Montag, 1. Juni 2020
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Führende Internet-Unternehmer überreichen Manifest zum Erfolg von Unternehmensgründungen

Einige führende europäische Internet-Unternehmer, die eine Vorreiterrolle in der Unternehmensgründerszene spielen, überreichen heute den Staats- und Regierungschefs der EU ihr Manifest zu der Frage, wie sich Europa auf das digitale Zeitalter einstellen muss. Das Manifest gibt Entscheidungsträgern auf allen Ebenen und in jedem Land Anregungen, wie sie das Wachstums- und Innovationsklima verbessern können.

[[image1]]Heute, am Vorabend des EU-Gipfels, der sich mit der Vollendung des digitalen Binnenmarkts und der digitalen Wirtschaft befassen wird, wird der „Startup Europe Leaders Club“ dem Präsidenten des Europäischen Rats Herman Van Rompuy sein Manifest übergeben und mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte, anderen Staats- und Regierungschefs sowie Botschaftern am runden Tisch darüber diskutieren.

Das Startup Europe-Manifest, das von den neun Mitgliedern des „Startup Leaders Club“ verfasst wurde, wertet die Erfahrungen mehrerer Dutzend Europäer aus, die erfolgreiche Unternehmen erdacht, aufgebaut und weiterentwickelt haben.

Es enthält 22 Empfehlungen, zur Vermittlung von Bildung und Kompetenzen ebenso wie zur Erschließung von Begabungen, zur Mobilisierung von Kapital, zum Datenschutz oder zur Vordenkerrolle.

Nachfolgend einige Beispiele:

1. Unternehmen und Mitgliedstaaten sollten Studenten ermutigen, schon vor Abschluss des Studiums ein Unternehmen zu gründen.
2. Die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission könnten durch Einführung eines europaweit gültigen Unternehmensgründer-Visums Europa zu der Region machen, in der talentierte Menschen mit guter Ausbildung am leichtesten ein Unternehmen gründen und einen Arbeitsplatz finden können.
3. Unternehmen und öffentliche Verwaltungen in der EU sollten mehr bei kleineren Unternehmen einkaufen.
4. Die Europäische Kommission wird aufgefordert, die Vorschrift zu streichen, wonach Datenlieferanten in jedem Land jeweils vor Ort Informationen speichern müssen.
5. Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, für jedes Land in der EU einen Obersten Datenbeauftragten zu ernennen.

Nach Auffassung der Mitglieder des „Start-up Leaders Club“ würden durch die Umsetzung aller 22 Empfehlungen die besten Voraussetzungen geschaffen, damit europäische Unternehmen künftig erfolgreich sein können, wobei gleichzeitig das Wachstum in der EU günstig beeinflusst und gefördert würde.

Neelie Kroes, die für die digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, erklärte hierzu: „Ich finde, dies sind sehr gute Ideen. Wir müssen den Unternehmern Europas eine Stimme geben. Ich hoffe, dass sich alle europäischen Staats- und Regierungschefs diese Vorschläge zu Herzen nehmen, damit wir die Einstellungen zu Unternehmensgründungen, Unternehmern und einer weltweiten Führungsrolle ändern können.“

In den vergangenen sechs Wochen schlossen sich mehr als 5.000 Personen, darunter Unternehmer, Blogger und Journalisten, denen die Unternehmensgründerszene wichtig ist, dem Manifest an.

 

Bild: Q.pictures / pixelio.de/ © www.pixelio.de

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