Freitag 24. Mai 2013, 14:24

Energie & Ressourcen


Umwelt und Energieeffizienz: Gutes Geld für gute Ideen

600 Partnerorganisationen in 50 Ländern und 12 Partner alleine in Österreich sind eine solide Basis  für internationale Kooperationen und neue Projekte. Gut gefüllte Fördertöpfe aus Brüssel regen an, aktiv zu werden. Europa ist auf der Suche nach neuen Konzepten!

Umwelt und Energieeffizienz: Gutes Geld für gute Ideen
Umwelt und Energieeffizienz: Gutes Geld für gute Ideen
Bild: bmvit
Brüssel ist spendabel: Die laufenden Calls sprich Ausschreibungen für EU-Förderungen im Sinne der Umwelt und Ressourceneffizienz sind in vollem Gang. Das 7. Forschungsrahmenprogramm kann mittlerweile gute Erfolge präsentieren. Unterschiedliche Programme für verschiedene Themenkreise bieten Anreiz, auch größere Projekte in fast schon industriellen Dimensionen zu realisieren. Und was die nächste Förderperiode 2014-2020 betrifft: Brüssel lässt sich was Fortschritt und Nachhaltigkeit betrifft, sicher nicht lumpen.

Horizon 2020: Forschung und Innovation

Die Themen rund um Horizon 2020 sind breit gefächert und beinhalten Sparten wie Gesundheit, demographische Entwicklung und Ernährung sowie Ernährung und Lebensmittelsicherheit und damit Themen, die uns alle betreffen und ein weit reichendes Betätigungsfeld ermöglichen. Sichere, saubere und effiziente Energielösungen bilden einen weiteren Programmpunkt in der Palette. Intelligente, umweltfreundliche Verkehrskonzepte sowie Ressourceneffizienz und Klimaschutz werden ebenso berücksichtigt wie integrative, sichere Gesellschaften. Das finanzielle Volumen beträgt 80 Milliarden Euro. EU-Fördercheck und eine gut sortierte Förderdatenbank ergänzen das Programm an Fördermöglichkeiten.

7. Rahmenprogramm Energie und KMU

Die Rahmenbedingungen ermöglichen es sowohl KMU als auch Universitäten, Forschungsorganisationen und Öffentlichen Einrichtungen Förderungen bis zu einem Anteil von 75 Prozent der Kosten zu beziehen. Unternehmen in industriellem Sinne dürfen sich über 50 Prozent Zuschuss erfreuen. Für Grundlagenforschung gibt es vollen 100 Prozent Kostenübernahme, ebenso sind Pauschalen für indirekte Kosten verfügbar. Es folgen weitere Ausschreibungen in Sachen Green Cars, für Smart Cities ist ein eigener Schwerpunkt im Sinne der Nachhaltigkeit geplant. Ob solarthermische Projekte, District Heating and Cooling oder einem wegweisenden System für Gebäudesanierung: Das Gesamtbudget mit dem Thema Energie beinhaltet 380 Millionen Euro für sowohl Wissensgenerierung und –Transfer, weiters innovative Produkte und Prozesse inklusive der Entwicklung von Prototypen und deren Testprogramme bis hin zur erfolgreichen Markteinführung.
Speziell internationale Kooperationen sind gerne gesehen!

Forschung zugunsten von KMU

KMU als treibende Kraft der Wirtschaft haben vielfach nicht die weitläufige Kapitaldecke von Konzernen und sind dadurch bei Neuentwicklungen auf maßgeschneiderte Förderungen angewiesen. Das Nutzungspotenzial für KMU bildet die Kernüberlegung, die Auslagerung der Forschungsaktivitäten macht Sinn. Demonstrationsaktivitäten erfahren an dieser Stelle einen höheren Stellenwert, als Richtwert werden sechs Prozent genannt, es gibt keine thematischen Schwerpunkte:  Alle Ideen, die sich um das Thema Energie drehen, werden entsprechend berücksichtigt. Doch auch hier dreht sich alles um ein Netzwerk, denn es geht um Teamwork und sich ergänzende Geschäftspartner, die über Schnittstellen koordiniert werden.

Gefragt: Der europäische Mehrwert

Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Es hat einen guten Grund, dass Brüssel reichlich Geld in die Hand nimmt. Nachhaltigkeit ist an Wettbewerbsfähigkeit gebunden. Zwar gibt es vielfach gute Ansätze und Ideen, doch vielfach scheitert es an deren Umsetzung. Ursache dafür ist sind wie immer fehlende finanzielle Mittel, die Kreditklemme nimmt seit geraumer Zeit Betriebe, Erfinder und Entwickler gleichermaßen in die Zange, doch ohne Investitionen sind die ambitionierten Ziele leider nicht erreichbar. Die aktuellen Förderprogramme laufen salopp gesprochen unter der Devise „erkennen, fördern und generieren“ und sollen einen greifbaren europäischen Mehrwert kreieren und die Union in jeder Hinsicht stärken.

Rückendeckung für ambitionierte Ziele

Die aus Brüssel vorgegebenen Richtlinien haben es zumeist in sich, denn da wird mächtig umgerührt. Weiters sind diese Richtlinien zumeist an enormen Investitionen gebunden. Mit dem Bereitstellen der Fördertöpfe kommt die Union sowohl Politik als auch den Unternehmen finanziell entgegen, um die vereinbarten Ziele in Angriff und letztlich auch realisieren zu können. Das reicht von der Idee über die Entwicklung und Planung sowie Vorbereitung der Markteinführung bis hin zur erfolgreichen Marktdurchdringung.

Gut geplant ist fast gewonnen

Um in den Genuss der Fördermittel zu kommen, ist jedoch einiges an Vorbereitungen zu treffen. Nur eine gute Idee zu haben, ist schlichtweg zu wenig, in Brüssel geht alles nach Plan: Basierend auf einem Pflichtenheft müssen alle Details erfasst und präsentiert werden. Technische Ausführungen  in gut verständlicher Form gelten als weiteres Kriterium für den Erfolg. Ein fundierter Businessplan ist ebenso erforderlich wie Analysen über das vermutliche Marktpotenzial und die möglichen Gewinnaussichten, denn ohne erkennbare Rentabilität und den erstrebten europäischen Mehrwert gibt es kein Geld. Brüssel wacht mit großer Sorgfalt über die eingesetzten Gelder, die Vorgaben müssen strikt eingehalten werden. Ein Zeitfenster mit Reserven ist übrigens ebenso anzuraten wie eine situationsgerechte Kalkulation, die kleine Unpässlichkeiten und Verzögerungen im Projektablauf berücksichtigt.

Immerhin: In Zusammenhang mit den Förderungen aus Brüssel und den gemeinsamen Anstrengungen der Verantwortlichen und deren Netzwerk sind bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen.        
      

  
  

 


 




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