Zieldatum für europäischen Luftraum verfehlt
Die EU-Staaten haben am heutigen Dienstag eine selbst gesetzte Frist zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums verfehlt. Die EU-Kommission in Brüssel drohte den säumigen Staaten mit Vertragsverletzungsverfahren. Die EU-Behörde kündigte außerdem für das Frühjahr 2013 ein weiteres Gesetzespaket an, um entsprechende Reformen zu beschleunigen.

Bild: APA
Seit 2010 ist beschlossen, dass die bisher 36 nationalen Flugsicherungen bis zum heutigen 4. Dezember dieses Jahres in nur neun sogenannte Funktionale Luftraumblöcke (FAB) zusammengefasst und mit neuer Technik gesteuert werden sollen.
Bisher haben nur Irland, Dänemark, Schweden und Großbritannien den Luftraum neu geordnet. Der österreichische Luftraum hätte bis Dezember mit Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina zusammengefasst und einer gemeinsamen Flugsicherung unterstellt werden sollen. Die sieben Länder haben im Mai 2011 ein Abkommen zur Schaffung eines funktionalen Luftraumblocks unterzeichnet.
Die EU-Kommission schätzt, dass der fragmentierte europäische Luftraum jedes Jahr Mehrkosten in Höhe von 5 Milliarden Euro verursacht. Jeder Flug werde dadurch im Schnitt um 42 Kilometer verlängert, erklärte die Kommission. Die USA hingegen würden einen etwa gleich großen Luftraum mit mehr Verkehr zur Hälfte der Kosten kontrollieren.


















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