Mittwoch, 11. Dezember 2019
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Investitions- und Wachstumspläne 2014-2020: EU-Gebiete in äußerster Randlage

Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik, erhält heute die strategischen Wachstumspläne für die acht europäischen Regionen in äußerster Randlage. Der Kommissar ist für die Koordinierung der EU-Politik für diese Regionen zuständig und wird die Aktionspläne mit den Präsidenten und Vizepräsidenten der Azoren, der Kanarischen Inseln, von Guadeloupe, Französisch-Guayana, Madeira, Martinique, Réunion und Saint Martin in Brüssel erörtern.

[[image1]]Dies ist das erste Mal, dass die Regionen in äußerster Randlage aufgefordert wurden, eine eigene Strategie vorzulegen, in der sie nicht nur erläutern, wie sie die EU-Strukturfonds optimal nutzen wollen, sondern auch, wie ihrer Meinung nach andere EU-Strategien ihre Entwicklung unterstützen können. In diesen Plänen halten sie fest, welche Besonderheiten und Stärken sie nutzen möchten, um ihre Wirtschaft zu diversifizieren und zu modernisieren.

Im Vorfeld der heutigen Gespräche erklärte EU-Kommissar Hahn: „Diese neuen Strategien sind wichtige Instrumente, damit die EU-Regionen in äußerster Randlage ihre Stärken ausspielen und so ihre Wirtschaft ankurbeln können. Die geografische Lage ist natürlich eine große Herausforderung für diese Regionen. Sie verfügen aber auch über einzigartige Vorteile. In ihren Aktionsplänen legen sie dar, wie sie diese Vorteile mit Hilfe der gesamten Bandbreite an EU-Instrumenten optimal nutzen wollen. Diese Pläne spielen eine wichtige Rolle für die Programmierung der EU-Mittel für den nächsten Finanzierungszeitraum, die mit der Kommission und den relevanten Mitgliedstaaten erstellt wird.“

Regionen in äußerster Randlage sollen stärker von der EU-Politik profitieren

Die Strategien sind Instrumente für den Zeitraum 2014-2020: Es geht nicht nur um die Nutzung der Strukturfonds, sondern auch um die Frage, wie die Regionen in äußerster Randlage stärker von der EU-Politik profitieren können. In den Strategien sind die Schritte festgelegt, die jede Region individuell setzen muss, um die „Europa 2020“-Wachstumsziele zu erreichen, Themen wie die Jugendarbeitslosigkeit in Angriff zu nehmen und die lokale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. An der heute stattfindenden Veranstaltung nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Direktionen der Europäischen Kommission aus den Bereichen Meerespolitik, Beschäftigung, Landwirtschaft, Verkehr, Handel, Entwicklung und Binnenmarkt teil.

Die Aktionspläne umfassen u. a. folgende Hauptthemen:
• Besserer Zugang zum EU-Binnenmarkt – Schwerpunkte: Verkehrsnetze, Personenmobilität, maritime Dimension und Infrastrukturbedarf;

• Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Modernisierung und Diversifizierung der Wirtschaft – Schwerpunkte: Landwirtschaft, Forschung und Innovation sowie Tourismus;

• Bessere regionale, geografische Integration;

• Soziale Entwicklung – Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung von Fähigkeiten und Qualifikationen mit einem klaren Fokus auf Jugend, Bildung und Beschäftigung;

• Berücksichtigung von Klimaschutzaspekten in allen Politikbereichen.

 

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