Freitag 24. Mai 2013, 04:32

Bildung & Kultur

Wirtschaft weckt bei Volksschülern Begeisterung für Europa

Begeistert vom großen Interesse der Schüler am Thema Europa beim ersten EU-Kids-Day in der Linzer Zentrale der oö. Unternehmervertretung zeigte sich kürzlich die Wirtschaftskammer OÖ. Ziel der Aktion war es, den Jugendlichen ein optimistisches Bild von der Europäischen Union zu vermitteln.

Wirtschaft weckt bei Volksschülern Begeisterung für Europa
Wirtschaft weckt bei Volksschülern Begeisterung für Europa
Bild: Huemer/MMA Photographer
„Die EU wird heute überwiegend mit Krisen und Problemen in Verbindung gebracht. Viele Menschen, darunter auch viele jüngere, sind dadurch verunsichert. Gerade die junge Generation soll aber mit Zuversicht und Begeisterung an der Europäischen Idee teilhaben und sich nicht vor der Zukunft fürchten“, erläutert Vizepräsident Clemens Malina-Altzinger die Intention der Wirtschaftskammer OÖ. Denn die EU und die gemeinsame Währung Euro seien für die heimische Wirtschaft unverzichtbar. So verzeichne das Industrie- und Exportbundesland Oberösterreich seit dem EU-Beitritt 1995 ein überdurchschnittliches Wachstum, 2011 konnte ein Rekordwert von 4,5 Prozent erzielt werden.

Im Mittelpunkt des EU-Kids-Day standen die Friedenssicherung, die Schaffung von Wohlstand durch wirtschaftliche Zusammenarbeit und das Miteinander der europäischen Völker als zentrale Grundwerte. In Kinderworkshops wurden die Themen „Geschichte der EU“, „Wirtschafts- und Lebensraum Europa“ sowie „Buntes Europa“ auf anschauliche Weise anhand konkreter Beispiele erörtert. So konnten die Schüler anhand eines Feuerwehrautos der Firma Rosenbauer mit Sitz in Leonding die Bedeutung eines großen europäischen Binnenmarktes sowohl für die Produktion als auch für den Verkauf der Fahrzeuge erfahren.

„Binnen zwei Stunden, nachdem wir die Einladung an alle oberösterreichischen Volksschulen auf der EU+-Homepage online gestellt haben, waren die 13 Plätze für die teilnehmenden neun Klassen vergeben“, zeigte sich Wirtschaftskammer-Direktor Christian Hofer vom großen Echo überrascht. Insgesamt 236 Schüler nahmen das Angebot, Europa im Rahmen eines EU-Kids-Day erleben zu können, begeistert an.

Europa zum Angreifen

Erstaunt zeigten sich die Volksschüler, die zumeist das ein oder andere EU-Land von Urlaubsreisen her kennen, vor allem von der Vielfalt Europas, der spannenden Geschichte der einzelnen Staaten und den vielen Sprachen. So gaben einige der jungen Damen und Herren an, mehrere Fremdsprachen erlernen zu wollen. Unverständnis zeigten die Schüler hingegen über den Umstand, dass sie bisher nur wenig über die positiven Seiten der EU und der gemeinsamen Währung Euro gehört oder gelesen haben. „Nichts war und ist selbstverständlich, das Haus Europa muss ständig erneuert werden so wie auch in der Wirtschaft, wo man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen kann. Daher ist die nächste Generation von jungen Europäern gefordert, Europa wieder ein Stück besser zu machen“, betonte Malina-Altzinger. Highlight des mit Unterstützung des Landesschulrates für OÖ und der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft OÖ organisierten EU-Kids-Day war aber das Löschfahrzeug zum Angreifen.

Laut Hofer habe man sich aufgrund des großen Interesses und des positiven Echos bei Schülern und Lehrkräften spontan entschlossen, das Pilotprojekt zu wiederholen.


 




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