Sonntag, 18. November 2018

Wochensplitter

Die Woche im word rap als Spiegelbild der Krise auf allen Ebenen. 

Beamte drohen mit Kampfmaßnahmen, weil ihnen 2,5 Prozent Gehaltserhöhung zu wenig sind. Nulllohnrunde nein danke, da ist Neugebauer vor. Dagegen stiegen 2010 die Vorstandsgehälter in Österreich um 13,2 Prozent. Die Wirtschaftsuniversität Wien erzwingt ihr Budget durch eine Klage gegen die Republik.

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Schuldenbremse: Endlich kommen die Prasser und Steuergeldverschwender vor den Vorhang!

Staunen ohne Ende: Es kracht in Ungarn, Portugal, Griechenland, es ächzt in Italien, Frankreich, aber uns geht's gut!

Schuldenbremse? Nein, keinesfalls.

Gut so, endlich werden sie sichtbar, kommen vor den Vorhang. Die gestrigen Politiker, Funktionäre, gelehrte Wissenschaftler mit einem groben Sprachfehler: Sie können bei Schulden nicht nein sagen.

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Haare färben erst ab 16

Kein Haarefärben unter 16 – eine neue EU-Richtlinie hat nun die Köpfe der Jugend im Visier, oder zumindest das, was sie schmückt. Bestimmte Haarfärbemittel sollen laut Bundesinnung der Friseure nicht mehr an Unter-16-Jährige verkauft werden dürfen, um allergische Reaktionen zu vermeiden. In etwa einem Jahr soll das Verbot auch per Verordnung festgeschrieben werden. „Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt“. Mit diesem Warnhinweis müssen Haarfarben mit bestimmten Inhaltsstoffen bis spätestens 31. Oktober 2012 gekennzeichnet sein.

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Entweder es ändern sich rasch und nachhaltig die Staatsbudgets oder die politischen Gesichter!

In Abwandlung des Zitates von Friedrich Karl Flick sollte die politische herrschende Kaste verstehen: "Es ist das Staats-, Landes-, Gemeindedefizit, endlich kapiert?"

Es bleibt der Nomenklatura wenig Zeit, klüger zu werden und das Ruder herumzuwerfen. Frank Stronach verkündet in Graz: „Wir brauchen eine Revolution des Denkens.“ und ruft die denkende Jugend zum demokratischen Widerstand auf … bevor es zu spät ist.

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Europa – ein Ort der Verzweiflung?

Die Entwicklungen rund um die Finanz- und Wirtschaftskrise um den Euro und die Griechenlanddiskussion erzeugen ein Gefühl der Verzweiflung und der Perspektivenlosigkeit. Dass die Situation schwierig ist, bestreitet niemand, wohl aber darf gesagt werden, dass diese Entwicklung schlicht und einfach zur Klärung führt. Es ist kein Fehler, wenn die Griechen sich nun entscheiden würden, ob sie die Maßnahmen wollen und in Kauf nehmen, allenfalls nicht mehr der Eurozone oder sogar der EU anzugehören.

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Dichter Nebel um den Hebel

Politiker und Wirtschaftsexperten versuchen seit Wochen, dem Durchschnittsbürger den Hebel zu erklären, mit dem der Euro-Rettungsschirm EFSF auf das Fünffache seines eigentlichen Volumens aufgeblasen werden soll, weil die paar hundert Milliarden Euro, die aufgebracht wurden, noch nicht ausreichen, um die Ansteckungsgefahr für andere Länder der Eurozone zu bannen. Dabei kommt man langsam drauf, dass diese Technik praktisch gleich ist wie die ganzen Wunder-Finanzinstrumente, die die amerikanischen „Finanzgenies“ ausgetüftelt haben und mit denen sie die gesamte Weltwirtschaft verseucht haben.

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Banken verstaatlichen und „Gemeinwohl-isieren? Privatisieren und Ökonomisieren!

In einem Papier sieht die EU-Kommission nun die Ahnungslosigkeit von Banken-Aufsichtsräten offiziell als Mitschuld an der Finanzkrise von 2008. Und sie spricht endlich aus, was Privat-Banker schon lange denken: es waren vor allem Staats- und Landesbanken, die der US-Politik auf den Leim gegangen waren.

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Wenn der Geldbote zweimal klingelt

Das Leben ist ungerecht. Das Leben eines Lobbyisten ist ungerecht zum Quadrat. Da macht man es allen recht und ist am Ende der Buhmann – vom smarten Background-Netzwerker zum schmutzbefleckten Medienstar hochgeeggert. Jeder Otto Normalbürger kennt deinen Namen, aber was soll man sich um die schale Berühmtheit noch kaufen und vor allem von welchem Geld? Das unaussprechlich Dumme an dem Korruptionsdrama in mehreren Akten ist, dass von der Kohle nix über ist. Die Marie haben die anderen. Verschleudert und umverteilt für Farbstilberatungen und Fußballkarten.

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„Christliche Forschung“ und Doppelmoral

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass Stammzellen menschlicher Embryonen nicht patentiert werden dürfen, wenn dazu befruchtete Zellen zerstört werden müssen. Kirchenvertreter und Greenpeace, die in den bioethischen Diskussionen Hand in Hand gegen ein „Patent auf Leben“ gekämpft haben, jubeln über dieses Grundsatzurteil, das die Verwendung dieser Zellen für Forschungszwecke einschränkt. Für die Forschung mit Stammzellen ist es ein großer Rückschlag, und zwar hauptsächlich für Forschende in Europa.

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Dexia-Desaster: Europa braucht „Ökonomisierung der Gesellschaft“

Der belgische Teil des Finanzkonzern Dexia wird zerschlagen. Zum ersten Mal versucht man sich in Europa an einem Modell, bei dem man eine wirtschaftlich gescheiterte Bank in die Wüste schickt, nicht aber den restlichen Finanzsektor (Stichwort „Lehman Brothers“). Dabei übersieht man – wie so gerne in Europa – die Schuld der öffentlichen Hand.

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