Sonntag 26. Mai 2013, 03:10

Banken & Finanzen

Othmar Karas verlangt schärfere Vorschriften für Bankerboni

Mit hohen Profiten, Kreditvergaben und Zinserhebungen verdienten Banker sich großzügige Bonuszahlungen. Zu großzügig, wird nun bemängelt. Die hohen Bonuszahlungen hätten Banker dazu verführt, überhöhte Risiken einzugehen.

Othmar Karas verlangt schärfere Vorschriften für Bankerboni
Othmar Karas verlangt schärfere Vorschriften für Bankerboni
Bild: EP
Risiken, die unsere Banken in so große Schwierigkeiten brachten, dass die Steuerzahler dafür aufkommen mussten. Der Christdemokrat Othmar Karas ist überzeugt, dass striktere Regeln für Bankerboni zur Lösung beitragen könnten.

Verhältnis zwischen Gehalt und Bonus auf 1:1 senken

"Es gibt keinen Höchstbetrag für Bonuszahlungen. Was ich möchte, ist ein festes Verhältnis zwischen Gehalt und Bonus.", stellte Karas klar. "Ich schlage also vor, das Verhältnis zwischen Gehalt und Bonus auf 1:1 zu senken. Diese Zahlungen sollten keinen Anreiz für kurzsichtige oder riskante Aktionen bieten."

Aber werden Banken dann nicht einfach die Unternehmensgehälter erhöhen? "Das ist die Entscheidung der Manager", erklärte Karas. "Selbst wenn sie das täten, wäre das immer noch transparenter und ehrlicher, als niedrige Gehälter und heimliche Bonuszahlungen."

Karas ist zudem Berichterstatter der Eigenkapitalrichtlinie. Hier ginge es um mehr, als nur Bonuszahlungen, warnte der Abgeordnete. "Das Europäische Parlament ist überzeugt davon, dass Banken der Fels in der Brandung des internationalen Finanzmarkts sein müssen. Wir möchten, dass europäische Banken mehr und sichereres Kapital zur Seite legen, um auch auf Krisenzeiten vorbereitet zu sein."

Europäisches Sicherheitssystem für die wichtigsten Banken

Auf die Frage, was die wichtigsten Bestandteile eines robusten Bankensystem seien, antwortete Karas: "Genug Eigenkapitaleinsatz und Liquidität. Transparenz und Überwachung."

Die Gespräche über eine Bankenunion in der Euro-Zone sind laut Karas ein logischer Schritt vorwärts. "Seit der Einführung des Euros ist deutlich, dass ein integrierter Finanz- und Haushaltsrahmen notwendig ist. Genauso wie ein europäisches Sicherheitssystem für die wichtigsten Banken", erläutert er und fügt hinzu, dass es jetzt genug Gespräche gegeben habe. Nun sei Zeit für Taten.

 


 




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