Samstag, 15. August 2020
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Ibiza-U-Ausschuss: „K.O.-Tropfen“ – MMag. Dr. Friederike Blümelhuber nimmt zur Äußerung von FALTER-Chefredakteur Dr. Klenk Stellung

Symbolbild: „K.O.-Tropfen“ / Bild: SN/Robert Ratzer

Bezüglich der Aussage von Florian Klenk in Sachen K.O.-Tropfen ist Folgendes zu sagen: K.O.-Tropfen (je nach chemischer Zusammensetzung) können sehr rasch wirken und machen zunächst einmal willenlos, die Wirkung ist genau die, dass bei Kombination mit Alkohol der Betreffende selbst und auch potentielle Zeugen den Eindruck gewinnen, dass der Betreffende viel weniger alkoholisiert ist und auch den Eindruck macht, keine Drogen genommen zu haben. Voraussetzung ist allerdings eine sehr sorgfältige Dosierung von Alkohol und K.O.-Tropfen.

Das bedeutet aber auch, dass das Urteil von Klenk, es hätte keine K.O.-Tropfen gegeben, falsch ist, eine solche Beurteilung ist ohne nachfolgende korrekte Messung nicht möglich. Da die Wirkung von K.O.-Tropfen nach wenigen Stunden nachlässt, ist auch das anschließende Tanzengehen kein Indiz dafür, dass K.O.-Tropfen nicht verwendet wurden.

MMag. Dr. Friederike Blümelhuber
Gerichtssachverständige für Kriminaltechnik und Psychotherapie, Profilerin und Psychoanalytikerin
Forensische Chemikerin

Lesen Sie dazu auch den Bericht von EU-Infothek vom 15.07.2019:

Ibiza-Gate: Studie zur unfreiwilligen Beibringung und folgenschwerer medizinischer Symptomatik von KO-Tropfen, EU-Infothek.com, 15.07.2019

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4 Kommentare

  1. Avatar

    Der Einsatz von niedrigdosiertem GHB ist gerade in „halbsiedenen“ Nachtlokalen nicht ungewöhnlich. Der Gast wird kontaktfreudiger und spendabler, und wegen des fehlenden „Totalabsturzes“ wird die Intoxikation üblicherweise nicht einmal nachträglich regisitriert. Wenn man da nicht gerade das Trinkglas einpackt und auf die Gerichtsmedizin schickt, ist dieses Vorgehen auch zu 100% risikolos.
    Die Annahme, dass die Videoproduzenten bei all dem betriebenen Aufwand auf solche einfache, aber todsichere Hausmittelchen verzichtet hätten, ist naiv. Der Erfolg der Aktion hing zu 100% davon ab, dass Strache und Gudenus aus sich herausgehen, und da wird man wohl auf Nummer sicher gegangen sein.

  2. Avatar

    Dieser Florian Klenk scheint ja ein „Allrountexperte“ zu sein. Aus nicht sehr deutlichen Videaufnahmen kann der ersehen, dass jemand weder vom Alkohol enthemmt, noch Drogen, noch K.O. Tropfen intus hatte. Es gibt auch Arzneimittel die eine Euphorie auslösen und die man einfach dem Alkohol beimischen kann. Und im Nachhinein würde ja Herr Klenk absolut dumm dastehen mit seinen Berichten im „Falter“ wenn sich aus dem kompletten Video etwas ganz anderes ergibt, als er der Öffentlichkeit jetzt in der Aussage vor dem Ausschuß als auch in seinen Berichten vermittelt hat. Man sollte das gesamte Video sehen, dann kann man auch darüber reden wieviel Alkohol von Strache und Gudenus getrunken wurde. und ab 1.3 Promille tritt schon eine Euphorie ein und die 1.3 Promille hat man schnell beisammen

    Aber wenn man heute die Aussagen der beiden „Minister/in gehört bzw. gelesen hat, muss man sich fragen um gotteswillen wie kommt so jemand in ein Ministeramt das war ja unter aller Kanone. Da wird alles hin und her geschoben und keiner will was gewusst haben 🙂

  3. Avatar

    Klenk müsste eigentlich nur sagen, dass er nichts von der Zugabe irgendwelcher Substanzen im Video gesehen hat. Er muss uns nicht erklären, warum aus seiner Sicht die Protagonisten nicht durch Drogen redselig gemacht wurden. Genaueres wird man nach der Sichtung des Videos erfahren, sofern nicht unerwünschte Sequenzen vorab bearbeitet wurden…und wer garantiert, dass etwaige Sequenzen nicht schon im August 2017 bearbeitet wurden? Diese Causa ist schon so verworren und undurchsichtig, dass die wahre Absicht dahinter immer transparenter wird.

  4. Avatar

    7 Stunden Ibiza.Ist da die Gefahr nicht groß dass Personen, von Alkohol benebelt, einschlafen? Ibiza hat so viel an Geld und Zeit gekostet, wäre nicht wiederholbar gewesen; es ist daher anzunehmen dass die Profis auch solche Risken einkalkuliert haben und mit entsprechenden Mitteln arbeiteten.Auf den gesendeten Videosequenzen kommen mir Strache / Ggudenus sehr “ aufgekratzt“ vor.

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