Samstag 18. Mai 2013, 20:14

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Osteuropa kommt 2013 aus der Krise

In Mittel- und Osteuropa (CEE) wird 2013 eine leichte Erholung der Wirtschaft erwartet. Im kommenden Jahr sollen sieben der acht Länder wieder wachsen - zwischen 0,5 und 1 Prozent. Nur die slowenische Volkswirtschaft, die eine Bankenkrise zu verdauen hat, wird laut Prognosen der Ökonomen des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) auch 2013 um 1,5 Prozent schrumpfen.

Slowenien hat mit einer Bankenkrise zu kämpfen
Slowenien hat mit einer Bankenkrise zu kämpfen
Bild: APA

Wachstumsimpulse sollen vor allem aus der Inlandsnachfrage kommen, unter anderem weil die restriktive Sparpolitik in einigen CEE-Ländern gelockert werden dürfte, so WIIW-Experte Vasily Astrov . Dazu erwarten die Ökonomen, dass auch die "Konjunkturflaute, die es derzeit in der Eurozone gibt", endlich zu Ende gehe.

Die Exporte aus der Region, die 2010/11 stark gestiegen waren, seien 2012 fast zum Stillstand gekommen, betonen die WIIW-Experten. Von dieser schlechten wirtschaftlichen Entwicklung konnten sich vor allem die Energieproduzenten wie Russland und Kasachstan absetzen, die heuer um 3,6 und 5 Prozent wachsen dürften. Aber auch jene CEE-Staaten, die weniger von der krisengeschüttelten Eurozone abhängig seien, wie etwa die baltischen Länder und die Slowakei, weisen höhere Wachstumsraten auf.

Kaum Entspannung sieht Astrov auf dem Arbeitsmarkt. Denn es gelte für diese Länder die Daumenregel von mindestens 4 Prozent Wachstum, um positive Effekte bei der Arbeitslosigkeit zu erreichen. "Davon sind die meisten Länder weit entfernt", so Astrov. Bessere Dynamik wird unter anderem in Lettland und Rumänien erwartet, auch weil die Arbeitslosen auswandern dürften, so Astrov.

Heuer stecken acht Länder der Region in einer Rezession: Am stärksten sei Slowenien betroffen, das infolge einer geplatzten Immobilienblase mit einer heftigen Bankenkrise kämpfe, so Astrov. Die slowenische Wirtschaft wird 2012 laut WIIW um 2 Prozent schrumpfen.


 




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