Mittwoch, 16. Oktober 2019
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Statistik weist auf schleichende Islamisierung Österreichs hin

 

In den letzten 50 Jahren ist der Anteil des Islamgläubigen in Österreich um das 30-fache (!) gestiegen. Das sind Fakten, die die kritische Einstellung der Bevölkerung begreiflich machen.

In den letzten Tagen hat eine Studie des Chatham-House in London, das ist ein sehr angesehener „Think Tank“, der sich mit internationalen Entwicklungen beschäftigt, für Aufmerksamkeit gesorgt. Demnach würden sich 55 Prozent der Bürger in Europa einen Migrationsstopp für Muslime wünschen. In Österreich sind es sogar 69 Prozent. Nur 20 Prozent finden die Zuwanderung eine „kulturelle Bereicherung“ und bejahen diese. Es ist sicher zu einfach, das kritische Empfinden nur auf die Terroranschläge islamistischer Terroristen zurückzuführen, die mittlerweile Europa erschüttern. Das Straßenbild in den Städten widerspiegelt eine Entwicklung, die durch die Statistik erhärtet wird. Tendenz: Eine nicht zu leugnende schleichende Islamisierung der Gesellschaft.

Islam ist in Österreich seit 1912 anerkannte Religion

In Österreich gilt der Islam seit dem Jahre 1912 als eine anerkannte Religionsgemeinschaft – und hatte daher immer Vorbildfunktion in Europa in Bezug auf eine Gleichstellung der Religionsgemeinschaften und einen ausgewogenen Dialog zwischen den Glaubensgemeinschaften. Begründet war dies vor 105 Jahren dadurch, dass Bosnien-Herzegowina von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie annektiert wurde. Noch bei der Volkszählung im Jahre 1971 wurden in Österreich gerade einmal 23.000 Islamgläubige gezählt, was damals einen Anteil von bloß 0,3 Prozent an der Bevölkerung ausmachte.

Rasanter Zuwachs seit den 1970er Jahren

In weiterer Folge begann aber eine rasante Zunahme. Zunächst bedingt durch die Zuwanderung türkischer Gastarbeiter sowie der Flüchtlingsbewegung aus Bosnien im Zuge der Kampfhandlungen während des Balkankriegs. Bis zur Volkszählung 1991 schnellte die Zahl der Muslime auf 158.776, ein Anteil von zwei Prozent an der Gesamtbevölkerung. Innerhalb der folgenden 10 Jahre verdoppelte sich deren Anteil noch, sodass man 2001 bereits 338.998 Anhänger und Anhängerinnen der Lehre Mohammed in der Alpenrepublik zählte, die somit vier Prozent der Bevölkerung stellten. Innerhalb der Muslime unterscheidet man übrigens zwischen fünf verschiedenen Gruppen, die vom „Fundamentalisten“ bis zum „Geburtsschein-Muslim“ reichen. 14,1 Prozent gelten nach einer jüngsten Studie als streng religiös und fast gleich viele, nämlich 14,8 Prozent fühlen sich an die Vorschriften des Koran nicht gebunden. Für ein gutes Viertel gehören aber die Wallfahrt nach Mekka, die Einhaltung des Ramadan und das fünfmalige, tägliche Gebet zur kulturellen Identität.

Acht Prozent der Bevölkerung verehren Mohammed

Aktuell gibt es zum Religionsbekenntnis keine hundertprozentig verlässlichen Daten, weil seither bei Volkszählungen nicht mehr nach dem Religionsbekenntnis gefragt wird. Nach einer Erhebung des Integrationsfonds wird die derzeitige Zahl muslimischer Glaubensbrüder und –schwestern bereits auf 700.000 geschätzt. Das heißt, sie stellen damit bereits 8 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Christgläubigen (Katholiken, Protestanten und Orthodoxe) seit 1971 von 93,4 auf 62,2 Prozent gesunken, jene der Konfessionslosen von 4,3 auf 26,9 Prozent angestiegen.

Weltweit wächst Christentum am stärksten

Die Entwicklung in Österreich läuft allerdings nicht parallel zur weltweiten Situation. Laut einer Studie des Research Centers aus dem Jahr 2015 ist nämlich nicht der Islam, sondern das Christentum mit rund 2,28 Milliarden Anhängern die größte Weltreligion und es ist vor allem die römisch-katholische Kirche, die den stärksten Zulauf erfährt. Von Südamerika über Afrika bis nach Asien. Und das, obwohl ihre Gläubigen zurzeit am meisten unter Verfolgungen und Unterdrückung leiden. Zum Vergleich: Rund 1,75 Milliarden Anhänger zählt der Islam, 1,01 Milliarden der Hinduismus sowie 0,5 Milliarden der Buddhismus. Etwa 1,17 Milliarden Menschen gelten als konfessionslos. Und dabei fällt vor allem auf, dass in Europa, dem so genannten christlichen Abendland, die Zahl der Konfessionslosen seit den 1970er Jahren im Steigen begriffen war. Mit dem Effekt, dass die so genannte „Alte Welt“ im Vergleich zum Rest der Welt zu einem säkularisierten Kontinent geworden ist.

Islam als „gefühlte Bedrohung“

Die Stimmungslage in der Öffentlichkeit ist angesichts der Datenlage nicht wegzudiskutieren. Die Politik hat hier Handlungsbedarf. Dazu liefert auch eine IMAS-Umfrage interessante Beweise. So stellt die gesamte Entwicklung des Islams in Österreich für die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung derzeit eine „gefühlte“ Bedrohung dar. Die Frage „Halten Sie die Behauptung, dass der Islam eine Bedrohung für den Westen und unsere gewohnte Lebensweise darstellt für richtig oder falsch“, wurde von 54 Prozent bejaht und nur von 19 Prozent als falsch bezeichnet.

Unvereinbarkeit von Orient und Abendland

Zusätzlich zur Tatsache, dass die Österreicher in einem Verhältnis von 2:1 den Islam als Bedrohung für Ihre Lebensweise halten, liefert eine weitere Untersuchung noch weitere interessante Einschätzungen. So glauben nur 11 Prozent, dass der Islam mit den westlichen Vorstellungen von Demokratie, Freiheit und Toleranz vereinbar ist, während 71 Prozent der Auffassung sind, dass eine Unvereinbarkeit gegeben ist. Die Konsequenz dieser Einstellungen ist eindeutig: 80 Prozent, also vier von fünf Österreicherinnen und Österreichern sind der Meinung, dass „Österreich ein christliches Land ist und es auch bleiben sollte“. Das wird allerdings auch erfordern, dass sich einerseits die christlichen Kirchen um den Kontakt zur Bevölkerung bemühen und andererseits eine intensivere Beschäftigung in der Öffentlichkeit mit Glaubens- und Wertefragen stattfindet.

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