Stadtverkehr: Die Stunde der Nachhaltigkeit
Die Zukunft der Mobilität in unseren Städten ist das Thema einer Konferenz, auf der Vizepräsident Siim Kallas gemeinsam mit Vertretern des Europäischen Parlaments und des Ausschusses der Regionen mit wichtigen Akteuren zusammentreffen wird.

Bild: gerhard.loub/flickr.com
Der für Verkehr zuständige Vizepräsident Siim Kallas: „Die Europäer haben genug von den täglichen Frustrationen beim Erreichen ihres Arbeitsplatzes und sind die durch Verkehrsstaus entstehenden Kosten und Probleme leid. Nach meiner Überzeugung können wir diese Tendenzen durch vorausschauendes Planen, neue Technologien und unterstützende Maßnahmen umkehren. Zu diesem Zweck wollen wir mit den Städten und den Bürgern zusammenarbeiten, um höherwertige, günstigere, besser integrierte und barrierefreie Verkehrssysteme zu entwickeln. Diese Konferenz und die Konsultation der Öffentlichkeit werden es uns ermöglichen, die Verkehrspolitik mit den Vorstellungen und Bedürfnissen der Bürger besser in Einklang zu bringen.“
Auf der Konferenz in Brüssel kommen mehr als zweihundert institutionelle Teilnehmer zusammen, darunter Kommunen, Verkehrsbetriebe und Nutzer sowie Vertreter aus Wirtschaft und Forschung. Drei Tätigkeitsfelder werden zur Diskussion gestellt, nämlich Pläne für nachhaltige städtische Mobilität, Stadtmauten und städtische Logistik. Die Kommission hat diese drei Initiativen in ihr Verkehrsweißbuch von 2011 aufgenommen, in dem ehrgeizige Ziele zur Verringerung der durch den Verkehr generell und den Stadtverkehr im Besonderen verursachten Treibhausgasemissionen festgelegt werden.
Verkehrsmaßnahmen und -strategien zur Förderung urbaner Mobilität
Die Konferenz zum Thema Stadtverkehr fällt mit dem zehnjährigen Jubiläum der CIVITAS-Initiative zusammen, die Städte bei der Umsetzung ehrgeiziger Verkehrsmaßnahmen und -strategien zur Förderung von urbaner Mobilität unterstützt. Das Netz des CIVITAS-Forums, an dem über 200 Städte beteiligt sind, hat der Kommission wertvolle Anhaltspunkte dazu geliefert, wie örtliche Initiativen für einen besseren und nachhaltigeren Verkehr durch EU-Maßnahmen optimal unterstützt werden können. Im Rahmen der Initiative werden etwa 370 Mio. EUR in die Innovation des städtischen Verkehrs investiert.
In ihrer Politik berücksichtigt die Kommission zudem die bei der Umsetzung ihres derzeit überarbeiteten Aktionsplans „Urbane Mobilität“ von 2009 gesammelten Erfahrungen und nutzt die im Rahmen von CIVITAS gewonnenen Erkenntnisse. Die öffentliche Konsultation ist für Bürger und alle interessierten Kreise eine weitere Gelegenheit, die künftige EU-Politik im Bereich des Stadtverkehrs mit zu gestalten.
Die Ergebnisse werden die Grundlage für konkrete Vorschläge im kommenden Jahr bilden, in denen Ziele und Prioritäten der EU zugunsten einer nachhaltigen städtischen Mobilität formuliert werden. Hervorgehoben wird dabei die wichtige Rolle von Plänen für nachhaltige städtische Mobilität, und es werden Bereiche ermittelt, in denen örtliche Initiativen durch Maßnahmen auf EU-Ebene ergänzt werden können. Der Übergang zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität mit Hilfe neuer Technologien, Ausrüstungen und Systeme wird positive Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung liefern.


















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