Weltwasserwoche 2011 in Stockholm: Wasser für die Welt!
Gleich zu Beginn der diesjährigen Weltwasserwoche in Stockholm bekräftigt Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklung, das engagierte Millennium-Entwicklungsziel: Es ist geplant, den Anteil von Menschen ohne nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und grundlegender Sanitätsversorgung bis 2015 zu halbieren. Während Wasser in Europa als etwas Selbstverständliches gilt, kämpfen weltweit nach wie vor rund 1,2 Milliarden Menschen d.h. nahezu ein Fünftel der Weltbevölkerung um einen Zugang zu sauberem Trinkwasser, mehr als 2,4 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu adäquaten sanitären Anlagen.
Andris Piebalgs
Bild: Europ. Union
Mittlerweile haben wir den Wert von Wasser erkannt, jetzt geht es darum sicherzustellen, dass eine kontinuierliche Wasserversorgung zum grundlegenden Menschenrecht für alle wird. Dabei sind bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen, von allen Millennium-Entwicklungszielen gehört der Zugang von Wasser zu denen, die in der vorgesehenen Periode sehr wahrscheinlich realisierbar sind
Bei der Sanitätsversorgung gibt es trotz aller Anstrengungen nach wie vor Rückstände zu beklagen. Immerhin: Dank der umfangreichen Unterstützung durch die Europäische Kommission haben seit 2004 über 32 Millionen Menschen Zugang zu einer verbesserten Trinkwasserversorgung und rund 9,5 Millionen Menschen Zugang zu Sanitäreinrichtungen erhalten. Die Unterstützung der EU für Trinkwasser- und Sanitärversorgung wurde zwischen 2002 und 2008 nahezu verdreifacht, mittlerweile werden in über 30 Ländern spezifische Großprojekte gefördert.
Täglich sterben 4000 Menschen an den Folgen verschmutzten Wassers
Ungeachtet dieser beachtlichen Leistung der Staatengemeinschaft bleibt weiterhin mehr als genug zu tun. Auch in den nächsten Minuten werden drei weitere Kinder aufgrund verschmutzen Wassers sterben, das bedeutet 4000 Kinder pro Tag, die den Folgen von Wasserverunreinigungen erliegen. Besonders betroffen sind Frauen und Mädchen, eine Tatsache, die in dieser Form sicher nicht akzeptiert werden kann
Andris Piebalgs untermauert die Wichtigkeit des auf seine Initiative gestarteten Projektes mit beeindrucksvollen Zahlen: So wird für die Länder in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean eine Milliarde Euro bereitgestellt um zu helfen, jene Ziele zu erreichen, bei welchen akuter Handlungsbedarf besteht. Trinkwasser- und Sanitärversorgung stehen hier nahezu uneingeschränkt im Vordergrund der Ambitionen, die letztes Jahr auf dem MDG-Gipfeltreffen (Millennium Development Goals der Vereinten Nationen) in New York gestartet wurde
Die europäische Wasser Initiative ( EUWI ) wurde 2002 von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ins Leben gerufen um die MDG dabei tatkräftig zu unterstützen, die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Mittlerweile hat sich die finanzielle Hilfestellung der EU, aufgeteilt in verschiedene Fonds, Projekte und Einrichtungen auf die nahezu unvorstellbare Gesamtsumme in Höhe von 1,2 Billionen Euro für die betroffenen Regionen, nämlich Afrika, Karibik und Pazifikregion, summiert.
Alleine in Senegal konnte mit Hilfsprojekten über 17.324 Einwohnern in Senegal gezielt geholfen werden, in 13 entlegenen Dörfern wurde mittels ziemlich aufwendig gestalteter hydraulischer Systeme die tägliche Wasserversorgung ermöglicht sowie grundlegende Aufklärungsarbeit vor Ort im Bereich Hygiene und Sanitärwesen geleistet.
Mozambique: 25 Millionen Euro von der Europäischen Kommission
In Maputo, der größten Stadt von Mozambique, leben 1,8 Millionen Menschen. Das Maputo-Projekt zur Wasserversorgung stellt eine enorme Herausforderung dar: Die Versorgung soll von 38% auf 73% der Bevölkerung erhöht werden, anstelle von bislang 670.000 sollen fortan 1,5 Millionen Menschen in den Genuss einer kontinuierlichen Wasserversorgung kommen, wobei dank neu errichteter Versorgungssysteme eine Kapazität von 4000 Kubikmeter Wasser pro Stunde angepeilt wird.
Die Co-Finanzierung des Monsterprojektes erfolgt durch die Kommission, die Europäische Investment Bank, die Französische Entwicklungsagentur und dem ORET-Programm des Niederländischen Außenministeriums. Der Finanzierungsanteil der EU beläuft sich hier auf über 95 Millionen Euro, wovon alleine 25 Millionen Euro von der Europäischen Kommission kommen.
Ähnliche Erfolge können in Nigeria verzeichnet werden, einem Land mit teils geradezu katastrophalen sanitären und hygienischen Verhältnissen für die Bewohner. Im Zuge einer gemeinschaftlichen, grundlegenden Neuerschließung ist es mittlerweile gelungen, Mindeststandards zu etablieren. Die Partnerschaft aus UNICEF, EU und regionalen Leitstellen leistet Pionierarbeit mit der Folge, dass die Sterblichkeitsrate von Kindern allein in der Zeit von 1990 bis 2008 drastisch gesenkt werden konnte. Es ist gelungen, für Millionen von Menschen in einer von Dürre und Trockenheit dominierten Region die elementaren Elemente europäischer Standards zu sichern. Für Esther Etowa, die im Kampf für das tägliche Wasser eine tragende Rolle einnimmt, ist dies ein durchschlagender Erfolg, Cholera und Typhus sind somit weitgehendst unter Kontrolle: „I feel happy – it`s like the sky is my limit!“
In Ubende / Uganda stammen die ursprünglichen Wasserversorgungsanlagen teils aus 1925 und dürfen somit getrost als hoffnungslos veraltet werden, Armut ist an allen Ecken zu finden. Dem erfolgreichen Eingreifen der Europäischen Kommission ist es zu verdanken, dass mit Mid-Western-Towns Projekt in mehreren Städten die Wasser- und Sanitärversorgung modernisiert werden konnte, die Einwohner zeigen sich dankbar
Ähnliche tiefgreifende Erfolge sind im Norden Haitis zu verzeichnen: Eine neue Versorgungsanlage für Wasser bringt über 100.000 Menschen spürbare Erleichterung in den kleinen Dingen des Alltags, die regionale Infrastruktur beginnt zu wachsen, erstmals wird in diesen Regionen damit begonnen, eine Art Abfallwirtschaft zu organisieren. Bei diesem Projekt ist die Kommission mit 3 Millionen Euro involviert.
So beeindruckend diese Zahlen, Fakten und Errungenschaften auch sind, die Ergebnisse wirken aus globaler Sicht und angesichts der noch zu leistenden, unbedingt erforderlichen Aufbauarbeiten wie der berühmte Tropfen auf dem Heißen Stein. Angesichts der teils katastrophalen Lage in manchen Regionen der Welt ist globales, partnerschaftliches Handeln angesagt.
Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern
Wie viel Trinkwasser braucht eine 20-Millionen Metropole? Wie belastbar sind Wasservorkommen durch den Verbrauch sogenannter Megacities und der Industrie? - Solche Fragen stehen bei der aktuellen Weltwasserwoche auf der Agenda. Wasserökonomie und Wasserressourceneffizienz stehen im Mittelpunkt der Überlegungen, um den steigenden Bedarf an Wasser auch in Zukunft decken zu können. Vielleicht gelingt es, in absehbarer Zeit in weiten Kreisen der Gesellschaft sowohl die wünschenswerte Sensibilisierung als auch ein durchaus angebrachtes Wasserbewusstsein zu entwickeln und dem kostbaren Nass die längst fällige Dankbarkeit entgegen zu bringen
Die heimischen Politiker von Werner Faymann abwärts erwecken gerne den Eindruck, dass Österreich so etwas wie ein Musterland in der Europäischen Union sei. Und in gewisser Hinsicht haben sie auch gar nicht so unrecht: Die Republik überstand immerhin die große Wirtschafts-, Finanz- und Schuldenkrise zweifellos besser als die meisten anderen EU-Staaten und steht nunmehr mit einem kleineren blauen Aug‘ da als diese. »
Im aktuellen Werbespot („Wer tut am meisten für die Mieter? Die SPÖ“) feiert man sich als Retter der heimischen Mieterschaft. Tatsächlich hat man aus Gründen des Macht-Erhalts das komplizierteste Mietensystem Europas geschaffen – inklusive Dauer-Wohnungsnot. Mit der Freigabe der Mieten und der Umpolung der staatlichen Pensionsvorsorge könnte man einen neuen Gründerboom auslösen. »
Nachdem in Teil 1 die eher verhaltene Reaktion der supranationalen EU auf die vierte Novellierung der ungarischen Verfassung dargestellt wurde, wird nachstehend der verblüffenden Tatsache nachzugehen sein, warum sich der bloß intergouvernemental konzipierte Europarat entschlossen hat, gegen Ungarn ein entsprechendes Monitoring-Verfahren einzuleiten. »
Rechtzeitig zu Beginn der Feriensaison reißt der trübe Konjunkturhimmel über den europäischen Krisenstaaten etwas auf: Griechenland erwartet einen regelrechten Touristen-Ansturm. Italien, Spanien und Portugal hoffen zumindest auf moderate Steigerungsraten. Doch mit dem EU-Beitritt Kroatiens kommt ein nicht zu unterschätzender Wettbewerber noch stärker als bisher ins Spiel. »
Kontrovers - die Audiodiskussionsserie auf EU-Infothek. Auch diesmal diskutieren Andreas Unterberger und Georg Hoffmann-Ostenhof wieder über ein aktuelles Thema. Kontrovers ist Programm auch dieser Diskussion. Die beiden Journalisten widmen sich mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen dem Thema: Integration - Zusammenleben in Österreich.
Staatssekretär Sebastian Kurz hat den Integrationsbericht 2012 vorgelegt - es gebe kleine Fortschritte in der Bildung und beim Spracherwerb. Hat sich im Bereich der Intergation etwas bewegt?
„Das weiß ich, und deswegen will ich Sie; ich will keinen Bequemen“, soll die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wolfgang Schäuble gesagt haben, als dieser im November 2005 auf ihr Angebot, Innenminister zu werden, geantwortet habe, er werde loyal sein, aber sich keine Zügel anlegen lassen. »
Kommentar hinzufügen