Freitag, 13. Dezember 2019
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EU-Lebensmittelmodell soll Wertschätzung für Lebensmittel steigern

Landwirtschaftsminister diskutieren in Brüssel die Zukunft der Lebensmittelpolitik – Ernährungssicherung, Lebensmittelsicherheit und -qualität stehen im Mittelpunkt der Verhandlungen.

[[image1]]Im Rahmen des Rates Landwirtschaft diskutiert Landwirtschaftsminister Berlakovich in Brüssel sein neues Europäisches Lebensmittelmodell. Im Mittelpunkt der strategischen Zielen Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, Qualität, Regionalität, Vielfalt, Wert und Wertschätzung von Lebensmitteln steht dabei das Prinzip der Nachhaltigkeit. Berlakovich: „Sichere und leistbare Lebensmittel in garantierter Qualität bilden die Grundlage unseres Wohlstandes und sind gleichzeitig eine Säule europäischer Identität. Die Zukunft im Lebensmittelbereich kann daher nur der Qualitätsweg samt umweltbewusster Produktion sein. Deshalb habe ich vergangenen November beim Agrarministerrat ein neues Lebensmittelmodell eingebracht. Dadurch soll auch die Wertschätzung von Lebensmitteln gesteigert werden. Profitieren würden alle: Bauern, Verarbeitung, Handel und Konsumenten – erstere bei der Wertschöpfung, die Konsumenten hingegen in Sachen Vertrauen. Wie wichtig das ist, hat uns nicht zuletzt der Pferdefleischskandal vor Augen geführt.“

Säulen des Modells

Das österreichische Visionenpapier sieht einen ganzheitlichen Ansatz für die Nahrungsmittelkette vor. Der Vorschlag hebt dabei ganz klar die Vorteile der strengen europäischen Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit hervor. Diese sind nämlich entscheidend für den künftigen Erfolg europäischer Produkte auf dem Gemeinschafts- und dem Weltmarkt. Die Lebensmittelqualität dient dabei als Grundlage für den guten Ruf europäischer Lebensmittel. „Ein weiterer Schwerpunkt ist die Regionalität und regionale Kooperationen entlang der gesamten Lebensmittelkette. Dadurch kann auch die Wertschöpfung für den ländlichen Raum gesteigert werden. Außerdem sehe ich es als unsere Aufgabe an, die Vielfalt an Lebensmitteln und die wertvollen genetischen Ressourcen zu schützen und zu fördern. Dadurch leisten wir auch einen Beitrag zur Erhaltung von Europas kulturellem Erbe. Aber auch der Wert und eine gesteigerte Wertschätzung der Lebensmittel gehören zu den Schlüsselthemen. So soll beispielsweise dem achtlosen Wegwerfen von Nahrungsmitteln entschieden gegengesteuert werden“, unterstreicht der Minister weitere zentrale Punkte seines Modells.

Breite Unterstützung

Die Europäische Kommission und zahlreiche EU-Staaten unterstützen Berlakovichs Vorstoß, darunter etwa gewichtige Agrarnationen wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn oder Holland. Sie alle bestätigten die Wichtigkeit, ein neues Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln zu schaffen. Dieser Anspruch wurde auch schon in den Grundsatzpositionen des EU-Landwirtschaftsministerrates zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verankert. „Menschen, die den Wert von Lebensmitteln und ihre Qualität zu schätzen wissen, werden entsprechende Lebensmittel auswählen und einen positiven Einfluss auf die Produktion von nahrhaften und gesunden Lebensmitteln in der Wertschöpfungskette ausüben“, so Berlakovich abschließend.

 

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