Samstag, 19. Oktober 2019
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Ibiza-Gate: Ex-Bodyguard von Strache verhaftet!

Das Ibiza-Video / Bildmontage: EU-Infothek / Quelle: Spiegel, SZ / Süddeutsche Zeitung

EU-Infothek berichtete bereits zu Beginn der Enthüllungsserie über den Sicherheitsmann des H.C. Strache, der laufend Informationen an den „Anwalt“ weitergegeben hat.

Ibiza-Connection: Die unfassbare, einzigartige, ganze Geschichte, eu-infothek.com, 27.05.2019

Nur wenige enge Mitarbeiter in der FPÖ wussten von den Spesenabrechnungen des Ex-FPÖ-Chefs, und weniger als drei Parteifreunde hatten die Möglichkeit, Spesen-Abrechnungen Straches unbemerkt zu kopieren. Deshalb fällt jetzt in der FPÖ der Verdacht auf einen früheren „Sicherheitsreferenten“ von Heinz-Christian Strache, er soll den neuen Spesen-Skandal kurz vor der Nationalratswahl angezettelt haben – ÖSTERREICH hat alle Infos über diesen Mann, der Strache politisch vernichten will.

„Rache für Rauswurf“

„Da hat’s einen massiven Streit über angeblich zu hohe Überstundenabrechnungen des Sicherheitsberaters gegeben“, berichten FPÖ-Insider über die Vorgeschichte zum jetzigen Polit-Skandal. Strache hätte sich deshalb dann von diesem „Sicherheitsreferenten“, der bei ihm als Bodyguard und Chauffeur beschäftigt war, getrennt. Der Security-Experte meinte auch schon früher, dass er vom Parteichef schlecht behandelt werde – und prahlte im engeren Freundeskreis mit nicht immer wahren Insider-Infos über den FPÖ-Chef.

Der Polizist, der auch als FPÖ-Kommunalpolitiker aktiv ist, soll bei seiner Tätigkeit bei Strache offenbar Abrechnungen und Belege gesehen und kopiert haben. Schon im Sommer wollte er diese Unterlagen für seine „Revanche“ für den Rausschmiss verwenden, meinen Freunde des früheren FPÖ-Obmanns. Schon immer sei der Lebensstil des Bodyguards sehr auffällig gewesen: Er leistet sich einen teuren Sportwagen, hat Luxusuhren am Handgelenk und posiert auf Yachten.

Kontakt zu Ibiza-Anwalt

„Wir nehmen aktuell an, dass dieser Polizist im Sommer erneut den Wiener Anwalt M. kontaktiert hat. Er kennt den Juristen seit längerem und dürfte 2015 auch schon bei dessen Vorarbeiten zum Dreh des Ibiza-Videos involviert gewesen sein – seine Insider-Infos über Heinz-Christian Strache waren für diese Tätergruppe ja sehr wichtig“, berichtet ein FPÖ-Politiker über den aktuellen Wissensstand in der Parteizentrale.

Der genannte Wiener Rechtsanwalt M. ist seit dem Ibiza-Video-Skandal österreichweit bekannt: Obwohl er bereits zugegeben hat, diese Geheimdienst-Aktion in Auftrag gegeben zu haben, wurde noch immer nicht die Untersuchungshaft über den Juristen verhängt. Die Indizien zeigen, dass M. nun in einem weiteren Versuch verwickelt sein könnte, das Wahlverhalten der Österreicher zu beeinflussen. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.

Kriminelles Netzwerk

Somit zeichnet sich immer deutlicher ab: Eine persönliche Vendetta einer Einzelperson könnte eine wesentliche Rolle bei Österreichs bisher größter Regierungskrise sowie beim jetzigen Machtkampf innerhalb der FPÖ spielen. Dazu sorgte ein Netzwerk mit kriminellen Mittätern und besten Kontakten bis in Österreichs Polizeispitze für die Ausführung der „Aktion Ibiza“ sowie für die politische Verwertung und den Verkauf des Videos. Die nun aufgetauchten, bisher geheimen, vielleicht sogar verfälschten Spesenbelege waren nun offensichtlich die „Zugabe“ des besten Informanten der Tätergruppe – um sich an seinem Ex-Chef rächen zu können.

Um diese Spesen geht es

  • Ex-FP-Vizekanzler Strache habe dabei auch Designeranzüge, Jacken, Hemden und generell Outfits in beträchtlicher Höhe als Spesen verbucht. Die Belege stammen von der goldenen Partei-Kreditkarte.
  • Wohnung. Die FPÖ soll Strache aus Repräsentationsgründen auch seine Wohnung für 3.500 Euro Miete pro Monat zumindest mitfinanziert haben.
  • Ein FPÖ-Insider berichtet sogar, dass jene Vorwürfe stimmen, wonach etwa „Designer­taschen und Outfits von Philippa Strache als Spesen von Heinz-Christian Strache ausgegeben“ worden seien. Für Strache gilt die Unschuldsvermutung.
  • Monatlich 11.000 Euro soll zudem Philippa Strache selbst bezahlt bekommen haben. Ein Teil davon allerdings als Kostenersatz für ihre Tätigkeit als „ehrenamtliche“ FPÖ-Tierschutzbeauftragte.

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4 Kommentare

  1. Avatar

    Daß der Lebensstil des Wächters niemandem aufgefallen ist,verwundert- nicht nur mich -sehr.
    Naivität und Laienhaftigkeit treffen hier zusammen.

  2. Avatar

    Aber sicher – der jahrelange Sicherheitsmann Straches, Zeuge unzähliger Treffen/Reisen/Shopping- und Clubtouren von HCS über Jahre oder gar Jahrzehnte, muss nun, um kompromittierendes Material über den „Chef“ zu sammeln, eine 100.000e € teure Videofalle in einem anderen Land aufbauen lassen…was für ein hanebüchenes Gschichtl, das uns da serviert wird.
    Zeitgerecht wenige Tage vor der Wahl schließt sich angeblich der Kreis um die Hintermänner….eine beinahe perfekte Show – gäbe es nicht Leute mit Hirn, die so einen Stuss als das erkennen, was er ist, also als völligen Schwachsinn.

    Ein limited hangout mit sehr geübten und potenten Strippenziehern im Hintergrund, die eine für die tumbe Masse schlüssige Farce abspulen und – wie immer -damit davonkommen werden.
    Daran ändert leider auch das geschätzte Engagement der EUI nichts.

  3. Avatar

    Verstehe nicht was geht das den Medien an wie viel Strache von seiner Partei bekommt?Politiker sind noch weit von Managergehaeltern entfernt obwohl sie auch hohe Milliardenbeträge verschieben!Warum sollen diese in Lumpen gehen? WAS diverse Kleidung betrifft, kann mir nicht vorstellen das Trump oder Macrongattin alle Kleider selbst bezahlt!Wenn die nur ein,al dasselbe Gewand anhaften gaebe es sofort Aufschrei in den Medien!

  4. Avatar

    „Man“ versucht schon über Jahrzehnte die FPÖ zu diskreditieren und jedes Flatulenzerl hochzuspielen, vor allem durch die linken Medien, allen voran der ORF ! Je stärker diese wird, um so intensiver und schmutziger wird gegen die FPÖ vorgegangen ! Ich bin auch der Meinung, zumindest macht es sehr den Eindruck, daß sich sogar die österr. Justiz den Linken angeschlossen hat ! Peter Pilz hat u.a. gestern (25.9.2019) bei der NR-Sitzung bereits vollmundig verkündet wie ein Urteil ausfallen wird ! Wie gesagt, bei der Wahl der Mittel stellt offensichtlich ein damit einhergehendes, illegales Vorgehen keine wie immer geartete Rolle und ebenfalls spielt auch die Höhe der finanziellen Mittel für solche Kampagnen keine Rolle ! Also, wer kann es sich leisten und wer hat die Verbindungen und vor allem das Interesse und die Gewissenlosigkeit (schließlich handelt es sich ja auch um Menschen), soweit zu gehen, um eine ganze Partei/Personen dermaßen zu ruinieren ? Nachdem diese ständigen Störaktionen und Anpatzereien nicht meiner Intuition entsprechen, werde ich jetzt erst recht die FPÖ wählen ! Außerdem verbitte ich mir Zurufe aus dem Ausland, wie von einem Heiko Maas, einem abgehalfterten Sänger Grönemeyer oder einem Fernsehkasperl vom Typ eines Böhmermann und Konsorten ! Betreffend diese unqualifizierten Zurufe aus den Ausland vermisse ich eine Zurechtweisung dieser Rufer durch den BP van der Bellen, dem Präsidenten für ALLE Österreicher, sich nicht in innere Angelegenheiten Österreichs einzumischen ! Wer links wählt, verliert als Österreicher seine Identität !

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