Dienstag 21. Mai 2013, 15:34

Bildung & Kultur

Robert Menasse plädiert für mehr Europa

Eine starke Warnung vor einer Flucht in nationale Lösungen in der Krise: Robert Menasse, Literat und kulturkritischer Essayist, diskutierte seine "Thesen zu Europa" mit Gerd Appenzeller, dem Herausgeber des "Tagesspiegel".

Robert Menasse plädiert in Berlin für mehr Europa
Robert Menasse plädiert in Berlin für mehr Europa
Bild: pro.media kommunikation gmbh
Die Krise der EU sei keine wirtschaftliche Krise, sondern eine politische, argumentierte Menasse, und die Finanzkrise sei nur ihr Symptom. Jedoch sei eine Rückkehr in nationale Kategorien gefährlich, und nationalistische Klischees seien die größte Gefahr für die Zukunft Europas. Menasse rief dazu auf, an einem vereinten, freien, demokratischen Europa mit seiner ganzen regionalen Vielfalt zu arbeiten.

Mehrsprachigkeit schützt vor  Rassismus und Intoleranz

Es gelte, die Chance zu ergreifen, eine neue europäische Demokratie aufzubauen. Dafür ergänzten sich die supranationale europäische Ebene der EU-Institutionen  und das vielfältige Europa der Regionen in idealer Weise. Einen Reichtum stelle auch die Mehrsprachigkeit dar: wer mehrere Sprachen lerne, sei gegen Rassismus und Intoleranz geimpft, so Menasse.


 




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