Leserbriefe
Information und Kommunikation sind das Salz unserer Gesellschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts. Information und Kommunikation sind allerdings keine Einbahnstraße. Das Wissen um das aktuelle Geschehen, um die Hintergründe, die zu Entscheidungen und Ereignissen geführt haben, verlangt das Hinterfragen, das Feed back. So wird Information und Kommunikation erst lebendig, führt zu einem Auf- und verhindert ein Zudecken.
Wir haben daher eine eigene Plattform für die User der "EU-Infothek" eingerichtet, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Geschehnisse zu kommentieren, auf interessante Themen und spezielle Probleme aufmerksam zu machen. Und wir werden, wenn dies angebracht und notwendig erscheint, auch jene in der EU-Kommission, in den EU-Institutionen, im EU-Parlament, die von in den Leserbriefen angeschnittenen Anliegen oder Vorhalten unmittelbar betroffen sind, die herausgefordert sind, Stellung zu beziehen, von denen eine Problemlösung erwartet wird, damit konfrontieren.
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Das Barroso Zitat "Europe is non-empirial Empire" finde ich genial. Darum geht's, das muss die Maxime der EU sein, was der Kommissionspräsident hier formuliert hat.
Das Paradaxon der EU
Es geht nicht um den Europäischen Superstaat, das ist eine rein institutionelle Frage, über die wir uns zu sehr in den letzten Jahren unterhalten haben. ""Wir müssen", wie das Othmar Karas einmal formuliert hat, "die Vereinigten Staaten von Europa denken und danach handeln".
Wenn wir als europäischer Block agieren wollen, dann ist die Frage ob intergouvernemental oder supranational sekundär. Wollen wir als Europa ein global leadership? Wollen wir Verantwortung übernehmen und die globalisierte, multilaterale Welt mitgestalten? Dann können wir uns intern streiten, was zum Dialog und Kompromiss führt, aber müssen nach außen als Block agieren.
Ich sage daher, wir brauchen nicht den Europäischen Superstaat, aber wir müssen als Kontinent Verantwortung in der Welt übernehmen, und dafür brauchen wir ein starkes Europa um gehört zu werden.
Als friedensorientierte, nicht imperialistische Weltmacht hat Europa als einziger Kontinent Glaubwürdigkeit. Diese haben weder die USA, noch andere Staatenbünde. In unseren Gesellschaften ist die Geschichte, so verankert wie nirgends. Das wirkt auf Kultur und Sicherheitsbewusstsein. So haben z.B. die USA seit dem Bürgerkrieg im 19. Jht. keinen Krieg mehr auf eigenem Boden erlebt. Wir schon, und das ist fest in der Mentalität unserer Gesellschaften verankert - selbst bei der Jugend - das steckt in uns drinnen.
Wenn man sich von außen betrachtet, dann lernt man sich selbst besser kennen. Südamerikaner unterscheiden z.B. nicht zwischen Deutschland oder Frankreich, für die sind wir die "Europäer, von Übersee". Jeder potentielle Staatenbund orientiert sich an der EU und will in eine ähnliche Richtung gehen (ASEAN, African Union, etc.). Nur wir selbst sind ultra-kritisch. Prof. Siegbert Alber, ehem. Generalanwalt am EuGH, hat einmal sinngemäß gesagt: "Das Paradoxon der EU ist, dass jene Staaten, die bereits dabei sind, die EU kritisieren und teilweise sogar an einen Austritt denken, trotzdem aber wollen immer mehr Staaten dazukommen, die noch nicht dabei sind".












Bunter Ärger – Unterberger
Andreas Unterberger europäisiert
Die Schnelligkeit, nicht die Instanzenzahl macht die Qualität einer Justiz