Freitag 01. August 2014, 17:52

Soziales & Arbeit

Schnellere Anerkennung von Berufsqualifikationen im EU-Ausland

Mehr Mobilität könnte helfen, wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa besser in den Griff zu bekommen. Wichtig dafür ist die einfache und schnelle Anerkennung beruflicher Qualifikationen im Ausland. Vorschläge der französischen Sozialdemokratin Bernadette Vergnaud wurden vom Binnenmarktausschuss verabschiedet. Im Kurz-Interview erklärt sie die neuen Regeln.

Bernadette Vergnaud: "Viele Berufe entwickeln sich so rasch, dass die bestehende Richtlinie völlig veraltet ist."
Bernadette Vergnaud: "Viele Berufe entwickeln sich so rasch, dass die bestehende Richtlinie völlig veraltet ist."
Bild: deputes-socialistes.eu/flickr.com
Warum müssen die bestehenden Regeln aktualisiert werden?

Viele Berufe entwickeln sich technisch und inhaltlich so rasch, dass die bestehende Richtlinie völlig veraltet ist. Das Ziel dieser Reform ist die Angleichung von Ausbildungen und Fähigkeiten in der EU, so dass erworbene Qualifikationen in anderen EU-Staaten scheller anerkannt werden können. Derzeit werden Qualifikationen nur in 7 von rund 800 Berufen automatisch EU-weit anerkannt.

Es geht uns darum, das Vertrauen der Bürger zu gewinnen, egal ob sie Experten, Kunden oder Patienten sind. Wir wollen ihnen zeigen, dass Europa Teil ihres Lebens ist und auch für ihren Schutz einsteht.

Wie wird sich das für EU-Bürger auswirken?

Die Reform stärkt die Rechte von Berufstätigen und ihrer Kunden und soll allen Beteiligten mehr Sicherheit vermitteln. Ein Art Berufsausweis wird ebenfalls helfen, Qualifikationen schneller anzuerkennen.

Dazu wird es aber auch ein Warnsystem geben, falls bestimmte Anforderungen nicht erfüllt werden. Derzeit gibt es schlicht kein Möglichkeit, auf effiziente Weise relevante Informationen für Menschen bereitzustellen, die im Ausland arbeiten.
 




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