Freitag, 13. Dezember 2019
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EU-Notfallabwehrzentrum nimmt den Betrieb auf

Heute nimmt das Notfallabwehrzentrum (Emergency Response Centre, ERC) der Europäischen Kommission, das für eine besser koordinierte, schnellere und effizientere Katastrophenabwehr in Europa und weltweit steht, den Betrieb auf.

[[image1]]„Angesichts der leider zunehmenden Zahl und Komplexität von Katastrophen müssen die EU-Mitgliedstaaten noch enger zusammenarbeiten. Das neue Notfallabwehrzentrum der EU bietet ihnen eine Plattform auf dem neuesten technischen Stand, dank derer sie sich unter extremsten Umständen miteinander koordinieren und diese Herausforderungen noch wirksamer angehen können. Damit wird ein Beitrag zum Schutz unserer Bürger geleistet“, erklärte der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso.

Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion ergänzte: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass kein Land der Welt völlig gegen Katastrophen gefeit ist, und zwar unabhängig davon, wie gut vorbereitet es ist. Da Katastrophen immer häufiger auftreten und komplexer werden, ist eine koordinierte und unverzügliche Reaktion ein wesentlicher Bestandteil einer jeden lebensrettenden Maßnahme. Wir haben das Notfallabwehrzentrum eingerichtet, damit die EU und ihre Mitgliedstaaten auf überwältigende Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen zeitnäher und wirksamer reagieren können.“

Rund um die Uhr einsatzbereit

Das ERC wird rund um die Uhr einsatzbereit und in der Lage sein, sich mit bis zu drei gleichzeitig auftretenden Notsituationen in verschiedenen Zeitzonen zu befassen. Es analysiert die eingehenden Hilfsersuchen aus den betroffenen Ländern und fungiert als Schnittstelle für die Koordinierung auf verschiedenen Ebenen: Kommission, Mitgliedstaaten, das betroffene Land, humanitäre Partner und vor Ort eingesetzte Katastrophenschutzteams.

Das ERC wird Bewertungs- und Koordinierungsexperten in Katastrophengebiete entsenden, Frühwarnungen über sich anbahnende Katastrophen weitergeben und den Transport der Unterstützung der Mitgliedstaaten bei schweren Katastrophen erleichtern. Dadurch wird sichergestellt, dass durch die europäische Unterstützung der prioritäre Bedarf am Katastrophenort gedeckt sowie unnötige und kostspielige Doppelarbeit vermieden wird.

EU-Katastrophenschutzeinsätze

Darüber hinaus wird das ERC die Planung und Vorbereitung von EU-Katastrophenschutzeinsätzen in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten intensivieren. Dank der neuen Rechtsvorschriften, die bald in Kraft treten werden, können die 32 am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligten Länder einige ihrer Notfallabwehrkapazitäten — beispielsweise Spezialluftfahrzeuge, schwere Ausrüstung oder Such- und Rettungsteams — in Form eines freiwilligen Pools bereitstellen, damit sie im Bedarfsfall im Rahmen eines vollständig koordinierten europäischen Einsatzes sehr kurzfristig eingesetzt werden können.

Das ERC wird ferner in den Fällen, in denen ein sektorübergreifendes Vorgehen erforderlich ist, die enge Koordinierung zwischen den verschiedenen an der Notfallabwehr beteiligten Kommissionsdienststellen fördern und regelmäßig Informationen mit den Krisenzentren der wichtigsten internationalen Partner der EU austauschen.

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