Freitag, 13. Dezember 2019
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Gut, dass das Nobelpreis-Komitee klaren Kopf behielt

Bild © Matthew Henry via Unsplash (Ausschnitt) / CC0 Creative Commons

Es ist eine verkehrte Welt, die mitunter via Medien präsentiert wird

Es ist schon sehr auffallend, wie die Vergabe des heurigen Friedensnobelpreises medial – von den Zeitungen bis zum Fernsehen – präsentiert wurde. Im Vordergrund stand meistens nicht, dass dieser an den äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed Ali vergeben wurde. Und zwar dafür, dass es ihm nach Jahren des Konflikts gelang, Frieden mit Äthiopiens bitterem Rivalen Eritrea zu schließen. Vielmehr stand an der Spitze der Meldungen, dass die schwedische Umweltaktivistin Greta Thurnberg diesen nicht erhielt. Dabei wurde eine solche Vergabe doch richtig herbeikampagnisiert, die jungen Schwedin wie eine Erlöserin gehandelt, nachdem sie nun endlich ihre Hand auf die schmerzende Wunde „Klimakatastrophe“ gelegt hatte. Sogar aus den Wetten ging sie auch schon als Siegerin hervor – und nun ist aus den Träumen nichts geworden. Ja es klingt beinahe schon ein Vorwurf durch, wieso das Nobelpreiskomitee eigentlich eine solche Fehlentscheidung treffen konnte. Noch dazu, wo die kleine Greta doch jetzt so enttäuscht ist.

Vermessenheit im Umgang mit der Realität

An der ganzen Reaktion der so genannten Klimaschutzaktivisten lässt sich eine Vermessenheit im Umgang mit der Realität nicht mehr von der Hand weisen. Fest steht, dass eine Institution durch den Druck der vor allem veröffentlichten Meinung allen Ernstes gewissermaßen gezwungen werden sollte, seine Entscheidung nach dem zu richten, was gerade im gesellschaftlichen Trend liegt. Ohne das Problem des Klimaschutzes zu bagatellisieren, hinter der „Fridays for Future“- Bewegung steht eben nicht nur ein wichtiges politisches Anliegen sondern ein kommerzielles Projekt, bei dem eine Gruppe von Drahtziehern Geschäfte machen. Mit der Vergabe des Friedensnobelpreises wäre der Wert der „Fridays for Futture“-Aktie noch gestiegen. Dieser Geschäftemacherei zumindest einen Riegel vorgeschoben zu haben, dafür ist den Mitgliedern des Vergabekomitees ernsthaft zu danken.

Rechtspopulismus versus aufkeimender Grünpopulismus,

Damit ist es aber nicht getan. Es ist die gesamte politische Debatte und Bewegung, die sich um das Thema Klimaschutz schart, zu hinterfragen. Die Grünen haben den Kampf gegen eine drohende Klimakatastrophe als ihr neues Erfolgsrezept entdeckt, um dem Verwelken Einhalt zu gebieten. Alle anderen Parteien quer durch das politische Farbenspektrum glauben, sie müssen sich unbedingt auf dieses draufsetzen, vielleicht sogar noch weitergehen, um ja nur keine Wähler zu vergrämen oder gar zu verlieren. Übersehen wird dabei, dass wenn man es genau nimmt, jetzt am linken Flügel der Gesellschaft eine politische Entwicklung im Entstehen begriffen ist, die gerade am rechten Flügel als die große aktuelle Herausforderung gesehen wird, die es zu bekämpfen gilt. Rechtspopulismus versus aufkeimenden Grünpopulismus, heißt die neue Konfrontation.

Von der Migrations- zur Klimakämpferin

Ein klassisches Beispiel dazu liefert die junge deutsche Kapitän Carola Rackete, die im Juni mit dem Schiff Sea-Watch 3 mehr als 50 aus Libyen kommende Flüchtlinge aufnahm, die Behörden bewusst provozierte und entgegen klarer rechtlicher Vorgaben den Hafen der italienischen Insel Lampedusa anlief. Seither lässt sie sich als Vorkämpferin für eine offene Migrationspolitik in Europa feiern, um Druck auf alle Regierungen zu machen, die dem Schlepperwesen über das Mittelmeer ein Ende bereiten wollen. Damit nicht genug, sie steigt jetzt auch in die Klima-Debatte ein, beteiligt sich mittlerweile an Aktionen, hält Reden vor so genannten Aktivisten. Und sie scheut auch vor radikalen Worten nicht zurück, wenn sie etwa die Ansicht vertritt, dass Demonstrationen allein nicht funktionieren würden.

Entsteht eine „Grüne Armee Fraktion“?

Tatsächlich hat sich neben der „Fridays for Future“-Bewegung auch schon die so genannte „Extinction Rebellion“ etabliert. Sie hat sich ein Vorbild an den „Gelb-Westen“ genommen und setzt ganz gezielt auf zivilen Ungehorsam. Gewalt nicht ausgeschlossen. Neben unangemeldeten Demonstrationen und tagelangen Straßenblockaden ließ sie zuletzt den Verkehr in 60 Städten der Welt völlig zum Stocken kommen. Sie ist die radikalste der Klimabewegungen, wobei der Klimaschutz nur noch als Vorwand dient. Denn Ihr eigentliches Ziel ist der Sturz des Wirtschaftssystems. Und das lässt noch einiges erwarten. In Sicherheitskreisen warnt man schon heute davor, dass sich daraus eine „Grüne Armee Fraktion“ entwickeln könnte.

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2 Kommentare

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    Die heilige Greta, Schutzpatronin aller grüner Klimasektierer hat viele Freunde: Hunderttausende kleine Schulschwänzer, die jeden Freitag die Innenstädte Europas blockieren und durch Staus die Feinstaubbilanzen und die Bewohner zum Husten bringen. Wogegen sie demonstrieren ist egal, der Zweck – schulfrei – heiligt die Mittel. Gretl ist ein beliebtes Kind, wo sie auftritt, jetten die Mächtigen der Welt hin, natürlich mit ihren dreckschleudernden Privatjets. Die Kerosinbilanz? egal! Denn Gretl steht in der Nachfolge der grünen Weltuntergangs- Prediger. Es begann in den 80ern, das „Waldsterben, der sauere Regen“ wurde an die Wand gemalt. Bis 2000 wird es keine Wälder mehr geben, titelten die apportierenden Medienknechte in ihren umweltfreundlichen Hochglanzmagazinen. Und heute stützt die EU die Landwirte, die eine weitere Verwaldung unserer Wiesen und Weiden verhindern sollen. Dann kam in den 90ern das Ozonloch. Die Pole werden schmelzen, im Jahr 2010 werden alle meeresnahen Städte 7 Meter unter Wasser stehen. Venedig wird es nicht mehr geben. Oje, die sehnlich erwünschte Sintflut blieb jedoch aus. Dazwischen war noch Smog. Kurzerhand wurde für dieses Phänomen einfach ein neuer Name entwickelt: Feinstaub ist das neue Zauberwort der E-Mobilindustrie. Man verschweigt einfach, dass man für die Batterie eines Elektroautos die Umwelt zerstört. Derweil wird in den Städten der Klimanotstand ausgerufen. Stimmt, die Birnen aus Brasilien, die ganzen Leckereien aus China, mit Flugzeugen nach Europa transportiert, dienen dann als Mittagsjause für die erschöpften Schüler nach den Friday for Future Treffen. Die Atomindustrie reibt sich die Hände, der Handel mit CO2 Zertifikaten blüht und bringt den Spekulanten viele Milliarden Gewinne, mit denen sie die Greta aus Schweden sponsern. Manche werden reich, viele werden nur dümmer! Erich Kästner sagte treffend mit Blick auf unsere in Dauerangst versetzte Gesellschaft: „Die Dummheiten wechseln, aber die Dummheit bleibt.“

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    Ein Friedensnobelpreis an dieses kranke, von erfolgssüchtigen Erwachsenen gelenkte Mädel wäre ohnehin nur ein Akt gewesen, der an Groteske kaum zu überbieten ist. Seien wir uns ehrlich, mit dem Erscheinen dieser Klimagöre wurde ein weiterer Keil in Teile der Bevölkerung getrieben, die schon vorher von den PR-Medien in links-rechts oder gut-böse Säcke gesteckt wurde. Irgendwie erinnert das Ganze an den Beginn der Glaubenskriege im Mittelalter und was seinerzeit ausschlaggebend war, wird sich bald ähnlich unter dem Mäntelchen der Rettung der Klimaketzerseelen wiederholen. Zumindest in abgeschwächter Form. Und wer ist schuld? Ein für den Friedensnobelpreis nominiertes, immer komisch dreinschauendes Mädel.

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