Mercosur-Staaten als in die USA exportieren (…) Die Welt hat sich geändert, aber auch das FHA hat sich verändert“.[43]
(i) Am 16. Dezember 2025 sprach sich der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig dezidiert für den Abschluss des Partnerschaftsabkommens aus und wies dabei darauf hin, dass das Abkommen durch eine intensive Überarbeitung den Umweltstandards und den Rechten der Arbeitnehmer*innen bereits Rechnung trägt, ebenso wie auch durch Schutzmaßnahmen gegen überraschenden Preisverfall.[44]
(j) Der jetzige Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, Martin Kocher, macht sich ebenfalls stark dafür, dass auch Österreich das Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, weil wir es uns als „kleines, exportorientiertes Land eigentlich nicht leisten können, auf eine solche Chance zu verzichten“.[45]
(k) Die frühere Außenministerin und EU-Außen- und Handelskommissarin Benita Ferrero-Waldner weist im speziellen darauf hin, dass das Partnerschaftsabkommen ua für jene 1.110 österreichischen Betriebe, die bereits in den Mercosur liefern – zwei Drittel davon sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – zahlreiche neue Chancen bringen würde.[46]
(l) Die WKO weist vor allem darauf hin, dass durch das Abkommen Zölle im Mercosur auf 91% der Waren vollständig abgeschafft werden, was eine Zollersparnis von 88 Mio. Euro pro Jahr für Exporte aus Österreich bedeuten würde. Auch würden in Österreich 32.000 Arbeitsplätze gesichert, die von Exporten in den Mercosur abhängen.[47] Insgesamt sind 1.400 heimische Betriebe in den vier Mercosur-Ländern aktiv, mehr als 260 haben dort auch Niederlassungen oder Produktionsstätten.[48]
(m) In einem Leitartikel in „Die Presse“ wird die fehlende Zustimmung Österreichs zum Partnerschaftsabkommen EU-Mercosur als „eigentlich ein Skandal“ bezeichnet.[49]
(n) Gem. Art. 6.6 des Partnerschaftsabkommens sind die sanitären und phytosanitären EU-Standards für Fleisch und andere Lebensmittel auch auf Importe aus den Mercosur-Staaten anzuwenden.[50]
(o) Die EU verfügt über einige der weltweit strengsten Vorschriften für Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit, die nicht verhandelbar sind und dementsprechend auch für den Mercosur gelten.[51] 13 österreichische Erzeugnisse mit traditionellen „geografischen Angaben“, wie zB. Vorarlberger Bergkäse, Tiroler Speck, Steirisches Kürbiskernöl, uam. werden durch das Partnerschaftsabkommen mit dem Mercosur geschützt.
(p) Kommissar Olivér Várhelyi schlug diesbezüglich am 9. Dezember 2025 ua die Einrichtung einer speziellen EU-Taskforce zur Verbesserung der Effizienz der Einfuhrkontrollen – die sich insbesondere auf Pestizidrückstände, die Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit und den Tierschutz konzentrieren soll – vor.[52]
Relevanz des EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommens für Österreich
Da das EU-Mercosur–Partnerschaftsabkommen vorsieht, die Zölle im Mercosur auf 91% aller Waren vollständig abzuschaffen, würde das für österreichische Exporteure eine geschätzte Entlastung von rund 88 Mio. Euro pro Jahr bedeuten. Im Bereich der Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse betrugen die Zölle zuvor bis zu 55 %.
Der Mercosur-Block liegt als Exportdestination österreichischer Produkte auf Platz 24.
Österreich verzeichnet im Warenhandel seit Jahren einen deutlichen Handelsüberschuss mit den vier Mercosur-Staaten: 2024 standen Warenimporten in Höhe von 530 Mio. Euro Warenexporte in Höhe von 1,29 Mrd. Euro gegenüber. [53] Die wichtigsten Sektoren waren dabei Arzneimittel, Chemikalien, Messgeräte, Stahlprodukte, Maschinen und Elektrogeräte, Softdrinks, Papierwaren etc.[54] Dabei entfällt von den vier Mercosur-Staaten ein Großteil auf Brasilien: österreichische Exporte 1,06 Mrd. Euro, österreichische Importe 355 Mio. Euro.
Im Dienstleistungsbereich betrugen die österreichischen Dienstleistungsexporte in den Mercosur 2023 134 Mio. Euro, während sich die Dienstleistungsimporte auf 315 Mio. Euro beliefen. 32.000 Arbeitsplätze hängen in Österreich von Exporten in den Mercosur ab und 240 Unternehmen aus Österreich sind bereits heute im Mercosur aktiv. Österreichische Direktinvestitionen in Brasilien und Argentinien betrugen 2024 zusammengerechnet 2,0 Mrd. Euro und die brasilianischen und argentinischen Direktinvestitionen in Österreich beliefen sich auf 2,3 Mrd. Euro.
Mehr als 1.400 österreichische Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen mit den vier Mercosur-Staaten – mit mehr als 260 dortigen Niederlassungen. Aktuell sichern EU-Exporte in den Mercosur in Österreich 32.000 Arbeitsplätze.[55] Von den 1.110 Unternehmen aus Österreich, die nach Argentinien und Brasilien Waren und Dienstleistungen im Wert von über 1 Mrd. Euro exportieren, sind 67 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Erwähnenswert ist auch noch der Umstand, dass die vier Staaten des Mercosur überwiegend Rohstoffe, wie Metalle und seltene Erden, liefern, die für die Energiewende von besonderer Bedeutung sind.
Resumen
Da mit 1. Mai 2026 das EU-Mercosur-Interimshandelsabkommen bereits vorläufig in Kraft getreten ist, ist es höchst an der Zeit, der österreichischen Öffentlichkeit die Vor- und Nachteile dieser Abkommen der EU mit den vier Mercosur-Mitgliedstaaten in aller Kürze darzustellen, so wie sie in der einschlägigen Literatur angeführt werden.
Fasst man die vorstehenden Pro- und Kontra-Argumente[56] kurz zusammen, dann ergibt sich folgendes Bild:
a) Positive Bewertung: Das EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommen schafft einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von über 700 Mio. Personen, die größte wirtschaftliche Präferenzzone, die weltweit existiert. Europäische Unternehmen erhielten dadurch einen präferentiellen Zugang zu einem Markt mit über 260 Mio. Menschen. Als Konsequenz davon erwartet die Kommission langfristig einen Anstieg des EU-BIP um über 77 Mrd. Euro, bis zu 50 Mrd. Euro zusätzliche jährliche Exporte sowie die Unterstützung von bis zu 600.000 Arbeitsplätzen in Europa. Europäische Unternehmen sparen laut Kommission dadurch jährlich mehr als 4 Mrd. Euro an Zöllen. Die EU stärkt damit ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Südamerika und reduziert ihre Abhängigkeit von anderen Großmächten, wie China oder den USA. Damit erhalten auch Unternehmen in der EU besseren Zugang zu staatlichen Ausschreibungen in den vier Mercosur-Staaten, insbesondere im großen brasilianischen Markt.
Empfindliche Bereiche bleiben klar kontingentiert und an EU-Standards für Lebensmittelsicherheit, Tier- und Pflanzengesundheit gebunden. Für die EU ist das Mercosur-Abkommen, 26 Jahre nach dem Verhandlungsstart, daher kein „Nice-to-have“ sondern ein „Must-have“.[57]
b) Negative Bewertung: Die negative Bewertung des Handelsdeals der EU mit den Mercosur-Mitgliedstaaten fußt zum einen auf demokratiepolitischen und zum anderen auf handfesten unternehmerischen Befürchtungen im Bereich des Agrarsektors und des Umweltschutzes. Dazu kommen noch ökologische
Demokratiepolitisch zeigt das Mercosur-Abkommen massive Defizite der europäischen Handelspolitik auf, da das Handelsabkommen am 1. Mai 2026 von der Kommission vorläufig in Kraft gesetzt wurde, ohne dass nationale Parlamente oder das EU-Parlament darüber abgestimmt haben. Zudem wurde bisher noch kein Abkommen gegen so viele EU-Mitgliedstaaten, die sich dagegen aussprachen, durchgesetzt: Österreich, Frankreich, Polen, Belgien und Irland stimmten erfolglos dagegen, und das, obwohl das Verhandlungsmandat an sich dafür Einstimmigkeit vorgesehen hatte. Die EU-Kommission reagierte darauf aber mit einem „Verfahrenstrick“ und änderte den Abstimmungsmodus auf eine Mehrheitsentscheidung um, indem sie das Abkommen „splittete“, dh in zwei Teile aufteilte.[58] Obwohl das EU-Parlament im Jänner 2026 den Gerichtshof (EuGH) mit dem Antrag befasste, das Handelsabkommen, und das damit verbundene Vorgehen der Kommission – vor allem das „splitting“ – auf seine Rechtmäßigkeit zu prüfen, wartete die Kommission das Ergehen des Urteils nicht ab, sondern veranlasste gerade dessen vorläufige Anwendung.
Was die konkreten unternehmerischen Befürchtungen betrifft, so wird das Mercosur-Abkommen die österreichische Landwirtschaft unter Druck setzen, da europäische Standards bei Tierwohl und Umweltschutz gefährdet wären und große Mengen an Billigfleisch den heimischen Markt überschwemmen und die landwirtschaftlichen Betriebe unter massiven Preisdruck setzen würden.[59]
Aus ökologischer Sicht würden viele Produkte zu Umweltzerstörung, Klimakrise und Artensterben beitragen. Es würden auch große Flächen für Rinderzucht und Futtermittelanbau gerodet werden.[60] Neben den Gefahren für bäuerliche Strukturen werden damit negative Auswirkungen auf die Umwelt kritisiert.[61]
[1] Hummer, W. Das „Partnerschaftsabkommen“ der EU mit dem Mercosur (Teil 1), EU-Infothek, vom 29. Juni 2026; Hummer, W. Das „Freihandelsabkommen“ der EFTA mit dem Mercosur (Teil 2), EU-Infothek, vom 30. Juni 2026; Hummer, W. Aktuelle Rechtsfragen der beiden Abkommen (Teil 3), EU-Infothek , vom 1. Juli 2026
[2] WKO, Handelsabkommen EU – MERCOSUR. Neue Chancen für Österreich, September 2025, S. 3; Österreichisches Parlament, Parlamentsdirektion/Dossier EU & Internationales zum Thema Mercosur und die Europäische Union, Parlamentsdirektion, Dienst 6, vom 29. April 2025, S. 14 f.
[3] Vgl. Grimm, O. Kein Hormon-Fleisch durch den Mercosur-Deal, Die Presse, vom 12. Dezember 2024, S. 7.
[4] Werden wir mit “Hormon-Fleisch” aus Brasilien vergiftet?, exxpress.at, vom 18. Mai 2026.
[5] Corlin, P. EU to ban Brazilian meat imports from September, euronews.com, vom 12. Mai 2026.
[6] Die EU-Mitgliedstaaten waren im Jahr 2025, nach den USA und China, die drittgrößten Zielländer für brasilianisches Rindfleisch; Brasilien sagt, die EU habe Maßnahmen ergriffen, um seine Tierproduktexporte ab September zu blockieren, apnews.com, vom 13. Mai 2026.
[7] Teles, I. – Payne, J. Brasilien wehrt sich gegen EU-Maßnahmen zur Blockierung von Tierproduktlieferungen, Reuters.com, vom 12. Mai 2026.
[8] Mercosur: Eine Gefahr für deutsche Rindermäster?, top-Analyse vom 19. Mai 2026; https://www.topagrar.com/markt/news/mercosur-eine-gefahr-fur-deutsche-rindermaster-20025573.html
[9] Barbieri Advogados, Mercosur-EU-Abkommen 2026: Rechtliche Analyse, Ratifizierung und Auswirkungen für Unternehmen, Kap. Nachhaltigkeit und regulatorische Compliance, vom 1. 12. 2025; https://barbieriadvogados.com/brasilianische-regierung-rechnet-mit-der-unterzeichnung-des-eu-mercosur-abkommens-am-20-dezember/
[10] Verordnung (EU) 2023/1115 des EP und des Rates vom 31. Mai 2023; ABl. L 150 vom 9. 6. 2023, S. 206 ff.; Leitlinien der Kommission über entwaldungsfreie Erzeugnisse; ABl. C/2025/4524 vom 2. 8. 2025; Kommission veröffentlicht Überprüfung der Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung, Pressemitteilung, vom 4. 5. 2026; vgl. Wojcikiewicz Almeida, P. – Ralile de Figueiredo Magalhaes, G. – Cunha Vollers, L. – Furtado de Melo, V. The Normative and Regulatory Challenges for the Implementation of the European Deforestation-Free Regulation in Third Affected Countries. A Brasilian Case Study (2025).
[11] MapBiomas Alerta realiza webinários estaduais para discutir resultados do RAD2025; https://brasil.mapbiomas.org/en/; Weniger Bäume im Amazonas-Gebiet gefällt, Der Standard, vom 28. Mai 2026, S. 14; Weniger Abholzung des Regenwaldes, Kronen-Zeitung, vom 28. Mai 2026, S. 8.
[12] Vgl. Bank Austria (ed.), Impact of the EU-Mercosur Agreement on Austria’s economy, September 2025.
[13] Anna Leitner, Sebastian Theissnig-Matei, Max Hollweg, Emma Reynolds und Martin Krenn.
[14] Brand, U. – Fischer, K. – Novy, A., Diskurs. Das Wissenschaftsnetz, EU-Mercosur-Abkommen – wissenschaftliche Evidenzen, dass Freihandel ökologisch und sozial nicht nachhaltig ist, Presseaussendung des DISKURS, vom 19. August 2020, S. 1.
[15] Mies Bombardi, L. A Geography of Agrotoxins use in Brazil and its Relations to the European Union (2019), S. 34; https://www.livrosabertos.sibi.usp.br/portaldelivrosUSP/catalog/book/352.
[16] https://www.diskurs-wissenschaftsnetz.at/ueber-diskurs/
[17] Brand/Fischer/Novy, Diskurs. Das Wissenschaftsnetz, EU-Mercosur-Abkommen – wissenschaftliche Evidenzen, dass Freihandel ökologisch und sozial nicht nachhaltig ist (Fn. 14).
[18] ÖGB. ÖGB-Pfister: „Österreich muss bei Mercosur die Stopp-Taste drücken“, vom 6. Dezember 2024.
[19] Bauernbund: Klares Nein zum Abschluss des Mercosur-Abkommens, vom 5. Dezember 2024; https://bauernbund.at/Bauernbund-Klares-Nein-zu-Abschluss-des-Mercosur-Abkommens
[20] AK Wien, EU-Mercosur-Abkommen auf Kosten von Arbeitnehmer*innen, März 2021.
[21] Attac Österreich, EU-Mercosur-Pakt vor der Tür: Proteste in Wien und europaweit, vom 24. Juni 2025, S. 2.
[22] https://www.attac.at/kampagnen/konzernabkommen-stoppen/eu-mercosur/7-gruende-gegen-das-eu-mercosur-abkommen
[23] Siehe Teil 1).
[24] https://bauernbund.at/Bauernbund-Klares-Nein-zu-Abschluss-des-Mercosur-Abkommens
[25] Danzer, A. Was das Mercosur-Abkommen bringt, Der Standard, vom 5. September 2025, S. 10.
[26] Widerstand gegen Mercosur programmiert, vom 6. 12. 2024, S. 1; https://orf.at/stories/3378157/
[27] https://www.diskurs-wissenschaftsnetz.at/ob-mercosur/
[28] Greenpeace, EU-Mercosur: Der umstrittene Freihandelspakt einfach erklärt.
[29] EP, Entschließung 2019/2197(INI) vom 7. Oktober 2020 zur Umsetzung der gemeinsamen Handelspolitik – Jahresbericht 2018 (P9_TA(2020)0252), Punkt 36; ABl. 2021, C 395, S. 14 ff.
[30] Presseschau: Brasilianische Staatsanwälte klagen auf Verbot des Herbizids in Brasilien, Redaktion Table, vom 26. Mai 2026; Glyphosat: Staatsanwälte klagen auf Verbot des Herbizids in Brasilien, Handelsblatt.com vom 25. 05. 2026.
[31] 264/A(E) XXVIII.GP.
[32] 638 der Beilagen zu den Stenographischen Protokollen des NR XXVII.GP.
[33] EU-Mercosur: Regierungsfraktionen verweigern rechtliche Prüfung, Attac News, vom 21. Oktober 2025.
[34] Siehe Teil 3).
[35] EP, Factsheet: EU-Mercosur-Partnerschaftsabkommen – Eröffnung zahlreicher Chancen für die Menschen in Österreich; https://policy.trade.ec.europa.eu/eu-trade-relationships-country-and-region/countries-and-regions/mercosur/eu-mercosur-agreement/factsheet-eu…
[36] Europäische Kommission, Fragen und Antworten zum Partnerschaftsabkommen EU-Mercosur, vom 3. September 2025, S. 12; https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/qanda_24_6245
[37] Europäische Kommission: Erklärung, STATEMENT/26/142 vom 17. Januar 2026.
[38] Auer, M. „Braucht ein Machtwort für Mercosur“, Die Presse, vom 3. Dezember 2025, S. 15.
[39] Vgl. vorstehend für das Jahr 2024.
[40] Böhm, W. Vor Mercosur-Entscheidung, Die Presse, vom 25. November 2025, S. 5.
[41] Felbermayr, G. Österreich sollte Mercosur-Deal zustimmen, Der Standard, vom 16. Dezember 2025, S. 23; Auer, „Braucht ein Machtwort für Mercosur“ (Fn. 38).
[42] https://orf.at/stories/3378157/
[43] Mladenova, P. EU will Bauern mit Milliarden besänftigen, Kronen-Zeitung vom 8. Jänner 2026, S. 3.
[44] Preusser, A. Ludwig für Mercosur – und gegen die Parteilinie, Kurier vom 18. Dezember 2025, S. 5.
[45] Höller, J. Der Gouverneur prescht vor, Kronen Zeitung vom 31. Dezember 2025, S. 33; OeNB-Gouverneur fordert Umdenken zu Mercosur, Die Presse vom 30. Dezember 2025, S. 10.
[46] Ferrero-Waldner, B. Österreich und Mercosur: Zeit für einen Kurswechsel, Die Presse vom 8. Jänner 2026, S. 22.
[47] https://www.wko.at/oe/oesterreich/eu-mercosur-factsheet
[48] WKÖ-Kopf: Abschluss von EU-Mercosur-Abkommen bietet historische Chance, vom 6. 12. 2024.
[49] Zirm, J. Der österreichische Mercosur-Holzweg, Die Presse, vom 18. Dezember 2025, S. 1.
[50] Vgl. Grimm, O. Kein Hormon-Fleisch durch den Mercosur-Deal, Die Presse, vom 12. Dezember 2024, S. 7.
[51] Europäische Kommission, Kommission kündigt verstärkte Kontrollen von in die EU eingeführten Erzeugnissen an, 9. Dezember 2025 (IP/25/2979).
[52] Europäische Kommission, Kommission kündigt verstärkte Kontrollen von in die EU eingeführten Erzeugnissen an (Fn. 51).
[53] WKÖ-Danninger: Ja zum EU-Mercosur-Abkommen bringt wichtigen Fortschritt für Wachstum und Jobs in Österreich; https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260109_OTS0083/wkoe-danninger-ja-zum-eu-mercosur-abkommen-bringt-wichtigen-fortschritt-fuer…
[54] WKO, Handelsabkommen EU-MERCOSUR. Neue Chancen für Österreich, S. 2.
[55] IV-Standpunkt, Das Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Mercosur, September 2025, S. 5 f.
[56] Vgl. WKO, Handelsabkommen EU – MERCOSUR. Neue Chancen für Österreich, September 2025, S. 3; Österreichisches Parlament/Parlamentsdirektion, Dossier EU & Internationales zum Thema Mercosur und die Europäische Union (Fn. 2), S. 13 f.
[57] Warum gerade Österreich mehr Freihandel und Mercosur braucht, lab.neos.eu/blog, vom 22. September 2025.
[58] Kofler, T. Die Demokratie bleibt außen vor, Der Standard, vom 29. April 2026, S. 27.
[59] Bauernbund, Bauernbund: Klares Nein zu Abschluss des Mercosur-Abkommens (Fn. 19).
[60] Greenpeace. EU-Mercosur: Der umstrittene Freihandelspakt einfach erklärt.
[61] El Salto. La UE y Mercosur firman el polémico tratado al que se oponen las organizaciones ecologistas, vom 6. Dezember 2024.
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