Österreichisches Unternehmen für EU-Umweltpreis 2012 nominiert
Nach einer zweitägigen Jurysitzung in Kopenhagen, Dänemark, wurde heute die Liste der Finalisten für die Europäischen Umweltpreise für Unternehmen 2012 veröffentlicht. Die Finalisten kommen aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Portugal, der Slowakei, Finnland und dem Vereinigten Königreich. Die Gewinner werden am 24. Mai 2012 in Brüssel auf einer Feier im Rahmen der Grünen Woche, der von der Europäischen Kommission veranstalteten Jahreskonferenz über Umweltpolitik, bekanntgegeben.

Bild: EUI/ochsner.at
EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Um in einer Welt mit knappen Ressourcen gedeihen zu können, müssen unsere Volkswirtschaften die natürlichen Ressourcen effizienter nutzen. Die Europäischen Umweltpreise zeigen, dass dies möglich ist. Mit ihnen werden Unternehmen ausgezeichnet, die Ressourcen während des gesamten Lebenszyklus optimal nutzen, um eine möglichst hohe Wertschöpfung mit möglichst geringen Umweltauswirkungen zu erzielen.“
Finalist aus Österreich
Die Finalisten wurden unter 156 Einreichungen aus 24 EU-Mitgliedstaaten und Kandidatenländern ausgewählt. Die hohe Zahl von Bewerbungen (10 % mehr als beim Wettbewerb 2010) zeigt, dass sich die europäischen Unternehmen stärker für die Umwelt einsetzen und trotz des gegenwärtigen wirtschaftlichen Klimas zur Übernahme von öko-innovativen Praktiken bereit sind. Einer der Finalisten stammt aus Österreich: die Ochsner Wärmepumpen GmbH.
Die diesjährigen Einreichungen kommen aus unterschiedlichen Branchen – von Telekommunikation bis zu Einzelhandel, Öko-Design, Verkehr, Lebensmittelindustrie und Bauwesen. Obwohl auch einige große Unternehmen und Organisationen unter den Bewerbern sind, handelt es sich bei den meisten Teilnehmern um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kleinstunternehmen. Die höchste Zahl von Einreichungen findet sich in der neuen Kategorie „Biodiversität“ für Unternehmen, die herausragende Leistungen beim Aufhalten des Verlusts an Biodiversität und bei der Unterstützung von natürlichen Ökosystemen vorzeigen können.
Entwicklung in fünf Kategorien
Die Einreichungen veranschaulichten den Beitrag der Unternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung in fünf Kategorien: Produkte (52 Einreichungen), Management (47), Prozesse (46), internationale Unternehmenszusammenarbeit (11) sowie Unternehmen und Biodiversität (62).
Die hochrangige Jury unter dem Vorsitz von Claus Torp, stellvertretender Generaldirektor im dänischen Umweltministerium, setzte sich aus 20 Experten aus EU- und nationalen Behörden, Hochschulen, der Wirtschaft und dem Sektor Umwelttechnologien zusammen.
Hintergrund
Die Europäischen Umweltpreise für Unternehmen wurden 1987 von der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission eingeführt. Mit der alle zwei Jahre stattfindenden Preisvergabe werden europäische Unternehmen gewürdigt und ausgezeichnet, die durch einen Beitrag zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit das Wirtschaftswachstum stimulieren und zugleich die Umwelt schützen.
Die Regelung umfasst fünf Preise, mit denen Unternehmen für Managementpraktiken, umweltfreundliche Produkte, nachhaltige Prozesse, internationale Unternehmenszusammenarbeit und – neuerdings – für Tätigkeiten zum Schutz der Biodiversität ausgezeichnet werden.
Der Wettbewerb steht allen Unternehmen gleich welcher Größe aus den EU-Mitgliedstaaten und den Kandidatenländern offen. Die Einreichung von Bewerbungen für den europäischen Preiswettbewerb wird von nationalen Koordinierungsstellen verwaltet. Die Bewerber müssen zunächst an einer nationalen Preisvergabe teilnehmen und zur Bewerbung auf europäischer Ebene ausgewählt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die mit den europäischen Preisen ausgezeichneten Unternehmen „die Besten der Besten“ sind: die weitblickendsten, verantwortungsvollsten und innovativsten in ganz Europa.


















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