Österreich soll an EU-Mission in Mali teilnehmen
Frankreich wünscht, dass sich Österreich an der geplanten EU-Mission zur Ausbildung malischer Truppen beteiligt. "Natürlich hoffen wir, dass die Hilfe der Europäer noch stärker wird", sagte der französischer Botschafter in Wien, Stephane Gompertz, dem Nachrichtenmagazin "profil" laut Vorausmeldung. "Österreich zum Beispiel könnte bei der Ausbildung der malischen Truppen helfen."

Bild: APA
In der Regierung herrscht allerdings Uneinigkeit über eine österreichischen Beteiligung an der EU-Mission in Mali. Während Verteidigungsminister Darabos unter Verweis auf die laufenden Auslandseinsätze unter heimischer Beteiligung abgewunken hat, ist Außenminister Spindelegger einem Beitrag nicht abgeneigt. Frankreich hat am vergangenen Wochenende Truppen in den Sahara-Krisenstaat entsandt, um eine totale Machtübernahme durch Islamisten zu verhindern und hofft auf weitere Unterstützung.
Botschafter Gompertz sagte dem "profil", er habe bisher noch keinen Kontakt zu Darabos aufnehmen können: "Ich habe ihn bei meinem Amtsantritt vor zehn Monaten um einen Termin gebeten, aber bisher noch keinen bekommen."
Frankreich verstärkte indes seine Truppen weiter. "Heute befinden sich 2.000 französische Soldaten auf malischem Boden", sagte Verteidigungsminister Le Drian. Eine weitere Verstärkung auf mehr als 2.500 Soldaten sei nicht auszuschließen. Gemeinsam mit den benachbarten Ländern sind laut Le Drian derzeit 2.900 französische Soldaten an der Operation Serval in dem westafrikanischen Land beteiligt.
Die Eingreiftruppe der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) nahm in Abidjan indes Gestalt an: Die ersten 2.000 Soldaten der Unterstützungsmission für Mali (MISMA) sollen bis zum 26. Jänner in der malischen Hauptstadt Bamako eintreffen. Langfristig soll die Mission unter dem Kommando des nigerianischen Generals Shehu Abdulkadir 5800 Soldaten umfassen.
Die malische Armee verzeichnete bei ihrem Kampf gegen Islamisten Westen des westafrikanischen Landes einen Erfolg. Der örtliche malische Armeekommandant sagte am Samstag, die Extremisten seien geflohen und die Armee bereite sich auf die Rückkehr in die Stadt, die am Montag von den Islamisten eingenommen worden war, vor. Mehrere Augenzeugen bestätigten, dass sich die Islamisten nach mehreren französischen Luftangriffen zurückgezogen hätten.


















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