Sonntag, 16. Dezember 2018
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Vorbote Franken-Crash: „Rette sich wer kann!“

Weil die Europäische Zentralbank (EZB) dem Irrglauben einer Deflation verfallen ist, druckt sie immer noch mehr Geld. Dabei investieren viele wegen der EZB nicht mehr: Sie ängstigen sich vor den wankenden Finanztürmen.

Die Freigabe des Frankenkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Aktien in Zürich um 14% crashen und die Währung um 20% explodieren lassen. Das sind Vorboten für das von der EZB angekündigte „Quantitative Easing“. Dem Ankauf von Euro-Anleihen durch die EZB.

Weil die Europäische Zentralbank (EZB) dem Irrglauben einer Deflation verfallen ist, druckt sie immer noch mehr Geld. Dabei investieren viele wegen der EZB nicht mehr: Sie ängstigen sich vor den wankenden Finanztürmen.

Die Freigabe des Frankenkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat die Aktien in Zürich um 14% crashen und die Währung um 20% explodieren lassen. Das sind Vorboten für das von der EZB angekündigte „Quantitative Easing“. Dem Ankauf von Euro-Anleihen durch die EZB.

Finanz-Tsunami Franken

Selbst als George Soros 1992 das überbewertete Pfund spektakulär knackte, sackte dieses nur um 3% ab; innerhalb des nächsten Jahres dann um 15%. Der Franken schlug heute schon nach 30 Minuten zeitweise um über 30% aus. Die Bilanzsummer der SNB beträgt mit 525 Milliarden Franken heute 85% des Schweizer BIPs – 25% sind noch gesund.

Euro-Kurs geprügelt

Schon jetzt hat die Flutung der Welt mit immer noch mehr druckfrischen Euro-Geldnoten durch die EZB in Frankfurt den Euro-Kurs mit 1,1575 USD auf das tiefste Niveau seit 2003 hinuntergeprügelt. Weil der Finanzwelt das immer mulmiger wurde, flüchtete man in den Ankauf Schweizerischer Staatsanleihen – obwohl man dafür sogar Zinsen bezahlen muss (statt welche zu kassieren)! Mit dem Erfolg, dass die Schweizertische Nationalbank die Untergrenze zum Euro von 1,20 nach drei Jahren seit heute Mittag nicht mehr verteidigen kann.

1920er-Jahre: Falsche Diagnose

Der Hauptirrtum liegt in der Fehldeutung der sinkenden Preise als Nachfragerückgang und als Auftakt einer Deflationsspirale. Dabei ist die Euro-Kerninflation nach Abzug der gesunkenen Energiepreise mit +0,8% deutlich positiv. Dass die Geschäftsbanken auf immer noch mehr liquiden Mitteln sitzen, deuten die Währungshüter als „Kreditklemme“ und verschenken deshalb immer noch mehr Geld an Banken. Wo es ungenutzt liegen bleibt und Blasen (Aktien, Immobilien, Währungen) bildet.
Wenn Geld-Druck-Befürworter wie Benoît Coeuré die Deutschen im EZB-Rat Mitte Mai überstimmt haben werden, fluten weitere 1.000 Milliarden Euro mittels „Quantitative Easings“ den Kontinent. Und löschen den Brand mit Benzin. Mit sehr, sehr viel Benzin.

Rette sich wer kann!

Dabei ist die niedrige Inflation eine gute: Sie kommt durch die sinkenden Ölpreise zustande und sorgt für einen Wachstumsschub von 0,8%. Die Firmen fragen auch nur deshalb weniger Kredite nach, weil sie im reformunwilligen Europa seit Jahrzehnten nicht mehr an Reformen glauben (einzig Deutschland hat seinen Arbeitsmarkt 2006 reformiert – und wächst deshalb als einziger).
Wer etwas von Geld versteht, investiert nicht nur nicht – er hat sein Bargeld längst in Betongold umgewandelt oder steckt es in echte Währungen. Etwa wie dem Franken. Denn im Euro-Land der wankenden Finanztürme heißt es nur mehr „Rette sich wer kann!“

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