US-Wirtschaft durch Bürokratie gelähmt
August. Der Monat von dem die Demokraten glauben, es passiert nichts. Dieser Meinung war schon John Kerry 2004 und Barack Obama die letzten zwei Jahre. Und doch ist es jene Zeit, in der sich die Präsidentschaftskandidaten vorbereiten – für den Herbst, in dem alles zählt um in die Vorwahlen zu kommen und zu bestehen.

Bild: CC-BY 3.0
Neben dem bedeutungslosen Mini-Sieg von Michele Bachmann in den Vorwahlen, der durch ihre naiven Kommentare wieder zunichte gemacht wurde, oder Sarah Palin, die nicht gerade brilliert hatte, wird eines klar: Die Wirtschaft krankt. Und die Politiker haben keinen Plan, wie die Konjunktur wieder angekurbelt werden kann und sind außerstande abgesehen von Steuererhöhungen alternative Einnahmenquelle auszumachen. Das amerikanische Volk ist in dieser Wirtschaftskrise verstimmt über Bonuszahlungen an Bankmanager, die die eigentlichen Verursacher des Dilemmas waren. Der Ausspruch „malefunctions in banks“, Männerfunktionen in Banken und nicht „malfunctions“, Störungen, ist in aller Munde.
Die Spätfolgen von 9/11
Auch die nach 9/11 eingeführten Restriktionen und die Bürokratie sind zu einem Hemmschuh für die Wirtschaft geworden. Investoren aus aller Welt werden abgelehnt, weil sie sich mehr als sechs Monate im Land aufhalten wollen, was gesetzlich nicht mehr möglich ist. Das Resultat ist der Verlust von Investitionskapital, das den Aufbau neuer Produktionen ermöglichen und verloren gegangenes know how wieder ins Land fließen lassen würden.
Viele wohlhabende Pensionisten aus aller Welt wollen in den USA ihren Lebensabend verbringen und ihr Geld anlegen, doch als Folge von 9/11 ist das nicht mehr möglich. Kämen 300.000 Pensionisten ins Land und jeder lebte hier etwa 15 Jahre und gebe für Haus , Steuern und Leben im Schnitt 8000.- Dollar pro Monat aus, wären dies 28.800.000.000.- (28,8 Billionen) Dollar jährlich, die dem Staat zu Gute kämen ohne den Haushalt zu belasten. Allein in Florida gibt es 750.000 Häuser und Wohnungen die leer stehen weil sie niemand kaufen kann.
Somit erweisen sich die 9/11 nachfolgenden Restriktionen in Summe als Schnitt ins eigene Fleisch.
Weg aus der Krise erfordert starke Führungsperson
Nun ist es an Obama die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Auf den Straßen sieht man Autos mit Aufklebern „2012, Ende eines Irrtums „ (2012, End of an Error), die sichere Warnzeichen eines Stimmungswandels erkennen lassen. „Das Maß ist voll“, so der allgemeine Tenor, der durch die rechtsgerichtete Tea Party geschürt wurde, die defacto nur einen geringen prozentuellen Anteil der Wähler verkörpert. Wie in jeder Wirtschaftskrise der Geschichte tendieren die Meinungen stark nach rechts. Durch die beschämenden Budgetverhandlungen bekam die Tea Party Rückenwind und auch das nehmen die Amerikaner, die bisher zu Präsident Obama gestanden sind, dem amtierenden Präsidenten persönlich übel.
Wenn auch die Vorwahlen bei den Republikanern gerade auf Hochtouren laufen, so haben nur jene eine Chance, die sich keine Blößen geben. Rick Perry, Gouverneur von Texas, scheint als einziger akzeptabler Kandidat aus den republikanischen Reihen hervorzugehen und viele meinen, ein Siegeszug in das Weiße Haus sei nicht unwahrscheinlich.


















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