Sonntag, 17. November 2019
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Umweltpolitik: Investitionen in grüne Infrastruktur

Die Europäische Kommission hat heute eine neue Strategie angenommen, die die Nutzung von grüner Infrastruktur fördern und sicherstellen soll, dass die Stärkung natürlicher Prozesse zu einem systematischen Bestandteil der Raumplanung wird. Grüne Infrastruktur ist ein bewährtes Instrument, das durch Rückgriff auf die Natur ökologische, wirtschaft­liche und soziale Nutzen erbringt.

[[image1]]Statt des Baus von Infrastruktur zum Hochwasserschutz könnte eine auf grüner Infrastruktur basierende Lösung beispielsweise darin bestehen, dafür zu sorgen, dass bei schweren Regenfällen das überschüssige Wasser von einem natürlichen Feuchtgebiet aufgenommen werden kann.

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik: „Die Schaffung von grüner Infrastruktur ist häufig eine gute Investition für Natur, Wachstum und Beschäftigung. Wir sollten der Gesellschaft, wo dies wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll ist, Lösungen anbieten, die, statt der Natur zu schaden, mit dieser zusammenwirken.“

Grüne Infrastruktur bringt auch sozialen Nutzen

Grüne Infrastruktur ist häufig kostengünstiger und dauerhafter als durch konventionellen Hoch- und Tiefbau geschaffene Alternativen. Parks mit großer biologischer Vielfalt, Grünflächen und Frischluftkorridore können beispielsweise die negativen Folgen sommerlicher Hitzewellen verringern. Neben den Vorteilen für die Gesundheit und die Umwelt erbringt grüne Infrastruktur auch vielfachen sozialen Nutzen, schafft Arbeitsplätze und macht die Städte zu attraktiveren Lebens- und Arbeitsstätten. Und sie ermöglicht es wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, selbst in Städten zu gedeihen.

Die heute eingeleitete Strategie umfasst folgende Schwerpunkte:

– Förderung grüner Infrastruktur in den wesentlichen Politikbereichen wie Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Gewässer-, Meeres-, Fischerei-, Regional- und Kohäsionspolitik, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, Verkehrs- und Energiepolitik, Katastrophenschutz und Landnutzung. Bis Ende 2013 wird die Kommission Leitlinien ausarbeiten, um zu zeigen, wie grüne Infrastruktur in die Durchführung dieser Politiken im Zeitraum 2014-2020 einbezogen werden kann.

– Verbesserung der Forschung, der Daten- und Wissensgrundlage und Förderung innovativer Technologien, die grüne Infrastruktur begünstigen.

– Verbesserung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln für grüne Infrastrukturprojekte – die Kommission wird gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank bis 2014 eine Fazilität der EU zur Unterstützung grüner Infrastrukturprojekte errichten.

– Förderung grüner Infrastrukturprojekte auf EU-Ebene – die Kommission wird bis Ende 2015 in einer Studie die Möglichkeiten für die Entwicklung eines EU-weiten Netzes grüner Infrastruktur prüfen.
 

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