Donnerstag, 20. Februar 2020
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EU-Strategie für den Donauraum: Sechs neue wissenschaftliche Cluster

Die Europäische Kommission, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger aus 14 Donau-Anrainerstaaten haben den den Startschuss für sechs wissenschaftliche Cluster gegeben, mit denen die Wirtschaftsentwicklung der Region gefördert werden soll.

[[image1]]Wasser, Land und Boden, Bioenergie, Luft, Datenaustausch und -harmonisierung sowie intelligente Spezialisierung sind die Cluster, die auf einer hochrangigen Tagung in Bratislava vorgestellt wurden und die die wissenschaftlichen Grundlagen für die Donau-Strategie liefern und die wissenschaftliche Zusammenarbeit in der Region fördern.

Kommissar Maroš Šefčovič: „Ziel der EU-Strategie für den Donauraum ist es, die politische Entscheidungsfindung und Finanzierung zu erleichtern und damit Wachstum und Arbeitsplätze in dieser Region zu fördern. Die Wissenschaft kann den politischen Entscheidungsträgern die Daten an die Hand geben, die ihnen helfen, fundierte Entscheidungen für eine Region zu treffen, die über eine enorme geopolitische und wirtschaftliche Vielfalt verfügt.“

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: „Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die transnationale wissenschaftliche und politische Zusammenarbeit, das für die EU und darüber hinaus wegweisend ist. Die Cluster können der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region einen Schub geben.“

Wirtschaftspotenzial der Donauregion

Die Cluster zu den Themen Wasser, Land und Boden, Bioenergie und Luft werden sich – je nach Bedarf – auf folgende Fragen konzentrieren: Umweltschutz, Bewässerung sowie landwirtschaftliche Entwicklung und Energie. Das Datencluster soll für Klarheit und Vergleichbarkeit der Daten sorgen, um deren Austausch und Harmonisierung in verschiedenen Bereichen zu erleichtern – etwa im Bereich der Biodiversität, der Flussmorphologie, der Überschwemmungs- und Dürrerisiken, der Böden, der Kulturpflanzen bzw. Energieressourcen sowie des Energiepotenzials. Im Rahmen dieses Clusters wird auch ein gemeinsamer Datenzugangspunkt für die gesamte Region eingerichtet – die erste Version dürfte bis Dezember dieses Jahres betriebsbereit sein. Das Cluster zur intelligenten Spezialisierung wird sich damit befassen, wie – statt einer Verteilung der Anstrengungen und Investitionen nach dem Gießkannenprinzip – sich Ressourcen, gestützt auf das Wirtschaftspotenzial der Donauregion, gezielt für die wichtigsten wissenschaftlichen Schwerpunkte bündeln lassen.

Die Cluster werden die wissenschaftliche Fachwelt aus den 14 Donau-Anrainerländern und damit die überwiegende Zahl der wissenschaftlichen Akademien der Region, die Donau-Rektorenkonferenz (die 54 Hochschulen vertritt) sowie viele andere Forschungsorganisationen zusammenbringen. Die Partner beteiligen sich – entsprechend ihren Schwerpunkten und ihrem Fachwissen – an den Clustern ihrer Wahl. Die Teilnahme steht auch anderen Interessierten offen. Die Cluster werden die Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Wissenschaftlern, sondern auch zwischen Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern fördern und darauf hinwirken, dass wissenschaftliche Ergebnisse stärker bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Während sich die Wissenschaftler regelmäßig treffen, werden die politischen Entscheidungsträger einmal jährlich über den aktuellen Stand informiert.
 

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