Samstag 25. Mai 2013, 22:50

Global


USA: Der eigentliche Präsidentschaftsbewerb hat jetzt erst begonnen

Florida war immer schon der Wendepunkt bei den Präsidentenwahlen. Die anderen Mitbewerber sind abgeschlagen oder aus dem Rennen und es wird klar, wer die wirklichen Kandidaten sind. Sie mussten viele Prüfungen über sich ergehen lassen, wobei man herausfinden wollte, wie es um das Allgemeinwissen, Einschätzungsfähigkeit, Entscheidungsbereitschaft und das politische Wissen steht.

Aufgegeben haben jene, die das Mindestprofil nicht erreicht haben.

Mitt Romney, Führender bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner
Mitt Romney, Führender bei den Präsidentschaftsvorwahlen der Republikaner
Bild: The Inquisitr
Laut den letzten Umfragen lag in Florida Mitt Romney vor Newt Gingrich mit variablen 8 – 12% Vorsprung.
Das Ergebnis ist nun 47,5% für Mitt Romney vor 31,2% für Gingrich. Santorum ist mit 13,1% abgeschlagen und Ron Paul mit 6,9% weit ab vom Feld.

Wer in Florida gewinnt, bekommt alle 50 Delegiertenstimmen mit auf die Reise zur Präsidentschaft. Das heißt aber nicht, dass der Krieg gewonnen wurde, sondern nur eine Schlacht.

Das klingt alles ganz gut, aber nimmt man an, es würden heute Wahlen sein, dann würde laut Umfragen (PPP/Daily) das Ergebnis so aussehen: 46% Obama und 42% Romney. Nach Gallup sind es 48% für Obama und 48% für Romney. Auch das zeigt, dass keiner der republikanischen Bewerber einen durchschlagenden Erfolg hätte. Das Profil muss weit höher sein als jenes von Obama und das scheint noch nicht der Fall zu sein.

Die Republikaner haben im letzten Jahr sehr viel ihrer Gefolgschaft verloren, weil es so ausgesehen hatte, dass ihnen das Land weniger wichtig war als die eigenen Interessen. Die Budgetdebatte, das lange Tauziehen der Finanzierbarkeit des Defizits und die wirtschaftliche Situation haben den Republikanern enorm geschadet, besonders da sie die Mehrheit der Bevölkerung vor den Kopf gestossen haben mit ihren Vorstellungen der Sozialkürzungen und den Einsparungspotentialen bei den grossen Bevölkerungsgruppen, den sozial Schwachen und den schlechter Verdienenden.

Im April sind die zwei verbliebenen republikanischen Bewerber dann in der  Endphase der Vorentscheidung und dann werden wir sehen wie Obama reagiert und wie er sich verkauft, um eine Mehrheit für sich zu gewinnen.
 


 




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