Dienstag, 22. Januar 2019
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Von Griechen und Siechen

Wie saniert man einen Pleite-Staat? Ganz einfach! So wie auch eine Firma saniert wird: Kosten runter, Umsätze und Gewinne rauf. Klingt locker, ist aber das schwierigste wirtschaftliche Manöver überhaupt, mit hohem Stolperpotential.

Thema Griechenland: Da fehlt doch der zweite Teil, oder? Umsatz und Gewinne rauf, kein Wort zu hören. Das kann nur die Pleite werden, wenn der wichtigste Teil der Sanierung fehlt. Wo sind die wirtschaftliche Konzepte, die Unterstützungen für neue Geschäftsfelder, und, und…?
Unsere von wirtschaftlichen Belangen nicht belasteten Leichtgewichtpolitiker denken nicht einmal über dieses Thema nach oder lassen es zumindest von Fachleuten diskutieren. Wären die Politiker Unternehmer, müssten sie mit jeder Zahnbürste für ihre Leichtsinnigkeit haften, zivil- und strafrechtlich. Dann würden sie ein bisschen länger nachdenken oder rasch abdanken und den Job Experten überlassen.
Weshalb halten Frankreichs Banken die höchsten Griechenland Anleihen? Sehr wahrscheinlich lief jahrzehntelang das Game so: Frankreich liefert Waffen, die Griechenland nicht braucht und zahlt einigen politischen Korruptionisten Millionen an Schmiergeld.

Die Griechen wiederum zahlen mit Staatsanleihen, welche die französischen Banken kaufen. Jetzt haben sie die wertlosen Papiere im Safe und rufen den europäischen Steuerzahler um Hilfe an, weil diese „unvermeidlich“ ist. Bravo. Und alle machen mit!

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