Sicherheit im Internet - Ist die EU gerüstet, um Cyber-Kriminalität und Terrorismus zu verhindern?
Cyber-Angriffe sind nicht sichtbar. Sie sind besonders schwer zu erfassen und gerade deshalb sehr gefährlich. Ein Computerprogramm reicht aus, um ein ganzes Land still zu legen. Strom- und Wasserversorgung, Atomkraftwerke, Militärbasen, Behörden und Polizei-Netzwerke - alles ist bereits digitalisiert und bietet somit Angriffsfläche für Cyber-Attacken.
Bild: privat
In diesem Zusammenhang ist auch die EU-US-Task Force, die während dem EU-USA-Gipfel in Lissabon vereinbart wurde, zu erwähnen. Für ein globales Problem müssen Partnerschaften mit Drittländern, insbesondere mit jenen Ländern, die bereits Erfahrungen mit Cyber-Fragen haben, geschlossen werden.
Die neue Form von Krieg und Meinungsäußerung ist eine digitalisierte. Sei es durch private Nutzer bequem vom Wohnzimmer aus, oder auch durch Regierungen, die systematisch eine Hacker-Generation ausbilden.
30 Prozent des Welthandels basieren auf Internetgeschäften. 99 Prozent der Geschäfte innerhalb der Europäischen Union werden mit Klein- und Mittelbetrieben abgeschlossen. Diese sind aufgrund geringer Sicherheitsstandards besonders beliebte Opfer für Hacker-Angriffe. Die Bedeutung dieser Bedrohung auf europäischer Ebene wird dadurch sehr deutlich.
Um dem Phänomen bestmöglich entgegenzuwirken müssen Belastungstests wie "Cyber Europa" unterstützt werden. Sie sind ebenso notwendig wie Notfallübungen im Falle einer Naturkatastrophe.
Die ersten Schritte sind gesetzt und gehen in die richtige Richtung. Dennoch bestehen noch zahlreiche offene Fragen, die geklärt werden müssen.
Das Thema Cybercrime muss dringend in den Mittelpunkt einer europäischen Debatte gerückt werden, denn Cybercrime macht nicht an den Grenzen halt. (Ernst Strasser)


















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