Montag, 24. Juni 2019
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Zypern: Bessere Kontrolle der Troika gefordert

Zypern gehörte zu den wichtigsten Themen während einer Facebook-Diskussion zwischen der Vorsitzenden des EP-Wirtschaftsausschusses Sharon Bowles (GB, ALDE) und interessierten Bürgern. Besorgt zeigte sich Bowles vor allem über die Vorbildfunktion, die das zyprische Rettungspaket für den Umgang mit kleineren EU-Staaten haben könnte. Wichtig sei deshalb eine bessere Kontrolle der Rettungsmaßnahmen durch das Europaparlament.

[[image1]]“Es gibt begründete Sorgen und eine Tendenz, dass EU-Staaten mehr [Gelder] beitragen müssen, anstatt sie aus dem ESM zu nehmen“, antwortete Bowles Bürgern während eines Online-Chats auf der Facebook-Seite des Europäischen Parlaments.

Im Kampf gegen die Eurokrise habe der Wirtschaftsausschuss vor kurzem zwei wichtige Gesetzesvorschläge verabschiedete, sagte Bowles. „Neben der Richtlinie zum Eigenkapital von Banken ist das vor allem der Gemeinschaftliche Bankenaufsichtsmechanismus, der die EZB [Europäische Zentralbank] zur Bankenaufsicht für die Eurozone macht und den weg ebnet für eine EU-Bankenunion.“

Länder, die Beitrittskriterien erfüllen, wollen rasch beitreten

Gefragt wurde auch, ob es derzeit ratsam wäre neue Länder in die Eurozone aufzunehmen oder ein Ende der Krise abzuwarten: „Ich kann mir vorstellen, dass angesichts des Trends hin zu einer Bankenunion, Länder, die die Beitrittskriterien erfüllen, rasch beitreten wollen. Gleichzeitig ist es aber wichtig, dass die Bevölkerung solche einen Schritt unterstützt“, sagte Bowles.

Gefragt nach dem EU-Haushalt sagte Bowles, dass sich Sparmaßnahmen und ein höherer EU-Haushalt nicht ausschließen müssten. „Wenn der EU-Haushalt einen Mehrwert schafft, dann macht es Sinn, auf europäischer Ebene zu investieren „, erklärte sie.
 

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