Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2011 um nur 2% zurückgegangen
Nach den von der Europäischen Kommission veröffentlichten neuesten Zahlen haben sich die Fortschritte bei der Senkung der Zahl der Straßenverkehrstoten im letzten Jahr deutlich verlangsamt ( 2 %), nachdem in den vergangenen zehn Jahren EU-weit ein sehr hoffnungsvoll stimmender Rückgang (durchschnittlich 6 %) zu vermelden war.

Bild: EC/FF Tulln
Auf Europas Straßen sterben jeden Tag 85 Menschen
Dazu EU-Verkehrskommissar Siim Kallas: „Diese Zahlen sollten uns wachrütteln. Dies ist der langsamste Rückgang der Zahl der Straßenverkehrstoten seit zehn Jahren. Noch immer sterben auf Europas Straßen jeden Tag 85 Menschen. Dies können wir nicht hinnehmen. Wir werden unsere Anstrengungen auf EU-Ebene und auf nationaler Ebene deutlich verstärken müssen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr bis 2020 noch einmal zu halbieren. Ich werde die zuständigen Minister aller Mitgliedstaaten anschreiben und um Informationen über ihre nationalen Pläne für Durchsetzungsmaßnahmen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit für 2012 bitten. Ich möchte mich vergewissern, dass diese wichtigen Arbeiten, die für die Sicherheit auf unseren Straßen von zentraler Bedeutung sind, auch in schweren wirtschaftlichen Zeiten mit unvermindertem Engagement fortgeführt werden. Auf EU-Ebene beabsichtige ich darüber hinaus, im Jahr 2012 den Fokus speziell auf Motorradunfälle zu richten: Wir müssen dafür sorgen, dass sich der derzeitige Trend umkehrt und die Zahl der Todesopfer endlich zurückgeht.“
Im den letzten zehn Jahren wurden im Rahmen des EU-Aktionsplans für Straßenverkehrssicherheit 2001-2011 beträchtliche Fortschritte erzielt. Die Zahl der Straßenverkehrstoten konnte um fast 45 % gesenkt werden, was bedeutet, dass mehr als 125 000 Menschenleben gerettet wurden.
EU–Aktionsplan für Straßenverkehrssicherheit 2011-2020
Die Zahl der Todesopfer in der EU ist jedes Jahr um durchschnittlich 6 % zurückgegangen. In manchen Jahren betrug der Rückgang sogar 11 % (2010).
Im Juli 2010 hat die Kommission ehrgeizige Pläne angenommen, um die Zahl der Verkehrstoten auf Europas Straßen in den kommenden zehn Jahren um die Hälfte zu verringern. Die im Rahmen der „Leitlinien 2011-2020 für die Politik im Bereich der Straßenverkehrssicherheit“ vorgeschlagenen Initiativen reichen von höheren Standards für die Fahrzeugsicherheit über eine bessere Schulung der Verkehrsteilnehmer bis zur strengeren Durchsetzung der Straßenverkehrsvorschriften. Die Kommission arbeitet bei der Durchführung dieses Programms eng mit den Mitgliedstaaten zusammen.


















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