Donnerstag 23. Mai 2013, 07:58

Telekommunikation & Verkehr

Vierter europäischer Tag der Straßenverkehrssicherheit

Straßenverkehrsunfälle sind in der ganzen Welt und auch in Europa noch immer die häufigste Todesursache junger Menschen und in dieser Altersgruppe die häufigste Ursache für Verletzungen, die Behinderungen nach sich ziehen.

Vierter europäischer Tag der Straßenverkehrssicherheit
Vierter europäischer Tag der Straßenverkehrssicherheit
Bild: varadero1964/flickr.com
Im Jahr 2010 waren 19 % der Verkehrstoten in der EU junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren (obwohl diese Altersgruppe nur 10 % der Gesamtbevölkerung ausmacht). Für die 18-25jährigen ist also das Risiko, bei einem Straßenverkehrsunfall zu sterben, beinahe doppelt so hoch.

Aus diesem Grund stellt die Europäische Kommission die jungen Menschen in den Mittelpunkt ihres vierten europäischen Tags Straßenverkehrssicherheit. Herausragendes Ereignis des Tages ist eine gemeinsam mit dem zyprischen Vorsitz organisierte Konferenz, die in Nikosia stattfindet. An den Diskussionen, Präsentationen und Workshops im Rahmen der Konferenz nehmen Vertreter von Jugendgruppen, im Bereich der Straßenverkehrssicherheit tätigen Organisationen und staatlichen Stellen aus allen EU-Ländern und Nachbarregionen teil.

„Vision Null“ für die Straßenverkehrssicherheit in der EU

Der für den Bereich Verkehr zuständige Vizepräsident Siim Kallas: „Der tragische Verlust junger Menschen durch Unfälle auf europäischen Straßen kann nicht hingenommen werden. Besonders betroffen machen mich die Unfälle junger Männer und Frauen, an denen Alkohol oder Drogen schuld sind. Ich bin optimistisch, dass wir unsere „Vision Null“ für die Straßenverkehrssicherheit in der EU verwirklichen können, da wir in den letzen zehn Jahren gute Fortschritte erzielt haben. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Nur wenn es uns gelingt, das Fahrverhalten junger Menschen zu ändern, können wir weiterhin Menschenleben retten.“

Überdurchschnittlich viele junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren kommen im Straßenverkehr ums Leben.

Im Jahr 2010
• starben bei Unfällen im Straßenverkehr 31 000 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren – 80 % davon waren junge Männer, 20 % junge Frauen;
• war an 40 % der tödlichen Unfälle ein junger Fahrer beteiligt;
• waren 25% der tödlich verunglückten Autofahrer junge Menschen – 81 % junge Männer und 19 % junge Frauen;
• ließen sich die tödlichen Unfälle junger Menschen wie folgt nach Verkehrsmitteln aufschlüsseln: 66 % PKW, 20 % Krafträder, 2 % Fußgänger, 8 % Fahrradfahrer, 4 % andere (LKW, Bus …)

Im Gastgeberland des vierten europäischen Tags der Straßenverkehrssicherheit sind die Zahlen sogar noch alarmierender. In Zypern entfallen auf diese Altersgruppe 23 % aller Straßenverkehrstoten.

Zahl der jungen Verkehrsopfer sinkt

Tödliche Unfälle junger Menschen im Straßenverkehr sind nicht unvermeidlich. Für die Altersgruppe der 18-25jährigen ging die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr zwischen 2001 und 2010 um 49 % zurück – dies ist mehr als der allgemein zu verzeichnende Rückgang um 43 %. Junge Autofahrer sind eine besonders gefährdete Gruppe, doch sank im gleichen Zeitraum auch hier die Zahl der Verkehrstoten um 55 %.

Wenn das ehrgeizige Ziel erreicht werden soll, die Zahl der Verkehrstoten in Europa bis 2020 zu halbieren, müssen junge Menschen aktiv einbezogen werden. Die europäische Jugend muss motiviert werden, ihren Beitrag zur Straßenverkehrssicherheit zu leisten, indem sie beispielsweise ihre eigenen Ideen für neue Wege untereinander austauscht.
Mit den europäischen Tagen der Straßenverkehrssicherheit sollen zum einen die Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit für die Herausforderungen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit sensibilisiert und zum anderen die Verkehrsteilnehmer zu Verhaltensänderungen bewogen werden, um für eine sichere Mobilität zu sorgen, die allen zugänglich ist.

 


 




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