Freitag, 26. April 2019
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GAP Abschluss: Win-Win Ergebnis für Produktion und Umwelt

Nach dem heutigen Verhandlungsergebnis der EU-Agrarminister gibt es zwei Sieger: Produktion und Umwelt. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich vertrat als Verhandlungsführer die Österreichischen Interessen.

[[image1]] „Unser bäuerlicher Weg, den wir schon lange gehen, kommt nun auch in Europa in Mode.  Dieser Weg führt in Richtung umweltgerechte Landwirtschaft. Aus „Produktion ODER Umwelt“ wurde „Produktion UND Umwelt“. Wir konnten in harten Verhandlungen unsere zentralen Forderungen durchsetzen. Der unter den EU-Agrarministern erzielte Kompromiss kommt uns entgegen“, kommentiert Minister Berlakovich das Ergebnis.

Volle Anerkennung von Umweltleistungen

Der EU-Agrarministerrat hat sich in der heutigen Sitzung für die Anrechenbarkeit von bisher erbrachten Umweltleistungen ausgesprochen.
„Wenn die ökologischen Leistungen der Ökobauern und Biobauern beim Greening nicht anerkannt werden, hätte uns eine Aushöhlung unseres bewährten Umweltprogramms gedroht. Umweltleistungen müssen belohnt und dürfen nicht bestraft werden. Diese für uns zentrale Forderung konnten wir durchsetzen“, bekräftigt Berlakovich.

Eiweiß-Pflanzen auf Vorrangflächen möglich

Bei den ökologischen Vorrangflächen werden ab 2014 fünf Prozent der Fläche verwendet. Nach einer Evaluierung wird geprüft ob der eingeschlagene Weg richtig ist. Der von Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich geforderte Anbau von Eiweißpflanzen wie Soja, Erbsen und Bohnen wird ermöglicht. „Ich will, dass diese Flächen ökologisch nachhaltig genutzt werden und trotzdem produktiv sind. Ich habe die Europäische Eiweiß-Strategie beim letzten Rat eingebracht. 16 Mitgliedsstaaten haben zugestimmt. Das ist ein Gewinn für Umwelt und Produktion und verringert die klimaschädliche Importabhängigkeit von Soja aus Übersee“, so der Minister.

„Die Ausgangssituation war bedrohlich, aber wir haben in harten Verhandlungen, auch gegen starke Widerstände, viel für die heimischen Bäuerinnen und Bauern erreicht. Die Arbeit für Kleinlandwirte wird in vielen Fällen erleichtert. Wir konnten Bürokratieabbau und Vereinfachung erreichen und die Weichen für eine zukunftsträchtige Produktion gestellt“, unterstreicht der Minister.

Nächste Etappe Trilogverhandlungen

Die für die Zukunft der Landwirtschaft so wichtige Einigung der EU-Agrarminister für die Gemeinsame Agrarpolitik für 2014 – 2020 ist ein weiteres wichtiges Etappenziel. Nun geht es in die Trilogverhandlungen. Bis Juni soll eine endgültige Einigung mit dem Parlament und der Kommission erzielt werden. „Maßstab für mich ist der bäuerliche Familienbetrieb und nicht die Agrarindustrie. Ich habe für die Weiterführung des erfolgreichen Wegs der österreichischen Landwirtschaft gekämpft.
„Ich will eine produzierende Landwirtschaft mit ökologischer Verantwortung. Denn es geht auch um die Zukunft der Bergbauern, Biobauern und Nebenerwerbsbauern“, gibt Berlakovich die Richtung vor.
 

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