Donnerstag 17. April 2014, 12:18

Sicherheit

Zoll: Mehr Sicherheit für die Lieferkette

Die Kommission hat eine Mitteilung über das Risikomanagement im Zoll und über die Sicherheit der Lieferkette angenommen, in der eine Strategie erläutert wird, die es dem Zoll ermöglichen soll, besser auf Risiken in Verbindung mit Waren zu reagieren, die in internationalen Lieferketten gehandelt werden.

Zoll: Mehr Sicherheit für die Lieferkette
Zoll: Mehr Sicherheit für die Lieferkette
Bild: vincenso/flickr.com
Voraussetzung dafür sind eine rationellere Verwendung von Ressourcen, die bessere Verfügbarkeit hochwertiger Daten und eine vertiefte Partnerschaft mit der Wirtschaft und internationalen Partnern. Dieses vorgeschlagene neue EU-Konzept wird ein breiteres Spektrum an Informationen und Erkenntnissen aus zahlreichen Quellen einbeziehen und auf diese Weise die Bemühungen auf nationaler Ebene ergänzen.

Algirdas Šemeta, für Steuern und Zollunion, Audit und Betrugsbekämpfung zuständiges Mitglied der Europäischen Kommission, erklärte: „Die Sicherheit hat für die Zollbehörden der Europäischen Union oberste Priorität. Diese Behörden müssen in Europa weiterhin eine führende Rolle spielen, damit gefährliche Waren nicht in die EU gelangen und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gewährleistet ist. In jüngster Zeit sind die Bedrohungen und Risiken jedoch immer komplexer geworden, weshalb ich den Mitgliedstaaten heute neue Konzepte empfehle, um Zollrisiken in Zukunft besser bewältigen zu können.“

Außenhandel der EU zwischen 2004 und 2010 um 50 % gestiegen

Der Außenhandel der EU hat zwischen 2004 und 2010 um nahezu 50 % zugenommen. Auch wenn der größte Teil des Handelsverkehrs rechtmäßig ist, wird der illegale Handel auf nahezu 10 % der Weltwirtschaft veranschlagt (siehe hierzu eine Studie des Weltwirtschaftsforums). Angesichts der Zunahme des Welthandels wird es immer schwieriger, die Einfuhr von Sprengstoff, verseuchten Lebensmitteln oder Schmuggelware zu verhindern.

Die gegenwärtige Risikoabwehr an den Außengrenzen der EU wird den Gefahren für die Sicherheit nicht auf einheitliche Weise gerecht. Die Kommission schlägt verschiedene Maßnahmen vor, um Sicherheit, Gesundheit und Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger sowie den legalen Handel und die wirtschaftlichen und finanziellen Interessen der EU besser zu schützen:

- Für ein effektives Risikomanagement sollten die Wirtschaftsbeteiligten rechtzeitig und am richtigen Ort brauchbare Daten zur Verfügung stellen;

- stärkere Einbeziehung von Unternehmen, die grenzüberschreitend Waren befördern;

- Gewährleistung einer einheitlicheren Umsetzung des Risikomanagements an den Außengrenzen der EU; Prüfung der Einsetzung einer Risikomanagementkapazität auf EU-Ebene, um die Bemühungen der Mitgliedstaaten zu ergänzen;

- strukturiertere und systematischere Zusammenarbeit zwischen Zoll- und anderen Behörden;

- Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit mit den wichtigsten Handelspartnern der EU.
 




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