Dienstag 21. Mai 2013, 11:10

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Schüren „Spiegel“, DIW und ZDF die Abstiegsangst der Bürger?

Dass die Mittelschichten schrumpfen und die Armut steigt, steht für Deutschlands Mainstream schon seit Marxens Zeiten fest. Täglich mahnen Deutschlands Medien ihre Bürger, wie schnell ein jeder von uns unten ist. Das soll Abstiegsängste schüren und hält das Land politisch links.

Schüren „Spiegel“, DIW und ZDF die Abstiegsangst der Bürger?
Schüren „Spiegel“, DIW und ZDF die Abstiegsangst der Bürger?
Bild: DIW, zdf, spiegel
Spiegel-Soziologen: „Brasilianisierung des Westens“

Fast im Jahrestakt sieht man beim Spiegel deutsche Mittelschichten bröseln. „Soziologen fürchten Erosion der Gesellschaft“, titelte man 2010 - gespenstisch untermalt von brennenden Barrikaden und vermummten Schlägern in Hamburgs Schanzenviertel. Mit einer „Brasilianisierung des Westens“ drohte darin der Soziologe Beck, noch mehr Deutsche könnten in prekäre Arbeitsverhältnisse abdriften. Basis war eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): „Die Einkommensgegensätze nehmen seit der Wiedervereinigung zu. Zwar reduziert sich diese Einkommenspolarisierung in konjunkturell günstigen Phasen. Danach aber steigt sie umso schneller wieder an.“

Wenn aus schrumpfenden „wachsende Mittelschichten“ werden

Die schrumpfende Mittelschicht ...Den Grund für seine Untergangsprognosen sah man beim DIW im Sinken der Mittelschicht von 2000 auf 2006 von 64 auf 60 Prozent der Bevölkerung. Stutzig wurde, wer das in der Grafik nachvollziehen wollte – da waren die Beschriftungen der einzelnen Schichten nämlich weggelassen. Wer dann selber nachmaß, kam aus dem Staunen nicht mehr raus: Dass die Mittelschicht kleiner wurde, kam in 17 Jahren gerade einmal vor, nämlich von 2000 bis 2006. Und nur die Sequenz hatte man sich herausgepickt. Dass die Oberschicht 2009 schon auf bedrohliche 17,5% explodiert wäre, wird dadurch relativiert, dass sie 1993 auch schon 17,5% betragen hatte. Und dass die Mittelschicht in 17 Jahren von 61,7% (1993) auf 61,1% (2009) „gesunken“ war, wird Deutschlands Städte nicht zum Brennen bringen.

Die Wahrheit wäre Deutschland zumutbar, doch ganz oben will das keiner. Die Zunahme der Mittelschicht in den 90ern um 4 Prozentpunkte ist Helmut Kohls Staatsschulden-Sucht zuzuschreiben, der „Rückgang“ dann um 4 % bei Schröder nur das Zurückpendeln auf jahrzehntelangen Schnitt. „In Wahrheit gehen 80 Prozent der neuen Armut sowieso auf die Erosion alter Familienstrukturen zurück“, meint Hans-Werner Sinn vom Münchener ifo, „und der Sozialstaat hat das noch gefördert!“

Langer Rede kurzer Sinn: Es hat sich rein gar nichts verändert. Deutschlands Mittelschicht ist groß wie eh und je – auch wenn das manchen Soziologen nicht ins Weltbild passt. Und außer der geschürten Abstiegsangst bleibt auch von dieser Schreckensmeldung nicht viel übrig: Deutschlands Arbeitslosigkeit 2012 ist so niedrig wie noch nie seit 1989, die Löhne sind die fünfthöchsten in der Welt. Betete man im Spiegel noch die linken Mantras vor - „Hartz IV“ lässt Mittelschicht schrumpfen“ – wusste das echte Leben nur vom Gegenteil: Eine Million neuer Jobs im Jahr 1 der Arbeitsmarktreform. Heute weiß die Welt: Ohne „Hartz IV“ kommen auch Südeuropas Arbeitsmärkte niemals hoch.

Dauerfeuer auf ZDF: „Deutschland ungerecht“

Drei Tage vor der deutschen Bundestagswahl 2009 fragte sich das ZDF zur Primetime: „Wie ungerecht ist Deutschland?“ Und dass es in Deutschland sozial ungerecht zuginge, daran ließen die empörten Journalisten nicht den kleinsten Zweifel. Als man sich zum Ende hin bemüßigt fühlte, die Niederträchtigkeit des kapitalistischen Systems auch mit einem Beispiel zu belegen, brachte man die „dünne“ Story über eine kleine, unbedeutende Hinterland-Firma, die einige Mitarbeiter schlecht behandelt hatte. Selbst der ZDF-Reporter musste eingestehen, dass „dies sicher nicht repräsentativ für Deutschland“ sei − zur Vorsicht hatte man den Beitrag natürlich schon gebracht.

50% aller Befragten hatten in der ZDF-Sendung angegeben, dass es in Deutschland wirtschaftlich immer schlechter werde. Allerdings konnten dies nur 15% auch an sich persönlich feststellen. Im ersten Umkehrschluss bedeutet dies aber: 85% der Deutschen ging es selber wirtschaftlich nicht schlechter. Und im zweiten Umkehrschluss bedeutet dies, dass es in Deutschland eine immer stärkere Diskrepanz zwischen „gefühlter“ und „erlebter“ Armut gibt. Wenn man sich den Sendetermin – drei Tage vor der Bundestagswahl betrachtet − und das Maß an journalistischer Sorgfalt und Objektivität, mit der der Propagandastreifen inszeniert wurde, dann könnte man als dritten Umkehrschluss ziehen: Es sind Deutschlands Medien, die die Abstiegsangst der Bürger künstlich schüren. Und in der ersten Reihe sitzt man dabei bei den Öffentlich-Rechtlichen.

Deutsche Medien demokratisieren

In den Shows von ARD und ZDF gehören Vertreter der LINKEN – der Nachfolgepartei der linksextremen SED – zum Inventar wie Kameras und Puder. Dort parlieren sie staatsmännisch über das verbrecherische System des Kapitalismus. Vor kritischen Gegenfragen müssen sie sich dabei genau so wenig fürchten wie vor dem „Quoten-Liberalen“. Selbst ein an sich harmloser Bericht über minderwertige Brustimplantate gerät im ZDF-Auslandsjournal bei Theo Koll zur Abrechnung mit der verabscheuenswürdigen „Profitgier des Kapitalismus“. Zur Korrespondentin nach London gibt man „ins Land des Turbokapitalismus, nach England“. Und im MDR lassen widerlich verlogene DDR-Streifen Deutschlands Jugend fragen, was denn da so schlimm gewesen wäre.
Deutschlands Gesellschaft wird von einer außer Rand und Band geratenen Medien-Schickeria auf Depression und Untergang eingeschworen. Objektivitäts-Verpflichtungen sind Schall und Rauch. „Das System ist ungerecht und kalt“ – wer das in seinem Beitrag nicht erwähnt, ist nicht lange mehr dabei. Die inszenierte Aggression weicht erst, wenn etwa Sandra Meischberger mit „ihrem“ Helmut Schmidt über die alten Zeiten plaudert.

Die Menschen sind empört. Doch nicht über die, die mit gefälschten Armenzahlen das Volk zu Empörern aufwiegeln. Nein. Man empört sich über die verschwindende Minderheit an Nicht-Empörten. Und deren provozierender Nicht-Aggressivität.

Die Öffentlich-Rechtlichen sind zu privatisieren. Lizenzen müssen an die Auflage gebunden werden, dass 25% der politischen Inhalte vor einem konservativen oder wirtschaftsliberalen Hintergrund zu stehen haben. Stationen, die die Quoten ignorieren, verlieren die Lizenz.

Die Journalistenausbildung ist zu reformieren: Einerseits durch den „Wirtschaftsjournalisten“ – das neue Studienfach setzt auf einem soliden BWL-Studium auf. Und andererseits durch das Einbetten technischer und kaufmännischer Fächer (von Experten unterrichtet) in die Stundentafeln von Kommunikationswissenschaften und Politik.

Keine Gesellschaft hält es aus, permanent in Abstiegsangst zu leben. Gerade Deutschland weiß, wie schnell in Krisenzeiten in einer aufgehetzten Stimmung aus einer „Verschwörung von Kapital und Spekulanten“ die „des jüdischen Kapitals“ und seiner Helfer werden kann.

 


 




Abstiegsangst ? Sie kennen

Abstiegsangst ? Sie kennen noch nicht die Wahrheit ? Hier extra für Sie die aktuellsten Zahlen ;

Erwerbslosenquote in Spanien 24,5 Prozent
Griechenland mit 24,5 Prozent
Portugal 18 Prozent
Italien 11 Prozent
Frankreich 10 Prozent
Holland 7 Prozent
und überall Altersarmut zu Gunsten der Dekadenz.

550€ Rente in Deutschland bedeutet Altersarmut.

Erosion alter Familienstrukturen
550€ Rente wie in Deutschland bedeutet Altersarmut.
Die Ex-BRD-Mütter arbeiteten im Gegensatz zu den Ex-DDR-Müttern nur halbtags und nicht sofort nach der Geburt und wenn sich ihr nobler Gatte mit 50 Scheiden ließ, dann war die Rente mickrig.
Was soll das heissen?
„In Wahrheit gehen 80 Prozent der neuen Armut sowieso auf die Erosion alter Familienstrukturen zurück“,
Sollen wir wieder auf bäuerliche Großfamilie oder Kommune machen?
Fände ich zwar im Sinne der Brüderlichkeit oder Solidarität gar nicht so schlecht, aber wie viele Deutsche spielen da mit? Von manchen Wirtschaftszweigen wird die totale Individualität und personal branding propagiert wird.
Ich selbst kann mich um 4 der vorherigen Generation kümmern um 2 Kindern, hatte flexible 40-60h Arbeitszeiten bei sinkenden Reallöhnen und meine Frau muss auch noch arbeiten und wird teilweise gesellschaftlich als faul angesehen, weil sie nur 16h berufstätig ist, neben Pflege von einem Elternteil.
Bevor wir heirateten und Kinder bekamen und die Eltern älter wurden, hatten wir ein wohlhabendes sorgenfreies Leben, wo flexible Forderungen im Berufsleben auch bewältigbar waren, wobei ich mich damals solidarisch zu den Kollegen, die Vätern und Mütter waren, verhielt. Die Kinder können es kaum besser haben und man muss bereit sein, viele Opfer zu bringen und Frauen verzichten dann automatisch auf berufliche oder akademische Karriere meistens, oder halt die Männer und im schlimmsten Fall beide.

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