Pfusch europaweit auf dem Rückzug
Die Schattenwirtschaft ist eng mit der Entwicklung der realen Wirtschaft verbunden. Nach einem krisenbedingten Anstieg im Jahr 2009 auf durchschnittlich 19,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) befindet sich der Pfusch nach Berechungen des Ökonomen Friedrich Schneider von der Uni Linz in 31 untersuchten europäischen Ländern wieder auf dem Rückzug.

Bild: www.oldskoolman.de/CC-BY 3.0
Nord-Süd-Gefälle mit starkem Pfuscherunwesen in den neuen EU-Ländern
Laut der Studie von Schneider zeigt sich, dass der Pfusch insbesondere in den neuen EU-Ländern blüht. Hier wird zwischen 32,3 Prozent (Bulgarien) und 25,0 Prozent des BIP (Polen) des außerhalb der legalen Wirtschaft erzielt. Österreich ist in diesem Ranking mit einem Anteil von 8,0 Prozent (2011) Musterknabe, nur in der Schweiz ist mit 7,9 Prozent die Schattenwirtschaft noch weniger ausgeprägt. Auffallend ist auch das deutliche Nord-Süd-Gefälle. Während Tätigkeiten und Dienstleistungen ohne Rechnung in den südeuropäischen Staaten florieren, ist deren Ausmaß in West- und Zentraleuropa deutlich geringer.
OECD-Länder außerhalb Europas vorbildhaft
Interessant ist auch ein Vergleich der europäischen Länder mit den hoch entwickelten OECD-Ländern Australien, Kanada, Japan, Neuseeland und USA. Bei Letzteren wird heuer das Ausmaß der Schattenwirtschaft auf 9,46 Prozent des BIP sinken, nachdem es im vergangenen Jahr noch 9,7 Prozent betragen hatte. Schneider führt dies vor allem auf die niedrigere Besteuerung sowie die geringere Regulierung in den genannten Ländern zurück. In den USA sei es wesentlich einfacher, ein Unternehmen zu gründen, so Schneider.


















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