Freitag, 21. Juni 2019
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eCall für Politiker

Ein trojanisches Notrufsystem, das Leben retten soll, schenkt uns die EU ab 2015. Verpflichtende Fahr- und Erste Hilfe Trainings würden mehr Menschenleben retten, als verpflichtende Ortungssysteme. Die noch dazu nur in Neuwagen zum Einsatz kommen. Gebrauchtwagenfahrer können entweder weiterhin durchschnittlich 73 Minuten auf das Eintreffen der Rettung warten oder sich ein teures Nachrüstgerät kaufen, das sich viele gar nicht leisten können, ebenso wenig wie einen Neuwagen. Nach der 2-Klassenmedizin haben wir dann auch noch die 2-Klassen Lebensrettung. Profitieren werden weniger die Unfallopfer, denn die Hersteller wie Continental, Bosch oder Dolphin Technologies, die sich in weiser Voraussicht schon eCall Domains in allen europäischen Ländern gesichert haben.

Profite im Vorfeld haben sich garantiert eine Schar von Lobbyisten verdient, die die Interessen ihrer Auftraggeber in Brüssel schmackhaft gemacht haben. Wiewohl nicht die Industrie alleine ein Interesse an eCall hat, das natürlich keinesfalls, nie und nimmer Angaben zum Aufenthalt eines Fahrzeuges sendet, da es ja ein „Schläfer“ ist. Beunruhigend zweideutig. Alles was schläft, kann man wecken und zwar nicht nur durch eine Aufprall. Und Schläfer waren schon immer eine Geheimdienstwaffe. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Derzeit noch „geheime Dienste“ möchten die vollständige Kontrolle über die gesamte Mobilität der EU-Bürger ergreifen … unter dem ach so lieben Deckmäntelchen der raschen Hilfe.

Unsere entscheidungsfreudigen, weitsichtigen Politiker werden das bestimmt rasch absegnen. Sonst haben wir ja keine Probleme, oder doch? Es fehlt eCall für Kinder, Haustiere, Fahrräder, Regenschirme, Stecknadeln im Heuhaufen…

Aber halt! Das ist es! eCall für Politiker, damit wir endlich wissen, was sie den ganzen Tag lang tun.

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