Freitag, 30. September 2022
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EU-Projekte fördern die Innovation im Schulunterricht

Das EU-Programm Comenius hat eine Reihe von Aktivitäten von Schulpartnerschaften über Lehrkräfteausbildung bis zum eTwinning-Schulnetzwerk gefördert. Comenius ist Teil des Programms für lebenslanges Lernen, das ab Januar 2014 durch „Erasmus für alle“ ersetzt wird.

[[image1]]Jährlich werden im Rahmen von Comenius etwa 13 Mio. EUR für Hochschulen, Einrichtungen für die Lehrkräfteausbildung, NRO und Schulen bereitgestellt, um die Entwicklung neuer Lehrmethoden und -materialien zu unterstützen.

„Wir möchten den Schulen helfen, ihre Schülerinnen und Schüler mit dem Wissen, den Qualifikationen und dem Selbstvertrauen auszustatten, das sie brauchen, um ihr Potenzial voll zu entfalten“, sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend. „Der Mehrwert dieser europäischen Initiative besteht darin, dass sie Lehrkräfte und Schulen mit unterschiedlichen Konzepten und Erfahrungen konfrontiert, was zu mehr innovativen Lösungen für den Unterricht führt.“

Die am häufigsten genannten Vorteilen sind die Möglichkeit neue Verbindungen und Synergien aufzubauen, und zwar sowohl innerhalb ihrer Einrichtung als auch mit anderen Organisationen.

Projektbeispiele

An dem DICE-Projekt nahmen 12 Länder teil (Niederlande, Norwegen, Palästina, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Serbien, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und UK). Der Schwerpunkt lag auf den positiven Effekten der Theaterpädagogik auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Gemeinnützige Einrichtungen und Hochschulen aus den teilnehmenden Ländern recherchierten gemeinsam. Die Partner kamen aus den Bereichen Theaterpädagogik und Kunst, Psychologie und Soziologie. Die EU stellte über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg 282 000 EUR zur Kofinanzierung des Projekts zur Verfügung.

Für das Projekt Naturbild entwickelten Hochschulen und Einrichtungen für die Lehrkräfteausbildung aus sechs Ländern (Bulgarien, Deutschland, Österreich, Rumänien, die Slowakei und Ungarn) eine neue Unterrichtstrategie, um Kinder beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu unterstützen. Das Konsortium erstellte Videoanalysen von Kindern beim Spiel und im Unterricht und nutzte diese zur Fortbildung von Lehrkräften in spezialisierten Workshops. Das Projekt wurde von der EU mit 298 000 EUR über zwei Jahre unterstützt.

Comenius und eTwinning

Das Comenius-Programm steht Schulen, Lehrkräften und Bildungseinrichtungen aus den 27 EU-Mitgliedstaaten, Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und der Türkei offen. Einige Teile des Programms sind auch für Organisationen aus der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und Serbien zugänglich.

Die Aktion „eTwinning“ wurde 2005 ins Leben gerufen und steht heute für eine wachsende Gemeinschaft von Schulen in ganz Europa. 200.000 Lehrkräfte und mehr als 100.000 Schulen aus 33 europäischen Ländern (27 EU-Mitgliedstaaten, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, Kroatien, Norwegen, Schweiz und Türkei) sind dem Netzwerk beigetreten und nutzen die kostenlose und sichere Plattform für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften oder gemeinsame Bildungsprojekte. Das eTwinning-Portal steht in 25 Sprachen zur Verfügung. Im Rahmen der im März 2013 angelaufenen Initiative „eTwinning Plus“ haben sich ausgewählte Schulen in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und der Ukraine der eTwinning-Gemeinschaft angeschlossen.

Wer war Comenius?

Seinen NAmen verdankt das EU-Programm Comenius dem tschechischen Schriftsteller und Wissenschaftler Johann Amos Comenius (1592-1670)t, der als Vater der universalen Bildung auf der Grundlage der Gleichberechtigung aller Kinder gilt.

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