Donnerstag 23. Mai 2013, 15:22

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S&P bestätigt Frankreich-Rating mit "AA+"

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat am Freitag die Kreditbewertung von Frankreich bestätigt. Die langfristige Bewertung bleibe unverändert auf der zweithöchsten Note "AA+", teilte die Agentur am Freitag mit. Den Ausblick setzte Standard & Poor's ebenfalls unverändert auf "negativ". Damit droht der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas weiterhin eine Abstufung.

Ausblick bleibt unverändert auf "negativ"
Ausblick bleibt unverändert auf "negativ"
Bild: APA

Die Chance einer Herabstufung im kommenden Jahr veranschlagt S&P mit mindestens einem Drittel. Zur Begründung gab Standard & Poor's an, dass die bisher angekündigten Reformen der neuen sozialistischen Regierung in Paris zwar "nützlich", aber noch nicht ausreichend seien.

Frankreich muss nach Einschätzung von Standard & Poor's weiter an der Sanierung des Haushalts und an den Strukturreformen festhalten. "Wir bestätigen die Bewertungen, weil unserer Ansicht nach kurzfristig zusätzliche Reformen umgesetzt werden", erklärte Standard & Poor's. Die Regierung in Paris sei entschlossen, "wichtige Haushalts- und Strukturreformen" umzusetzen.

Die bereits angekündigten Maßnahmen insbesondere zur Wettbewerbsfähigkeit seien "nützlich". Doch müssten noch der Arbeitsmarkt und der Dienstleistungsbereich reformiert werden. Die französische Regierung ist im Moment dabei, Reformen am Arbeitsmarkt voranzutreiben.

Die bisher erzielten Fortschritte können ausgebaut werden und so das Wachstumspotenzial Frankreichs verstärken. Zuletzt habe die Regierung in Paris aber auch teilweise Maßnahmen durchgeführt, die eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft bremsen. Insgesamt rechnet Standard & Poor's aber weiter mit einer Fortsetzung der Reformpolitik.

Am Montagabend hatte die Ratingagentur Moody's Frankreich abgestuft und dem Land die Bestnote "AAA" entzogen. Seitdem wird das Land nur noch von Fitch und damit von einer der drei führenden Agenturen mit der Bestnote eingestuft.

Auch Moody's hatte den Ausblick für Frankreich mit negativ bewertet. Die Agentur sah ein "Risiko" für Frankreichs Wirtschaftswachstum sowie angesichts des Haushaltsdefizits und kritisierte "zahlreiche Strukturdefizite" wie einen "rigiden Arbeitsmarkt". Zudem gehe die Abwehrkraft des Landes gegen mögliche neue Krisen in der Euro-Zone zurück, insbesondere aufgrund seiner zu starken Verflechtung mit Euro-Krisenstaaten.


 




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