Donnerstag, 16. Juli 2020
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Mehr Geld für die Regionalförderung in Sicht

Noch steht nicht fest, wie viel Geld es für die Regionalentwicklung im Zeitraum 2014 bis 2020 geben wird. Der oberösterreichische Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Mittel gegenüber der letzten Förderperiode deutlich angehoben werden.

[[image1]]Allein im Land ob der Enns wurden seit dem Start der aktuellen Förderperiode im Jahr 2007 mehr als 83 Millionen Euro an Fördermittel von der EU, dem Bund und dem Land OÖ für 1646 in den 24 oberösterreichischen Leader-Regionen umgesetzte Projekte ausgezahlt. Zu den Highlights der im Ländlichen Raum realisierten Ideen zählen etwa der Baumkronenweg in Kopfing, das Klimt-Zentrum in Schörfling oder der Skiflyer in  Höhnhart, die alljährlich Tausende Besucher anlocken und die Wirtschaft vor Ort ankurbeln. In Summe konnten mit der durch das Leader-Programm ausgelösten Gesamtinvestition in Höhe von 281 Millionen Euro 590 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. 2943 nachhaltig gesichert werden.

Wie viel Fördermittel es in der kommenden Periode geben wird, steht laut zum zuständigen Landesrat Max Hiegelsberger zwar noch nicht fest, allerdings dürfte die Gesamtsumme deutlich höher ausfallen, weil Österreich den  nationalen Kofinanzierungsanteil von 25 auf 50 Prozent anheben will. Die Entscheidung dazu falle aber erst nach der Nationalratswahl. „Im Idealfall kommt es zu einer Verdreifachung der Fördersumme“, so der Agrar-Referent.

Entscheidung über Projekte soll künftig vor Ort fallen

Aber nicht nur bei den für die Regionalentwicklung verfügbaren finanziellen Mitteln wird es eine Änderung geben, sondern auch bei der Auswahl der Projekte. „Die Entscheidung, welche Projekte den Förderkriterien entsprechend von den einzelnen Regionen vorangetrieben und entwickelt werden, soll künftig noch stärker bei der Leader-Region und ihren Mitgliedsgemeinden liegen. Denn die Menschen in den Regionen wissen selbst am besten, wie sie sich positiv weiterentwickeln können“, so Hiegelsberger. Dies bedeutet, dass die Entscheidung vor Ort fällt und nach einer Überprüfung der Förderkriterien genehmigt wird.

Noch eine Änderung soll die Regionalentwicklung ankurbeln. Gab es bisher eigene Fonds für die Bereiche Tourismus, Kultur, Landwirtschaft, wird es künftig einen so genannten Multifonds geben. Dies soll sicherstellen, dass die Umsetzung guter Ideen nicht daran scheitert, dass die Töpfe in den jeweiligen Bereichen bereits ausgeschöpft sind.

100 Ausflugstipps laden zum Verweilen ein

Seit kurzem gibt es unter der Adresse www.ausflugtipps.at/leader 100 besten Freizeit-Tipps, die im Rahmen des Leader-Förderprogramms verwirklicht wurden. Der Bogen der Attraktionen spannt sich dabei von Naturerlebnissen, über kulturelle Attraktionen und Schaubetriebe, bis zu sportlichen Herausforderungen für Jung und Alt.

Über WERNITZNIG, Heinz

WERNITZNIG, Heinz
EU-Infothek: Interviews Heinz Wernitznig studierte Kommunikationswissenschaft und ist heute Redakteur beim Neuen Volksblatt in Linz, Ressort Chronik.

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