Ratspräsidentschaft: Irische EU-Abgeordnete über die Pläne ihres Landes
Stabilität, Jobs und Wachstum - mit diesen Schwerpunkten will Irland in den kommenden sechs Monaten die EU anführen. Zu Beginn der neuen Präsidentschaft wurden EU-Abgeordnete aus Irland nach ihren Erwartungen für 2013 befragt.

Bild: European Parliament
Nessa Childers (S&D): "Hoffentlich wird Irland die Ratspräsidentschaft kompetent und effizient ausüben. Es gibt viele wichtige Themen. Ich freue mich besonders darauf, mit meinen irischen Kollegen an der Tabak-Regulierung und der Finanztransaktionssteuer zu arbeiten."
Emer Costello (S&D): "Viel wäre gewonnen, wenn es Irland gelänge, den Ministerrat zu überzeugen, sich für die vom Europäischen Parlament vorgeschlagene Jugendgarantie für Jobs und Ausbildung einzusetzen. Für eine erfolgreiche Ratspräsidentschaft wären auch Fortschritte bei der Ratifizierung der Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zum Schutz von Hausangestellten wichtig.
Pat the Cope Gallagher (ALDE): "Irland übernimmt den Vorsitz im Rat zum siebten Mal. Das fällt überein mit dem 40. Jahrestag des irischen Beitritts zur EWG. Irland steht dabei vielen Herausforderungen gegenüber. Ich hoffe vor allem, dass Irland gemeinsam mit dem Europäischen Parlament echte Fortschritte bei der Reform der EU-Fischereipolitik erzielt."
Marian Harkin (ALDE): "Hohe Erwartungen werden an die irische Ratspräsidentschaft geknüpft. Auch stehen aufwendige und komplexe Gesetzesvorschläge zur Reform der EU-Agrarpolitik und des Europäischen Sozialfonds an. Für die Abgeordneten bedeutet das lange Verhandlungen und aufwendige Kompromisse, um die notwendigen Fortschritte zu erzielen."
Seán Kelly (EVP): "Als Berichterstatter des Industrieausschusses zur Datenschutzverordnung freue ich mich, dass die irische Ratspräsidentschaft dieses Thema als eine ihrer Prioritäten behandeln will. Ich hoffe auf echte Fortschritte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013."
Mairead McGuinness (EVP): "Mein größter Wunsch für die irische Ratspräsidentschaft sind erfolgreiche Verhandlungen über die wichtigsten Politikfelder für die Jahre 2014-2020. Wichtig ist auch, die Solidarität zwischen den 27 EU-Staaten zu stärken, die unter der Krise gelitten hat."
Gay Mitchell (EVP): "Wir müssen auch die Sprache ändern, Wörter sind wichtig: Erholung statt Austerität. Hoffnung, Jobs, eine gute Zukunft - der Weg dahin mag schwer sein, aber wichtig ist nur, dass der Patient gesundet."
Paul Murphy (GUE/NGL): "Ich hoffe, die irische EU-Ratspräsidentschaft vermag die internationale Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass Sparmaßnahmen, wie sie in Irland umgesetzt worden, der Wirtschaft und den einfachen Leuten schaden. Die Ratspräsidentschaft gibt Arbeitern und Arbeitslosen in Irland einen neuen Ansatzpunkt, um gegen solche Maßnahmen zu protestieren."


















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