Sonntag, 22. April 2018
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Charlotte Geiger: Keine implizite Staatsgarantie mehr für ‚systemrelevante‘ Banken

Charlotte Geiger von Finance Watch fordert im Interview mit EU-Infothek eine Trennung der normalen Geschäftstätigkeit von Banken und der spekulativen Handelsaktivitäten, die das Bankensystem in seiner Gesamtheit gefährden.

[[image1]]Vor zwei Jahren wurde die Organisation „Finance Watch“ als zivilgesellschaftlicher Gegenpol zur mächtigen Brüsseler Bankenlobby ins Leben gerufen. Charlotte Geiger, Kommunikationsreferentin der Organisation, erklärt, warum die geplante Bankenunion nach Ansicht von Finance Watch keine Lösung für das Problem der ‚systemrelevanten‘ Großbanken sein kann. Die aktuell diskutierte Bankenstrukturreform soll auch das Problem der impliziten Staatsgarantien beseitigen, von dem die systemrelevanten (‚too big to fail‘) Banken profitieren, und das den Wettbewerb verzerrt.

Geiger bewertet die Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels zur Bankenunion und erklärt, ob man jetzt guten Gewissens ausschließen kann, dass bei Bankenrettungen in der Zukunft die Steuerzahler wieder bluten müssen oder dass sich ein Fall Zypern wiederholt. Sie beantwortet auch die Frage, ob die europäische Bankenunion dazu führen wird, dass die Banken sich wieder verstärkt auf die Erfüllung ihrer Kernaufgaben konzentrieren.

Ein weiteres Thema ist das heftige Lobbying der Banken- und Finanzbranche gegen die Finanztransaktionssteuer und das Gegenlobbying von Finanz Watch und seiner Mitgliederorganisationen.

Über TERZIOGLU, Tansel

TERZIOGLU, Tansel
Tansel Terzioglu ist seit 1996 als freier Journalist in Brüssel tätig (mit einer Unterbrechung von vier Jahren als Pressesprecher im Europäischen Parlament). Er hat in dieser Zeit zahlreiche Beiträge u.a. für Profil, Kurier, Österreich, Der Falter, EU-Reporter und Aachener Nachrichten verfasst. Der Österreicher türkischer Herkunft hat in Innsbruck Politikwissenschaft studiert.

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