Samstag, 14. Dezember 2019
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Europa des 21. Jahrhunderts: Starke EU – schwache Nationalstaaten – starke Regionen

Der Vorstand des Instituts der Regionen Europas (IRE), Landeshauptmann a. D. Dr. Franz Schausberger, wurde am 18. Juli 2015 anlässlich der Tagung des Europaforums in Neumarkt in der Steiermark mit dem Orden „Mérite Européen in Gold“ ausgezeichnet.

Wie der Präsident der Wirtschaftskammer Österreichs, Dr. Christoph Leitl, in seiner Laudatio betonte, sei diese Auszeichnung, die von der „Fondation du Mérite Européen“ in Luxembourg vergeben wird, eine Anerkennung für Schausbergers umfangreiche Tätigkeit im Interesse der Europäischen Regionen als Vertreter Salzburgs im Ausschuss der Regionen der EU seit zwei Jahrzehnten und für die Gründung des äußerst aktiven Instituts der Regionen Europas vor genau zehn Jahren.

Neben Franz Schausberger wurden auch der ehemalige Bürgermeister von Linz, Dr. Franz Dobusch (Silber) und Monika Bauernberger (Bronze) von der Generalsekretärin der Fondation Mérite Européen, Ingeborg Smith ausgezeichnet.

In seinem Festvortrag betonte Schausberger, dass sich seiner Meinung nach folgendes Zukunftsbild des künftigen gemeinsamen Europa abzeichne: Die Ohnmacht der Nationalstaaten gegenüber den europaweiten Herausforderungen werde zu mehr Macht der europäischen Institutionen führen, was als Gegengewicht eine Stärkung der Regionen und Kommunen verlange. Alleine die nationale Krise Griechenlands werde zur Schaffung einer Art europäischem Wirtschaftsminister führen. Das starke Europa sei der global Player, der notwendig ist, um die Globalisierung im europäischen Sinn aktiv zu gestalten. Die Regionen wiederum müssten die Horte der Geborgenheit, der Orientierung, der unmittelbaren Partizipation und der direkten Demokratie sein. Eine starke EU, reduzierte Nationalstaaten und starke Regionen, das müsse das Konzept für das Europa des 21. Jahrhunderts sein.

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Die Fondation du Mérite Européen wurde im Jahr 1970 in Luxemburg gegründet. Die Stiftung ist eine in Luxemburg ansässige gemeinnützige Organisation, deren Ehrenpräsident (Président d’Honneur) der jeweils amtierende Premierminister des Großherzogtums Luxemburg ist.
Der Präsident des Verwaltungsrates ist Herr Jacques Santer, vormaliger Ministerpräsident des Großherzogtums, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission und Staatsminister (Ministre d’État). Die Aufgabe der Stiftung ist es, die ehrenamtlichen Leistungen von Personen bzw. das über das normale Maß hinausgehende Engagement von Organisationen für besondere Beiträge zur Förderung des europäischen Gedankens und für außergewöhnliches europäisches Engagements hervorzuheben.

 

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