Freitag 28. November 2014, 03:50

Gesundheit

Vierte Vergabe des EU-Preises für hervorragenden Gesundheitsjournalismus

Tonio Borg, der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucher, gab auf einer Veranstaltung zur Preisverleihung in Brüssel die Gewinner des vierten EU-Gesundheitspreises für Journalisten bekannt. Die ausgezeichneten Artikel, die aus 557 Beiträgen von Journalisten aus der ganzen EU ausgewählt wurden, behandeln Themen im Zusammenhang mit der gesundheitlichen Versorgung und medizinischen Leistungen.

Tonio Borg: Vierte Vergabe des EU-Preises für hervorragenden Gesundheitsjournalismus
Tonio Borg: Vierte Vergabe des EU-Preises für hervorragenden Gesundheitsjournalismus
Bild: European Commission
Einen zusätzlichen Sonderpreis gab es für das Thema „Raucherentwöhnung“. Folgende Gewinner wurden ausgezeichnet:

1. Platz: Petr Třešňàk, der für die tschechische Zeitschrift „Respekt“ schreibt, für seinen Artikel mit dem Titel „Abenteuer auf Station 14“. Darin erzählt er die Geschichte einer psychiatrischen Krankenhausstation, auf der die schwierigsten Fälle behandelt werden, und eines engagierten Krankenpflegers, dessen Einsatz viel bewirkt hat.

2. Platz: Ailbhe Jordan, die für die irische Zeitschrift „Medical Independent“ schreibt, für ihren Artikel mit dem Titel „Sind Vorsorgeuntersuchungen Geldverschwendung?“, in dem sie einen schonungslosen Blick auf die Debatte über Wert und Kosteneffizienz der Krebsvorsorge, insbesondere der Brustkrebsvorsorge, wirft.

3. Platz: Daniela Cipolloni, die für die italienische Zeitschrift „Oggi Scienza“ schreibt, für ihren Artikel mit dem Titel „All diese Lügen, die von Nabelschnurbanken verbreitet werden“. Wie der Titel schon andeutet, betrachtet sie darin das kontroverse Thema der Aufbewahrung der Nabelschnur eines Babys für eine zukünftige medizinische Behandlung.

"Fassen heiße Eisen an und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund"

Gewinner des Sonderpreises: Tobias Zick, der für die deutsche Zeitschrift „NEON“ schreibt, für seinen tiefgründigen Artikel „Dicke Luft“. Darin beschreibt er, wie sich das Bild des Rauchens in Deutschland von „cool“ zu „uncool“ gewandelt hat, und gibt einen Überblick über die historischen, politischen, rechtlichen und philosophischen Aspekte der Bekämpfung des Rauchens.

Auf der Veranstaltung zur Preisverleihung sagte Kommissar Borg: „Alle vier Journalisten, die heute ausgezeichnet werden, fassen heiße Eisen an und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund. Den ausgezeichneten Artikeln zu den verschiedensten Themen, wie Psychiatrie, Krebsvorsorge, Nabelschnurblutbanken und Bekämpfung des Rauchens ist eines gemeinsam: sie greifen heikle Themen auf, die auf EU-Ebene diskutiert werden müssen.“




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